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Brandenburgs Landesstraßen: Erhaltungsprogramm läuft an

- Erschienen am 29.05.2026 - Presemitteilung Presseinformation

Die Landesstraßen in Brandenburg weisen auf vielen Abschnitten einen erheblichen Erhaltungsbedarf auf. Das Land Brandenburg startet ein ergänzendes Erhaltungsprogramm für besonders geschädigte Landesstraßen. Damit werden Schritt für Schritt geschädigte Abschnitte im Bestand substanzverbessernd saniert.

Infrastrukturminister Robert Crumbach: „Der Zustand vieler Landesstraßen in Brandenburg ist nicht zufriedenstellend, das sehen die Menschen täglich – und das blenden wir nicht aus. Deshalb setzen wir auf einen planvollen und priorisierten Erhalt der belasteten und geschädigten Abschnitte. Mit dem Erhaltungsprogramm schaffen wir einen klaren Rahmen, um die vorhandenen Mittel gezielt dort einzusetzen, wo der Bedarf am größten ist, und Schritt für Schritt die Substanz des Landesstraßennetzes zu stärken.“

Das ergänzende Erhaltungsprogramm kann nun in die konkrete Umsetzung gehen. Wichtige vorbereitende Schritte sind abgeschlossen, zentrale Ingenieurleistungen vergeben und die beauftragten Fachbüros bereiten die Planung vor. Erste Voruntersuchungen liegen vor und die ersten Maßnahmen für das Programmjahr 2026 können umgesetzt werden.

Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg verwaltet rund 5.520 Kilometer Landesstraßen. Nach den Ergebnissen der Zustandserfassung und -bewertung 2023 befinden sich rund 65 Prozent der Landesstraßen in einem substanziell erhaltungsbedürftigen Zustand. Nahezu zwei von drei Bestandskilometern haben den Warn- oder Schwellenwert überschritten.

Viele der bislang noch nicht grundhaft sanierten Fahrbahnen haben ihre Nutzungsdauer seit längerem erreicht und müssen an die heutigen Verkehrsbelastungen angepasst werden. In den zurückliegenden Jahren konnten mit den verfügbaren Mitteln vielfach vor allem oberflächenbezogene Maßnahmen umgesetzt werden; bei stärker geschädigten Straßen reichen solche Eingriffe auf Dauer jedoch nicht aus.

Ziel des ergänzenden Erhaltungsprogramms ist es, in den Jahren 2026 bis 2030 mit dem regulären Bauprogramm insgesamt bis zu 520 Kilometer besonders erhaltungsbedürftiger Landesstraßen zusätzlich substanzverbessernd im Bestand zu erhalten. Die Auswahl der Maßnahmen erfolgt nach fachlichen Kriterien. Grundlage sind die Ergebnisse der Zustandserfassung und -bewertung. 

Für das Programm sollen nach aktueller Planung im Jahr 2026 Mittel in Höhe von zehn Millionen Euro vorgesehen werden; in den Jahren 2027 bis 2030 können jeweils 45 Millionen Euro umgesetzt werden. Die Voraussetzung für die vollständige Umsetzung des Programms ist eine entsprechende Absicherung im Landeshaushalt.

Das Land Brandenburg setzt damit auf einen langfristigen, priorisierten Erhaltungsansatz. Ziel ist es, die vorhandenen Mittel möglichst wirksam einzusetzen und auf den geschädigten Strecken eine Trendumkehr beim Straßenzustand einzuleiten.

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Ident-Nr
Presseinformation
Datum
29.05.2026