Barrierefreiheit für Wildtiere - Brandenburg vernetzt Lebensräume
Die Zerschneidung von Lebensräumen durch das bestehende Verkehrsnetz sowie die zunehmende Verkehrsdichte haben teilweise zu einer Verinselung und qualitativen Verschlechterung von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen geführt.
Daher hat das Bundeskabinett im Februar 2012 das "Bundesprogramm Wiedervernetzung" beschlossen.
Zentraler Inhalt des Programms ist ein Investitionsprogramm für den Bau von Querungshilfen im Bestand des Bundesfernstraßennetzes. Ziel ist es, die ökologische Durchlässigkeit von bestehenden Verkehrswegen zu erhöhen, um den Austausch zwischen den bislang getrennten Tierpopulationen und damit die biologische Vielfalt zu verbessern.
Die Zerschneidung von Lebensräumen durch das bestehende Verkehrsnetz sowie die zunehmende Verkehrsdichte haben teilweise zu einer Verinselung und qualitativen Verschlechterung von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen geführt.
Daher hat das Bundeskabinett im Februar 2012 das "Bundesprogramm Wiedervernetzung" beschlossen.
Zentraler Inhalt des Programms ist ein Investitionsprogramm für den Bau von Querungshilfen im Bestand des Bundesfernstraßennetzes. Ziel ist es, die ökologische Durchlässigkeit von bestehenden Verkehrswegen zu erhöhen, um den Austausch zwischen den bislang getrennten Tierpopulationen und damit die biologische Vielfalt zu verbessern.
Brandenburg baut neun Querungshilfen
Für Brandenburg ist der Bau von neun Querungshilfen in dem Programm vorgesehen.
Im Vorgriff auf das Bundesprogramm hatte Brandenburg bereits fünf Grünbrücken im Rahmen des im Januar 2009 von der Bundesregierung beschlossenen Konjunkturpaketes zur Stärkung der Wirtschaft (KP II-Programm) geplant und zügig realisiert:
- An der A 9 bei Niemegk, Baujahr 2011
- An der A 13 bei Teupitz/Tornow, Baujahr 2011
- An der A 12 bei Kersdorf (Briesen), Baujahr 2012
- An der A 11 bei Melzow, Baujahr 2014
- An der A 9 bei Beelitz, Baujahr 2018
Alle Grünbrücken wurden durch das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE), Forschungsstelle für Wildökologie und Jagdwirtschaft, einem Monitoring unterzogen. Für die Dauer von i.d.R. zehn Jahren erfolgte eine permanente Videoüberwachung mit Infrarotkamera von Groß- und Mittelsäugern. Die erfolgreiche Annahme der Grünbrücken durch die Wildtiere konnte so eindrucksvoll nachgewiesen werden.
Im Herbst 2025 wurde die erste Grünbrücke aus dem Bundesprogramm Wiedervernetzung an der A 2 bei Wenzlow errichtet. Sie überspannt auch die parallel verlaufende L 93. Baulastträger ist die Autobahn GmbH des Bundes (AdB). Sie hat am 01. Januar 2021 Planung, Bau und Betrieb der Autobahnen übernommen.
Für Brandenburg ist der Bau von neun Querungshilfen in dem Programm vorgesehen.
Im Vorgriff auf das Bundesprogramm hatte Brandenburg bereits fünf Grünbrücken im Rahmen des im Januar 2009 von der Bundesregierung beschlossenen Konjunkturpaketes zur Stärkung der Wirtschaft (KP II-Programm) geplant und zügig realisiert:
- An der A 9 bei Niemegk, Baujahr 2011
- An der A 13 bei Teupitz/Tornow, Baujahr 2011
- An der A 12 bei Kersdorf (Briesen), Baujahr 2012
- An der A 11 bei Melzow, Baujahr 2014
- An der A 9 bei Beelitz, Baujahr 2018
Alle Grünbrücken wurden durch das Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde (LFE), Forschungsstelle für Wildökologie und Jagdwirtschaft, einem Monitoring unterzogen. Für die Dauer von i.d.R. zehn Jahren erfolgte eine permanente Videoüberwachung mit Infrarotkamera von Groß- und Mittelsäugern. Die erfolgreiche Annahme der Grünbrücken durch die Wildtiere konnte so eindrucksvoll nachgewiesen werden.
Im Herbst 2025 wurde die erste Grünbrücke aus dem Bundesprogramm Wiedervernetzung an der A 2 bei Wenzlow errichtet. Sie überspannt auch die parallel verlaufende L 93. Baulastträger ist die Autobahn GmbH des Bundes (AdB). Sie hat am 01. Januar 2021 Planung, Bau und Betrieb der Autobahnen übernommen.
Die älteste Grünbrücke Brandenburgs
Die erste und älteste Grünbrücke Brandenburgs wurde 2005 an der A 11 östlich Parlow errichtet. Sie verknüpft fast 70 Jahre lang getrennte Habitate wieder miteinander. Das dort vorgenommene Monitoring zeigt mit über 47.000 Tierquerungen in neun Jahren eindrucksvoll, wie rasch und erfolgreich die verschiedenen Tierartengruppen die Querungshilfe angenommen haben. Auch ein Wolf wurde hier bereits vor einigen Jahren von der Kamera eingefangen, auf der Grünbrücke über die A 13 wurde eine Elchkuh mit Kalb gesichtet.
Die erste und älteste Grünbrücke Brandenburgs wurde 2005 an der A 11 östlich Parlow errichtet. Sie verknüpft fast 70 Jahre lang getrennte Habitate wieder miteinander. Das dort vorgenommene Monitoring zeigt mit über 47.000 Tierquerungen in neun Jahren eindrucksvoll, wie rasch und erfolgreich die verschiedenen Tierartengruppen die Querungshilfe angenommen haben. Auch ein Wolf wurde hier bereits vor einigen Jahren von der Kamera eingefangen, auf der Grünbrücke über die A 13 wurde eine Elchkuh mit Kalb gesichtet.