Machbarkeitsstudie zur Reaktivierung der Bahnstrecke Neustadt (Dosse) – Neuruppin West vorgestellt
- Erschienen am - PresemitteilungDas Untersuchungsergebnis der Machbarkeitsstudie zur möglichen Reaktivierung der Bahnstrecke Neustadt (Dosse) – Neuruppin West für den SPNV liegt nun vor und wurde heute in Neuruppin vorgestellt. Die Untersuchung wurde im Auftrag des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) durch den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) sowie die Gutachter TransportTechnologie-Consult Karlsruhe GmbH (TTK) und PTV TransportConsult GmbH (PTV) durchgeführt.
Robert Crumbach, Minister für Infrastruktur und Landesplanung: „Die Machbarkeitsstudie zeigt: Reaktivierungen im ländlichen Raum können ein wichtiger Baustein für bessere Mobilität und mehr Klimaschutz sein, sie sind aber kein Selbstläufer. Wir prüfen jede Strecke sorgfältig, damit jeder investierte Euro im Schienenverkehr möglichst vielen Menschen nützt. Für die positiv bewerteten Strecken bleibt dann jedoch die Herausforderung, auch die Umsetzung finanziell abzusichern.“
Mit dem jetzt vorliegenden positiven Untersuchungsergebnis der Strecke Neustadt (Dosse) – Neuruppin West liegt ein weiteres Ergebnis zu dem seit Jahren diskutierten Reaktivierungsprojekt vor. Die Untersuchung macht deutlich, dass eine Wiederaufnahme des Regionalverkehrs eine realistische Chance haben kann.
Für die Strecke Neustadt (Dosse) – Neuruppin West wurden mehrere Varianten mit unterschiedlichen Betriebskonzepten untersucht: eine Durchbindung einer aus Richtung Kremmen kommenden Linie über Neuruppin West nach Neustadt (Dosse), eine Pendelverbindung zwischen Neuruppin West und Neustadt (Dosse) sowie eine Verlängerung einer in Neuruppin West endenden Linie bis zum ehemaligen Bahnhof Wildberg. Vom Gutachter wird die Weiterbetrachtung der Pendelverbindung zwischen Neuruppin West und Neustadt (Dosse) empfohlen. Die Förderwürdigkeit wird in einer anschließenden Nutzen-Kosten-Untersuchung geprüft.
Das Land Brandenburg verfolgt ein standardisiertes Verfahren zur Prüfung stillgelegter SPNV-Strecken. Grundlage für eine Förderung von Planungs- und Baukosten durch Bund und Land ist der Nachweis eines volkswirtschaftlichen Nutzens gemäß dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG). Für den Betrieb reaktivierter Strecken ist perspektivisch eine Erhöhung der Regionalisierungsmittel durch den Bund erforderlich.
Die Ergebnisse werden den regionalen Akteuren vor Ort vorgestellt. Die Abschlussberichte werden auf der Webseite des MIL (Verlinkung am Ende der Pressemitteilung) veröffentlicht. Weitere Machbarkeitsstudien für zusätzliche Strecken befinden sich derzeit in Bearbeitung. Ergebnisse werden im laufenden Jahr erwartet.
Laufende Untersuchungen zur Reaktivierung von SPNV-Strecken:
- Wustermark – Ketzin
- Rathenow – Rathenow Nord
- Müncheberg (Mark) – Müncheberg (Mark) Stadt
- Schmachtenhagen – Oranienburg
- Luckau-Uckro – Lübben (Spreewald)/ Lubin (Błota)
- Falkenberg (Elster) – Herzberg (Elster) Stadt
Link zu Ergebnisberichten: https://mil.brandenburg.de/mil/de/themen/mobilitaet-verkehr/bahnen-busse/infrastrukturmassnahmen/strecken-und-haltereaktivierung/
Die Machbarkeitsstudie finden Sie unten im Downloadbereich!