Recycling-Baustoffe im Straßenbau

Ein Bagger steht auf einem Sandberg und schaufelt
© LS (Landesbetrieb Straßenwesen)

Der Ressourcenschutz auf dem Gebiet der Bau- und Abbruchabfälle wird künftig für das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) noch stärker als bislang in den Vordergrund rücken. Die Landesstraßenbauverwaltung misst der Kreislaufwirtschaft eine hohe Priorität bei und erschließt seit langem wesentliche Potenziale des Baustoff-Recyclings im Bundesfern- und Landesstraßenbau. Dies wird auch künftig ein Schwerpunkt bleiben. Jährlich werden große Mengen sekundärer Baustoffe im Erd- und Straßenoberbau wiederverwertet. Grundlage sind die dafür geltenden technischen Regelungen.

Ein Bagger steht auf einem Sandberg und schaufelt
© LS (Landesbetrieb Straßenwesen)

Der Ressourcenschutz auf dem Gebiet der Bau- und Abbruchabfälle wird künftig für das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) noch stärker als bislang in den Vordergrund rücken. Die Landesstraßenbauverwaltung misst der Kreislaufwirtschaft eine hohe Priorität bei und erschließt seit langem wesentliche Potenziale des Baustoff-Recyclings im Bundesfern- und Landesstraßenbau. Dies wird auch künftig ein Schwerpunkt bleiben. Jährlich werden große Mengen sekundärer Baustoffe im Erd- und Straßenoberbau wiederverwertet. Grundlage sind die dafür geltenden technischen Regelungen.

Gefährliche Ausbaustoffe sollen im Sinne eines Lebenszyklusansatzes der Straßenbauwerke aus dem Baustoffkreislauf ausgeschleust werden. Teer-oder pechhaltige Straßenausbaustoffe werden in Bundesfern- und Landesstraßen seit 2017 grundsätzlich nicht wiedereingebaut. Dabei ist ein mehrstufiges Vorgehen für Erhaltungsmaßnahmen vorgesehen. Im Sinne der Vorsorge vor dem Entstehen neuer Altlasten im kommunalen Bereich, wird dieses Vorgehen den Landkreisen, kreisfreien/kreisangehörigen Städten und Gemeinden des Landes Brandenburg empfohlen.

Gefährliche Ausbaustoffe sollen im Sinne eines Lebenszyklusansatzes der Straßenbauwerke aus dem Baustoffkreislauf ausgeschleust werden. Teer-oder pechhaltige Straßenausbaustoffe werden in Bundesfern- und Landesstraßen seit 2017 grundsätzlich nicht wiedereingebaut. Dabei ist ein mehrstufiges Vorgehen für Erhaltungsmaßnahmen vorgesehen. Im Sinne der Vorsorge vor dem Entstehen neuer Altlasten im kommunalen Bereich, wird dieses Vorgehen den Landkreisen, kreisfreien/kreisangehörigen Städten und Gemeinden des Landes Brandenburg empfohlen.

  • Brandenburgische Technische Richtlinien für Recycling-Baustoffe im Straßenbau, Ausgabe 2014 (BTR RC-StB 14)

    Die "Brandenburgischen Technischen Richtlinien für Recycling-Baustoffe im Straßenbau, Ausgabe 2014 (BTR RC-StB 14)" ermöglichen eine hochwertige Wiederverwendung von mineralischen Recycling-Baustoffen wie zum Beispiel Bodenmaterialien, Gleisschotter, speziellen Schlacken und Aschen sowie Ausbauasphalt. Dabei sind die technischen und umweltrelevanten Anforderungen bei der Verwendung der Baustoffe in den konstruktiven Schichten von Straßen, Wegen und anderen Verkehrsflächen sowie in straßenbegleitenden Erdbauwerken zu beachten. Insbesondere ist ein umfassendes Qualitätsmanagement geregelt.

    Die "Brandenburgischen Technischen Richtlinien für Recycling-Baustoffe im Straßenbau, Ausgabe 2014 (BTR RC-StB 14)" ermöglichen eine hochwertige Wiederverwendung von mineralischen Recycling-Baustoffen wie zum Beispiel Bodenmaterialien, Gleisschotter, speziellen Schlacken und Aschen sowie Ausbauasphalt. Dabei sind die technischen und umweltrelevanten Anforderungen bei der Verwendung der Baustoffe in den konstruktiven Schichten von Straßen, Wegen und anderen Verkehrsflächen sowie in straßenbegleitenden Erdbauwerken zu beachten. Insbesondere ist ein umfassendes Qualitätsmanagement geregelt.

    Schwerpunkte:

    • Abfallwirtschaftliche Beurteilung von Straßenausbaustoffen und Anforderungen
    • Gewinnung, Transport und Lagerung der Baustoffe
    • Probenahme und Analytik, Bewertung der Baustoffeigenschaften
    • Aufbereitung und Herstellung der Baustoffe, abfall-, wasser- und bodenschutzrechtliche Anforderungen an den Einbau
    • Planung und Ausschreibung

    Schwerpunkte:

    • Abfallwirtschaftliche Beurteilung von Straßenausbaustoffen und Anforderungen
    • Gewinnung, Transport und Lagerung der Baustoffe
    • Probenahme und Analytik, Bewertung der Baustoffeigenschaften
    • Aufbereitung und Herstellung der Baustoffe, abfall-, wasser- und bodenschutzrechtliche Anforderungen an den Einbau
    • Planung und Ausschreibung

    Die BTR RC-StB 14 gilt für alle öffentlichen Straßen und ist die landeseinheitliche Handlungsgrundlage für die Abfall-, Wasser- und Bodenschutzbehörden sowie die Landesstraßenbauverwaltung und die Straßenbaubehörden in Kreisen, kreisfreien Städten und Gemeinden und nicht zuletzt auch für die Bauwirtschaft. Sie bündelt eine Vielzahl geltender Vorschriften des Umweltschutzes und des Straßenbaus. Dies ist zugleich für die Bau- und Entsorgungswirtschaft eine verlässliche Rahmensetzung.

    Die BTR RC-StB 14 gilt für alle öffentlichen Straßen und ist die landeseinheitliche Handlungsgrundlage für die Abfall-, Wasser- und Bodenschutzbehörden sowie die Landesstraßenbauverwaltung und die Straßenbaubehörden in Kreisen, kreisfreien Städten und Gemeinden und nicht zuletzt auch für die Bauwirtschaft. Sie bündelt eine Vielzahl geltender Vorschriften des Umweltschutzes und des Straßenbaus. Dies ist zugleich für die Bau- und Entsorgungswirtschaft eine verlässliche Rahmensetzung.

  • Wiederverwertung von Recycling-Baustoffen im Straßenbau
    Ein Steinaufen mit dem Hinweisschild "RC 32/45"
    Baustoff in einer Recycling-Anlage © LS (Landesbetrieb Straßenwesen)

    Im Jahr 2019 wurden bei Straßenbaumaßnahmen im Zuge von Bundesautobahnen, Bundes- und Landesstraßen etwa 884.000 Tonnen mineralische Recycling-Baustoffe, Schlacken und Asphaltgranulat hochwertig wiederverwertet. Damit ist ein neuer Spitzenwert erreicht.

    Der Straßenbau im Land Brandenburg ist wesentlich auf die Verwendung von Ersatzbaustoffen angewiesen. Diese tragen zur Schonung natürlicher Ressourcen und von Deponiekapazitäten bei.

    Das Land Brandenburg verfügt nur über einzelne natürliche Gesteinsvorkommen. Dem gegenüber gibt es im Wirtschaftsraum Berlin/Brandenburg ein hohes Aufkommen an Bauabbruchmaterial. Vorrangig werden diese Baustoffe in den ungebundenen Schichten (zum Beispiel Frostschutzschicht, Schottertragschicht) und im Unterbau (Dammbau) von Verkehrsflächen verwendet. Dabei können besonders Materialien wie Schotter und Kies durch alternative Baustoffe ersetzt werden. Die Erkenntnisse aus den letzten Jahren zeigen die Tendenz, dass etwa drei Viertel der Baustoffe in den Trag- und Frostschutzschichten sowie Banketten Recycling-Baustoffe sind.

    Die Wiederverwendung von Ausbauasphalt wird seit langem deutschlandweit in nennenswerten Größenordnungen betrieben. Asphaltgranulat stellt häufig die größte Stoffgruppe bei der Herstellung von Asphalt dar. Die maximal mögliche Zugabemenge von Asphaltgranulat im Heißmischgut richtet sich nach der Homogenität des Materials und anlagentechnischen Kriterien. Bei Bauprojekten im Zuge von Bundesfern- und Landesstraßen werden derzeit circa 25 bis 30 Prozent Asphaltgranulat in Tragschichten, 20 bis 25 Prozent in Binderschichten und 10 Pronzent in Deckschichten zugegeben. Diese Zugabemengen sind deutschlandweit auf einem annähernd gleichen Niveau. Im Jahr 2019 konnten etwa 170.000 Tonnen Asphaltgranulat im Heißmischgut wiederverwertet werden.

    Die Straßenbauverwaltungen Brandenburg und Berlin streben ein einheitliches Vorgehen bei der Wiederverwertung von Ausbauasphalt im gemeinsamen Wirtschaftsraum an.

    Ein Steinaufen mit dem Hinweisschild "RC 32/45"
    Baustoff in einer Recycling-Anlage © LS (Landesbetrieb Straßenwesen)

    Im Jahr 2019 wurden bei Straßenbaumaßnahmen im Zuge von Bundesautobahnen, Bundes- und Landesstraßen etwa 884.000 Tonnen mineralische Recycling-Baustoffe, Schlacken und Asphaltgranulat hochwertig wiederverwertet. Damit ist ein neuer Spitzenwert erreicht.

    Der Straßenbau im Land Brandenburg ist wesentlich auf die Verwendung von Ersatzbaustoffen angewiesen. Diese tragen zur Schonung natürlicher Ressourcen und von Deponiekapazitäten bei.

    Das Land Brandenburg verfügt nur über einzelne natürliche Gesteinsvorkommen. Dem gegenüber gibt es im Wirtschaftsraum Berlin/Brandenburg ein hohes Aufkommen an Bauabbruchmaterial. Vorrangig werden diese Baustoffe in den ungebundenen Schichten (zum Beispiel Frostschutzschicht, Schottertragschicht) und im Unterbau (Dammbau) von Verkehrsflächen verwendet. Dabei können besonders Materialien wie Schotter und Kies durch alternative Baustoffe ersetzt werden. Die Erkenntnisse aus den letzten Jahren zeigen die Tendenz, dass etwa drei Viertel der Baustoffe in den Trag- und Frostschutzschichten sowie Banketten Recycling-Baustoffe sind.

    Die Wiederverwendung von Ausbauasphalt wird seit langem deutschlandweit in nennenswerten Größenordnungen betrieben. Asphaltgranulat stellt häufig die größte Stoffgruppe bei der Herstellung von Asphalt dar. Die maximal mögliche Zugabemenge von Asphaltgranulat im Heißmischgut richtet sich nach der Homogenität des Materials und anlagentechnischen Kriterien. Bei Bauprojekten im Zuge von Bundesfern- und Landesstraßen werden derzeit circa 25 bis 30 Prozent Asphaltgranulat in Tragschichten, 20 bis 25 Prozent in Binderschichten und 10 Pronzent in Deckschichten zugegeben. Diese Zugabemengen sind deutschlandweit auf einem annähernd gleichen Niveau. Im Jahr 2019 konnten etwa 170.000 Tonnen Asphaltgranulat im Heißmischgut wiederverwertet werden.

    Die Straßenbauverwaltungen Brandenburg und Berlin streben ein einheitliches Vorgehen bei der Wiederverwertung von Ausbauasphalt im gemeinsamen Wirtschaftsraum an.

    Diagramme

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    Downloads

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  • Pechhaltige Straßenausbaustoffe

    Seit Januar 2017 dürfen keine teer- oder pechhaltigen Straßenausbaustoffe mehr in Bundesfern- und Landesstraßen in Brandenburg wiedereingebaut werden. Mit dem Runderlass Nummer 16/2016 vom 14. November 2016 hat das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) in Abstimmung mit dem Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft die Regelungen des Bundes auch für Straßen im Land Brandenburg verbindlich eingeführt. Den Landkreisen, kreisfreien Städten und Gemeinden wird dieses Vorgehen ebenfalls empfohlen.

    Grundlage ist das Allgemeine Rundschreiben Straßenbau (ARS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur Nummer 16/2015 vom 5. November 2015, mit dem neue Regelungen für den Umgang mit teer- oder pechhaltigen Straßenausbaustoffen für den Bereich der Bundesautobahnen und Bundesstraßen bekannt gegeben werden.

    Gemäß dem ARS sollen für Bundesfernstraßen zur Schadstoffeliminierung Verfahren der thermischen Verwertung beziehungsweise Behandlung bevorzugt vorgesehen werden. Dies betrifft allerdings auch nicht gefährliche belastete Straßenausbaustoffe. Mit Blick auf eine ausgewogene Entsorgungssituation im Land Brandenburg wird dieser Ansatz von der Umweltverwaltung kritisch eingeschätzt, da die vorhandenen Entsorgungskapazitäten im Land Brandenburg bereits durch die Entsorgung des gefährlichen Straßenaufbruchs ausgeschöpft sind. Hier sollen alternative Entsorgungswege (Deponieverwertung, oberirdische Ablagerung) genutzt werden.

    Dieser landesspezifische Weg wird von der Landesstraßenbauverwaltung bereits seit 2012 verfolgt, da seitdem ein höherer Standard bezüglich der Zuordnung der teer- oder pechhaltigen Ausbaustoffe zum gefährlichen Abfall gilt. Für die als gefährliche Abfälle einzustufenden Materialien (ab PAK-Wert größer als 100 Miligramm pro Kilogramm) kommt ein Wiedereinbau in die Bundesfern- und Landesstraßen nicht mehr in Betracht. Dies ist zum einen der Tatsache geschuldet, dass es nur noch wenige geeignete Baumaßnahmen gibt, zum anderen aber sollen künftige Generationen beim Umgang mit schadstoffhaltigen Materialien im Straßenbau entlastet werden.

    Mit dieser Art der Entsorgung werden schadstoffhaltige Ausbaustoffe im Sinne eines Lebenszyklusansatzes der Straßenbauwerke aus dem Baustoffkreislauf ausgeschleust. Ziel ist es, die Aufwendungen zur Entsorgung der teer- oder pechhaltigen Ausbaustoffe bei künftigen Erneuerungsmaßnahmen der Straßen zu senken und gleichzeitig die Belastungen nachfolgender Generationen.

    Der Umgang mit pechhaltigen Straßenausbaustoffen wird in den "Brandenburgischen Technischen Richtlinien für Recycling-Baustoffe im Straßenbau, Ausgabe 2014 (BTR RC-StB 14)" geregelt. Der Geltungsbereich des Regelwerkes bleibt von den Vorgaben des Bundes bis auf weiteres unberührt; die einschlägigen technischen Regelungen finden lediglich im Bundesfern- und Landesstraßenbau keine Anwendung mehr.

    Um dem Entstehen neuer Altlasten zu begegnen, insbesondere der Umleitung von teer- oder pechhaltigem Straßenaufbruch, zum Beispiel verstärkt in Kreis- und Gemeindestraßen oder in den privaten Wegebau, ist aus Gründen der Vorsorge ein landesweit einheitliches Vorgehen sinnvoll. Den Landkreisen, kreisfreien Städten sowie den kreisangehörigen Städten und Gemeinden des Landes Brandenburg wird deshalb in Abstimmung mit dem für die Abfallwirtschaft zuständigen Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft die Anwendung des Runderlasses empfohlen.

    Seit Januar 2017 dürfen keine teer- oder pechhaltigen Straßenausbaustoffe mehr in Bundesfern- und Landesstraßen in Brandenburg wiedereingebaut werden. Mit dem Runderlass Nummer 16/2016 vom 14. November 2016 hat das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) in Abstimmung mit dem Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft die Regelungen des Bundes auch für Straßen im Land Brandenburg verbindlich eingeführt. Den Landkreisen, kreisfreien Städten und Gemeinden wird dieses Vorgehen ebenfalls empfohlen.

    Grundlage ist das Allgemeine Rundschreiben Straßenbau (ARS) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur Nummer 16/2015 vom 5. November 2015, mit dem neue Regelungen für den Umgang mit teer- oder pechhaltigen Straßenausbaustoffen für den Bereich der Bundesautobahnen und Bundesstraßen bekannt gegeben werden.

    Gemäß dem ARS sollen für Bundesfernstraßen zur Schadstoffeliminierung Verfahren der thermischen Verwertung beziehungsweise Behandlung bevorzugt vorgesehen werden. Dies betrifft allerdings auch nicht gefährliche belastete Straßenausbaustoffe. Mit Blick auf eine ausgewogene Entsorgungssituation im Land Brandenburg wird dieser Ansatz von der Umweltverwaltung kritisch eingeschätzt, da die vorhandenen Entsorgungskapazitäten im Land Brandenburg bereits durch die Entsorgung des gefährlichen Straßenaufbruchs ausgeschöpft sind. Hier sollen alternative Entsorgungswege (Deponieverwertung, oberirdische Ablagerung) genutzt werden.

    Dieser landesspezifische Weg wird von der Landesstraßenbauverwaltung bereits seit 2012 verfolgt, da seitdem ein höherer Standard bezüglich der Zuordnung der teer- oder pechhaltigen Ausbaustoffe zum gefährlichen Abfall gilt. Für die als gefährliche Abfälle einzustufenden Materialien (ab PAK-Wert größer als 100 Miligramm pro Kilogramm) kommt ein Wiedereinbau in die Bundesfern- und Landesstraßen nicht mehr in Betracht. Dies ist zum einen der Tatsache geschuldet, dass es nur noch wenige geeignete Baumaßnahmen gibt, zum anderen aber sollen künftige Generationen beim Umgang mit schadstoffhaltigen Materialien im Straßenbau entlastet werden.

    Mit dieser Art der Entsorgung werden schadstoffhaltige Ausbaustoffe im Sinne eines Lebenszyklusansatzes der Straßenbauwerke aus dem Baustoffkreislauf ausgeschleust. Ziel ist es, die Aufwendungen zur Entsorgung der teer- oder pechhaltigen Ausbaustoffe bei künftigen Erneuerungsmaßnahmen der Straßen zu senken und gleichzeitig die Belastungen nachfolgender Generationen.

    Der Umgang mit pechhaltigen Straßenausbaustoffen wird in den "Brandenburgischen Technischen Richtlinien für Recycling-Baustoffe im Straßenbau, Ausgabe 2014 (BTR RC-StB 14)" geregelt. Der Geltungsbereich des Regelwerkes bleibt von den Vorgaben des Bundes bis auf weiteres unberührt; die einschlägigen technischen Regelungen finden lediglich im Bundesfern- und Landesstraßenbau keine Anwendung mehr.

    Um dem Entstehen neuer Altlasten zu begegnen, insbesondere der Umleitung von teer- oder pechhaltigem Straßenaufbruch, zum Beispiel verstärkt in Kreis- und Gemeindestraßen oder in den privaten Wegebau, ist aus Gründen der Vorsorge ein landesweit einheitliches Vorgehen sinnvoll. Den Landkreisen, kreisfreien Städten sowie den kreisangehörigen Städten und Gemeinden des Landes Brandenburg wird deshalb in Abstimmung mit dem für die Abfallwirtschaft zuständigen Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft die Anwendung des Runderlasses empfohlen.

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