Wichtiger Lückenschluss in Senftenberg: Die Erneuerung der Bahnhofstraße ist abgeschlossen
- Erschienen am - PresemitteilungInfrastrukturstaatssekretär Volker-Gerd Westphal hat gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Landkreises Oberspreewald-Lausitz sowie der Stadt Senftenberg die Bahnhofstraße symbolisch für den Verkehr freigegeben. Mit der grundhaften Erneuerung der Straße werden die Verkehrsverhältnisse sowie die Verkehrssicherheit und Barrierefreiheit rund um den Bahnhof deutlich verbessert. Das Land Brandenburg hat das Vorhaben mit rund 854.000 Euro gefördert.
Volker-Gerd Westphal, Staatssekretär für Infrastruktur und Landesplanung: „Geschafft! Es geht voran. Das Land Brandenburg hat in Senftenberg bereits wichtige Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur unterstützt. Mit der Freigabe des zweiten Bauabschnitts der Bahnhofstraße wird nun das letzte fehlende Stück zwischen der ausgebauten Calauer Straße und der erneuerten Eisenbahnüberführung geschlossen. Wie es immer so ist, waren auch diese Bauarbeiten für die Anwohnerinnen und Anwohner mit Einschränkungen verbunden. Es war viel Geduld erforderlich. Umso mehr ist es jetzt eine gute Nachricht, dass dieser wichtige Lückenschluss nun auch vollendet ist und die Verbesserungen im Alltag spürbar werden. Kurzgefasst: Die Maßnahme verbessert insgesamt die Verkehrsverhältnisse, erhöht die Sicherheit und schafft mehr Barrierefreiheit für alle Verkehrsteilnehmenden. Zugleich wird die Verbindung zwischen Straße und Schiene weiter gestärkt. Der Bahnhof ist für Pendlerinnen und Pendler künftig wieder besser erreichbar, sodass der Umstieg vom Auto oder Fahrrad auf den Nahverkehr erleichtert wird.“
Alexander Erbert, Landrat des Landkreises Oberspreewald-Lausitz: „Mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrt Senftenberg verbessern wir die Verkehrsverhältnisse für alle Verkehrsteilnehmer. Nach Abschluss der Baumaßnahmen der Deutschen Bahn und mit der Freigabe unserer anschließenden Baumaßnahme ist unsere Kreisstadt wieder aus allen Himmelsrichtungen auf dem direkten Weg erreichbar. Besonders wichtig war uns dabei, die Verkehrssicherheit auf dieser wichtigen Streckenführung durch getrennte Rad- und Gehwege zu erhöhen. Durch die gute Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und der Stadt Senftenberg und dank der finanziellen Unterstützung durch das Land konnten wir die Baumaßnahme durchführen und planmäßig fertigstellen, sodass nun die Menschen vor Ort genauso wie Besucherinnen und Besucher des Lausitzer Seenlandes langfristig von der Infrastruktur profitieren.“
Andreas Pfeiffer, Bürgermeister der Stadt Senftenberg/Zły Komorow: "Mit der Bahnhofstraße ist die Achse vom Bahnhof in die Stadt endlich durchgehend fertig: sicher, barrierefrei und ein guter Eingang für alle, die mit dem Zug nach Senftenberg kommen. Jeder in Senftenberg erinnert sich, wie oft an der tiefsten Stelle unter der Bahnbrücke das Wasser stand und die Durchfahrt zur Pfütze wurde. Mit den neuen Regenwasserkanälen ist damit Schluss, dank der gemeinsamen Arbeit von Landkreis, Deutscher Bahn und Stadt. Die Stadt hat bereits die Planungsleistungen für das Bahnhofsquartier vergeben. Damit nimmt auch die Neugestaltung des Bahnhofsumfelds Fahrt auf. Ich danke allen Beteiligten, den Anwohnerinnen und Anwohnern für ihre Geduld und dem Land für die Förderung."
Die Baumaßnahme wurde als Gemeinschaftsprojekt des Landkreises Oberspreewald-Lausitz und der Stadt Senftenberg umgesetzt. Die Bahnhofstraße (K 6612) verbindet die B 96/B 169 östlich von Senftenberg mit der L 55 bei Meuro. Auf einer Länge von 200 Metern wurde die Fahrbahn grundhaft erneuert und beidseitig durch asphaltierte Radwege sowie gepflasterte Gehwege ergänzt. Außerdem wurden die Regenwasserkanäle und die Ampelanlage erneuert. Tastbare Bodenindikatoren an Einmündungen und Querungsstellen erleichtern blinden und sehbehinderten Menschen die Orientierung. Die abgesenkte Fahrbahn im Anschluss an die Bahnbrücke gewährleistet die erforderliche Durchfahrtshöhe.
Dieser zweite Bauabschnitt schließt an den bereits 2016 und 2017 ausgebauten ersten Abschnitt der Calauer Straße sowie an die erneuerte Eisenbahnüberführung an und stellt damit einen wichtigen Lückenschluss dar. Das Land Brandenburg hat alle drei zusammenhängenden Vorhaben mit insgesamt rund 4,23 Millionen Euro gefördert: den Ausbau der Calauer Straße mit rund 395.000 Euro, die Erneuerung der Eisenbahnüberführung mit rund 2,98 Millionen Euro sowie den nun freigegebenen zweiten Bauabschnitt der Bahnhofstraße mit rund 854.000 Euro. Die Förderung des zweiten Bauabschnitts erfolgte nach der Richtlinie zur Förderung des kommunalen Straßenbaus (Rili KStB Bbg 2024) mit 75 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben. Die Gesamtkosten des zweiten Bauabschnitts lagen bei rund 1,14 Millionen Euro.