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Strecken- und Haltereaktivierung

Rb 35 am Bahnhof Bad Saarow Pisekow
© VBB

Die Ausbaustrategie des Bundes, der Länder sowie der Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs zielt auf einen signifikanten Zuwachs an Fahrgästen im ÖPNV bis 2030 ab. Hierzu muss das Angebot systematisch verbessert und kontinuierlich ausgebaut werden. Dazu gehört eine Verbesserung des Zugangebotes in der Fläche entlang der Siedlungsachsen. Neben der Verbesserung des Angebotes auf der bestehenden Schieneninfrastruktur ist auch die Reaktivierung von stillgelegten Bahnlinien und Haltepunkten mit einem ausreichenden Fahrgastpotential ein Bestandteil dieser Strategie.

Das Land Brandenburg hat dieses Thema frühzeitig aufgegriffen. Bereits im Landesnahverkehrsplan für die Jahre 2018 – 2022 sind Reaktivierungsoptionen benannt.

Die Inbetriebnahme der Verlängerung der RB35 von Bad Saarow-Klinikum nach Bad Saarow-Pieskow erfolgte im Dezember 2021. Die Betriebsaufnahme der Strecke zwischen Beelitz-Stadt und Ferch-Lienewitz erfolgte im Dezember 2022. In Zusammenarbeit mit dem Land Berlin, der Deutschen Bahn und dem VBB werden zudem im Rahmen des Projektes i2030 verschiedene Reaktivierungsprojekte in der Hauptstadtregion angestoßen.

Rb 35 am Bahnhof Bad Saarow Pisekow
© VBB

Die Ausbaustrategie des Bundes, der Länder sowie der Aufgabenträger des Schienenpersonennahverkehrs zielt auf einen signifikanten Zuwachs an Fahrgästen im ÖPNV bis 2030 ab. Hierzu muss das Angebot systematisch verbessert und kontinuierlich ausgebaut werden. Dazu gehört eine Verbesserung des Zugangebotes in der Fläche entlang der Siedlungsachsen. Neben der Verbesserung des Angebotes auf der bestehenden Schieneninfrastruktur ist auch die Reaktivierung von stillgelegten Bahnlinien und Haltepunkten mit einem ausreichenden Fahrgastpotential ein Bestandteil dieser Strategie.

Das Land Brandenburg hat dieses Thema frühzeitig aufgegriffen. Bereits im Landesnahverkehrsplan für die Jahre 2018 – 2022 sind Reaktivierungsoptionen benannt.

Die Inbetriebnahme der Verlängerung der RB35 von Bad Saarow-Klinikum nach Bad Saarow-Pieskow erfolgte im Dezember 2021. Die Betriebsaufnahme der Strecke zwischen Beelitz-Stadt und Ferch-Lienewitz erfolgte im Dezember 2022. In Zusammenarbeit mit dem Land Berlin, der Deutschen Bahn und dem VBB werden zudem im Rahmen des Projektes i2030 verschiedene Reaktivierungsprojekte in der Hauptstadtregion angestoßen.

Potenzialuntersuchung zur Reaktivierung von Strecken und Halten

Inwiefern für die stillgelegten SPNV-Strecken und -Halte im Land Brandenburg ein Potenzial für eine Reaktivierung besteht, wurde in der im Jahr 2022 veröffentlichten „Potenzialuntersuchung zur Reaktivierung von Strecken und Halten“ dargestellt. Diese Potenzialuntersuchung wurde im Auftrag des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) durch die VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH beauftragt und durch einen externen Gutachter erarbeitet. Der Bedarf zu differenzierten Betrachtungen im Rahmen von Machbarkeitsstudien wurde anschließend im Landesnahverkehrsplan (LNVP) 2023-2027 festgehalten, mit dem Ziel „für die Strecken und Halte mit dem größten Potenzial Machbarkeitsstudien bzw. Nutzen-Kosten-Untersuchungen [durchzuführen]“. Die Ergebnisse der Potenzialanalyse finden Sie unter Weitere Informationen.

Inwiefern für die stillgelegten SPNV-Strecken und -Halte im Land Brandenburg ein Potenzial für eine Reaktivierung besteht, wurde in der im Jahr 2022 veröffentlichten „Potenzialuntersuchung zur Reaktivierung von Strecken und Halten“ dargestellt. Diese Potenzialuntersuchung wurde im Auftrag des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) durch die VBB Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH beauftragt und durch einen externen Gutachter erarbeitet. Der Bedarf zu differenzierten Betrachtungen im Rahmen von Machbarkeitsstudien wurde anschließend im Landesnahverkehrsplan (LNVP) 2023-2027 festgehalten, mit dem Ziel „für die Strecken und Halte mit dem größten Potenzial Machbarkeitsstudien bzw. Nutzen-Kosten-Untersuchungen [durchzuführen]“. Die Ergebnisse der Potenzialanalyse finden Sie unter Weitere Informationen.

Ergebnisse der ersten Machbarkeitsstudien

Die Ergebnisse der ersten Machbarkeitsstudien zur möglichen Reaktivierung der stillgelegten Bahnstrecken Werneuchen – Wriezen, Hoppegarten (Mark) – Altlandsberg und Fredersdorf (b Berlin) – Rüdersdorf (b Berlin) für den SPNV liegen nun vor. Die Untersuchungen wurden im Auftrag des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) durch den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) sowie die Gutachter TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH (TTK) und PTV TransportConsult GmbH (PTV) durchgeführt.

Mit den jetzt sukzessiv vorliegenden Abschlussberichten der Machbarkeitsstudien liegt erstmals eine belastbare Grundlage für Entscheidungen zu mehreren seit Jahren diskutierten Reaktivierungsprojekten vor. Sie machen deutlich, wo eine Wiederaufnahme des Regionalverkehrs realistische Chancen bietet – und wo räumliche Konflikte oder zu geringe Fahrgastpotenziale dagegen sprechen.

Auf dieser Basis sollen die nächsten Schritte mit den betroffenen Landkreisen und Kommunen abgestimmt werden. Für Strecken mit erkennbarem Potenzial folgen nun vertiefende Nutzen-Kosten-Untersuchungen, die Voraussetzung für eine Förderung durch Bund und Land sind.

Das Land Brandenburg verfolgt ein standardisiertes Verfahren zur Prüfung stillgelegter SPNV-Strecken. Grundlage für eine Förderung von Planungs- und Baukosten durch Bund und Land ist der Nachweis eines volkswirtschaftlichen Nutzens gemäß dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG). Für den verkehrlichen Betrieb reaktivierter Strecken ist perspektivisch eine Erhöhung der Regionalisierungsmittel durch den Bund erforderlich.

Die Ergebnisse werden den regionalen Akteuren vor Ort vorgestellt.

Weitere Machbarkeitsstudien für zusätzliche Strecken sowie eine Nutzen-Kosten-Untersuchung für Joachimsthal – Templin Stadt befinden sich derzeit in Bearbeitung. Ergebnisse werden in 2026 erwartet.

Laufende Untersuchungen zur Reaktivierung von SPNV-Strecken:

  • Joachimsthal – Templin Stadt
  • Neuruppin West – Neustadt (Dosse)
  • Wustermark – Ketzin
  • Rathenow – Rathenow Nord
  • Müncheberg (Mark) – Müncheberg (Mark) Stadt
  • Schmachtenhagen – Oranienburg (Fichtengrund)
  • Luckau-Uckro – Lübben (Spreewald)
  • Falkenberg (Elster) – Herzberg (Elster) Stadt

Die Ergebnisse der ersten Machbarkeitsstudien zur möglichen Reaktivierung der stillgelegten Bahnstrecken Werneuchen – Wriezen, Hoppegarten (Mark) – Altlandsberg und Fredersdorf (b Berlin) – Rüdersdorf (b Berlin) für den SPNV liegen nun vor. Die Untersuchungen wurden im Auftrag des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) durch den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) sowie die Gutachter TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH (TTK) und PTV TransportConsult GmbH (PTV) durchgeführt.

Mit den jetzt sukzessiv vorliegenden Abschlussberichten der Machbarkeitsstudien liegt erstmals eine belastbare Grundlage für Entscheidungen zu mehreren seit Jahren diskutierten Reaktivierungsprojekten vor. Sie machen deutlich, wo eine Wiederaufnahme des Regionalverkehrs realistische Chancen bietet – und wo räumliche Konflikte oder zu geringe Fahrgastpotenziale dagegen sprechen.

Auf dieser Basis sollen die nächsten Schritte mit den betroffenen Landkreisen und Kommunen abgestimmt werden. Für Strecken mit erkennbarem Potenzial folgen nun vertiefende Nutzen-Kosten-Untersuchungen, die Voraussetzung für eine Förderung durch Bund und Land sind.

Das Land Brandenburg verfolgt ein standardisiertes Verfahren zur Prüfung stillgelegter SPNV-Strecken. Grundlage für eine Förderung von Planungs- und Baukosten durch Bund und Land ist der Nachweis eines volkswirtschaftlichen Nutzens gemäß dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG). Für den verkehrlichen Betrieb reaktivierter Strecken ist perspektivisch eine Erhöhung der Regionalisierungsmittel durch den Bund erforderlich.

Die Ergebnisse werden den regionalen Akteuren vor Ort vorgestellt.

Weitere Machbarkeitsstudien für zusätzliche Strecken sowie eine Nutzen-Kosten-Untersuchung für Joachimsthal – Templin Stadt befinden sich derzeit in Bearbeitung. Ergebnisse werden in 2026 erwartet.

Laufende Untersuchungen zur Reaktivierung von SPNV-Strecken:

  • Joachimsthal – Templin Stadt
  • Neuruppin West – Neustadt (Dosse)
  • Wustermark – Ketzin
  • Rathenow – Rathenow Nord
  • Müncheberg (Mark) – Müncheberg (Mark) Stadt
  • Schmachtenhagen – Oranienburg (Fichtengrund)
  • Luckau-Uckro – Lübben (Spreewald)
  • Falkenberg (Elster) – Herzberg (Elster) Stadt

Streckengutachten „Prignitz-Südmecklenburg“

Die Prignitz im nordwestlichen Brandenburg hat eine der geringsten Bevölkerungsdichten im Land. Das stellt die Region beim Schienenpersonennahverkehr (SPNV) vor die Herausforderung diesen einerseits wirtschaftlich zu betreiben, andererseits aber auch die kommunale Daseinsvorsorge sicherzustellen. Mit der in sich in Betrieb befindenden Strecke Neustadt (Dosse) – Pritzwalk – Meyenburg – Karow (Meckl) – Güstrow ist die Region in Nord-Süd-Richtung zwar bereits infrastrukturell erschlossen, allerdings mit einem eingeschränkten Fahrtangebot im SPNV. Auf Brandenburger Landesgebiet finden, mit Ausnahme des Streckenabschnitts Neustadt (Dosse) - Kyritz, Am Bürgerpark, nur wenige Fahrten pro Tag statt. Nördlich von Meyenburg, auf mecklenburg-vorpommerischer Seite, finden nur saisonal Verkehre bis nach Karow (Meckl) statt. Zwischen Karow (Meckl) und Güstrow existiert sogar gar kein SPNV-Angebot, sondern nur gelegentlicher Schienengüterverkehr (SGV). Im August 2023 haben das Land Brandenburg und das Land Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam eine Potenzial- und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung für die Strecke Neustadt (Dosse) - Güstrow sowie die Strecke der Mecklenburgischen Südbahn (Parchim – Karow (Meckl) – Waren (Müritz)) in Auftrag gegeben. Ziel war es ein attraktives und wirtschaftlich tragfähiges Betriebskonzept der Strecken für die Zukunft zu erstellen. Nach einem zweijährigen Untersuchungszeitraum wurde im September 2025 der Abschlussbericht inklusive Gutachten vorgestellt. Es wurden zwei Varianten untersucht. Die erste Variante betrachtet den Ausbau der Strecken auf 120 Km/h inklusive eines Abschnittes mit 160 km/h, hingegen bei der zweiten Variante von einer Streckengeschwindigkeit von 80 Km/h ausgegangen wurde. Das Nutzen-Kosten-Verhältnis beträgt bei der 120/160-Km/h Variante 1,15, bei der 80 km/h-Variante hingegen 1,46. Die Gutachter empfehlen daher, die zweite Variante mit 80 km/h weiter zu verfolgen. Über das weitere Vorgehen stimmt sich das Land Brandenburg gemeinsam mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern ab. Der vollständige Abschlussbericht inklusive Gutachten steht Ihnen am Ende dieser Seite zur Verfügung.

Die Prignitz im nordwestlichen Brandenburg hat eine der geringsten Bevölkerungsdichten im Land. Das stellt die Region beim Schienenpersonennahverkehr (SPNV) vor die Herausforderung diesen einerseits wirtschaftlich zu betreiben, andererseits aber auch die kommunale Daseinsvorsorge sicherzustellen. Mit der in sich in Betrieb befindenden Strecke Neustadt (Dosse) – Pritzwalk – Meyenburg – Karow (Meckl) – Güstrow ist die Region in Nord-Süd-Richtung zwar bereits infrastrukturell erschlossen, allerdings mit einem eingeschränkten Fahrtangebot im SPNV. Auf Brandenburger Landesgebiet finden, mit Ausnahme des Streckenabschnitts Neustadt (Dosse) - Kyritz, Am Bürgerpark, nur wenige Fahrten pro Tag statt. Nördlich von Meyenburg, auf mecklenburg-vorpommerischer Seite, finden nur saisonal Verkehre bis nach Karow (Meckl) statt. Zwischen Karow (Meckl) und Güstrow existiert sogar gar kein SPNV-Angebot, sondern nur gelegentlicher Schienengüterverkehr (SGV). Im August 2023 haben das Land Brandenburg und das Land Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam eine Potenzial- und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung für die Strecke Neustadt (Dosse) - Güstrow sowie die Strecke der Mecklenburgischen Südbahn (Parchim – Karow (Meckl) – Waren (Müritz)) in Auftrag gegeben. Ziel war es ein attraktives und wirtschaftlich tragfähiges Betriebskonzept der Strecken für die Zukunft zu erstellen. Nach einem zweijährigen Untersuchungszeitraum wurde im September 2025 der Abschlussbericht inklusive Gutachten vorgestellt. Es wurden zwei Varianten untersucht. Die erste Variante betrachtet den Ausbau der Strecken auf 120 Km/h inklusive eines Abschnittes mit 160 km/h, hingegen bei der zweiten Variante von einer Streckengeschwindigkeit von 80 Km/h ausgegangen wurde. Das Nutzen-Kosten-Verhältnis beträgt bei der 120/160-Km/h Variante 1,15, bei der 80 km/h-Variante hingegen 1,46. Die Gutachter empfehlen daher, die zweite Variante mit 80 km/h weiter zu verfolgen. Über das weitere Vorgehen stimmt sich das Land Brandenburg gemeinsam mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern ab. Der vollständige Abschlussbericht inklusive Gutachten steht Ihnen am Ende dieser Seite zur Verfügung.

Potenzialuntersuchung - Bericht 2022

Ergebnisse der ersten Machbarkeitsstudien

Weitere Infos zum Streckengutachten „Prignitz-Südmecklenburg“ (2025)