Nachhaltiges Planen und Bauen in Brandenburg – Kooperationsvereinbarung wird verlängert
- Erschienen am - PresemitteilungZum 10. Mal haben das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL), die Brandenburgische Ingenieurkammer und die Brandenburgische Architektenkammer zum Tag des nachhaltigen Planens und Bauens eingeladen. Der Fokus der Veranstaltung lag auf dem Thema „Umbaukultur als Zukunftsstrategie: Bestand nutzen, Ressourcen schonen“. Bauminister Robert Crumbach begrüßte die Teilnehmenden und unterzeichnete gemeinsam mit den Präsidenten der beiden Kammern, Andreas Rieger und Matthias Krebs die Änderungsvereinbarung der Kooperationsvereinbarung „Nachhaltiges Planen und Bauen in Brandenburg“. Damit wird der Rahmen für die weitere gemeinsame Durchführung des Brandenburgischen Tags des nachhaltigen Planens und Bauens und für den kontinuierlichen fachlichen Austausch mit Akteuren aus Planung, Verwaltung, Wissenschaft und Bauwirtschaft geschaffen.
Bauminister Robert Crumbach: „Nachhaltiges Planen und Bauen und Klimaschutz sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Mit der Verlängerung der Kooperationsvereinbarung bis Ende 2028 werden wir die Akteure des Bau- und Siedlungswesens auch weiterhin dabei unterstützen, geeignete Lösungen und Wege für Nachhaltigkeit beim Bauen zu finden. Darüber hinaus wollen wir den fachlichen Austausch fördern. Im Mittelpunkt der Tagung stand die Umbaukultur. Das heißt für uns, Bestand und Neubau gehören zusammen; Erhalt, Sanierung und die Umnutzung vorhandener Bausubstanz sind ressourcenschonend; Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit müssen zusammengedacht werden. Wir wollen das Bauen im Land erleichtern und haben die Bauordnung novelliert, um Verfahren zu vereinfachen und zu beschleunigen. Damit ermöglichen wir die Schaffung von Wohnraum und die wirtschaftliche Entwicklung im Land Brandenburg. “
Andreas Rieger, Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer: "Der 10. Tag des Nachhaltigen Planens und Bauens steht unter dem Leitthema ‚Umbaukultur als Zukunftsstrategie: Bestand nutzen, Ressourcen schonen‘. Damit geht er zentrale Themen der Umsetzung des nachhaltigen Planens und Bauens an. Mit Theorie und Praxis, mit grundlegenden Konzepten zum Umbau des Bauwesens und mit baulichen Realisierungen zeigt der Tag, dass pragmatische Lösungen schon heute vorliegen. Mit ‚ReBuilt Berlin Brandenburg, Wege zur regenerativen Ressourcenregion‘ hat das Bauhaus der Erde ein umfassendes Rezeptbuch zum notwendigen Umbau des Bauwesens vorgelegt. Der Umbau der Grundschule Wilhelm Gentz in Neuruppin ist ein hervorragendes Beispiel der Nutzung bestehender Strukturen. Mit der Breite der Themen zeigt die Kooperation von Brandenburgischer Architektenkammer, Brandenburgischer Ingenieurkammer und Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung wieder, dass die Wege und Herausforderungen zu mehr Nachhaltigkeit vielfältig sind."
Matthias Krebs, Präsident der Brandenburgischen Ingenieurkammer: „Weiterbauen statt wegwerfen – darin liegt ein großer Teil der Zukunft des Bauens. Wenn wir bestehende Gebäude erhalten, Baustoffe wiederverwenden und zugleich modulare und serielle Bauweisen klug einsetzen, können wir Ressourcen schonen und trotzdem wirtschaftlich bauen. Dafür braucht es vor allem eines: gute Planung und die Ingenieurkompetenz, aus neuen Ansätzen praxistaugliche Lösungen zu machen.“
Der 10. Brandenburgische Tag des nachhaltigen Planens und Bauens richtete sich insbesondere an Architektinnen und Architekten, Ingenieure und Ingenieurinnen sowie Beschäftigte aus den Bau- und Planungsämtern der Kommunen. Die gemeinsame Veranstaltung des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung der Brandenburgischen Ingenieurkammer und der Brandenburgischen Architektenkammer widmet sich den Chancen und Herausforderungen einer nachhaltigen Weiterentwicklung des Gebäudebestands. Im Mittelpunkt standen Fachvorträge zum zirkulären Bauen, zum modularen und seriellen Bauen und Umbauen, zur Wiederverwendung von Baumaterialien, zu innovativen Umbau- und Sanierungskonzepten sowie ressourcenschonenden Bauweisen. Als Praxisbeispiel wurde der Umbau der „Grundschule Wilhelm Gentz“ in Neuruppin vorgestellt. Damit hat die Veranstaltung eine Plattform geboten, um neue Impulse für eine zukunftsfähige Baupraxis in Brandenburg zu diskutieren und Erfahrungen aus Wissenschaft, Planung, Verwaltung und Bauwirtschaft zusammenzuführen.
Kooperationsvereinbarung „Nachhaltiges Planen und Bauen in Brandenburg“
Die im Jahr 2014 zwischen dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, der Brandenburgischen Architektenkammer und der Brandenburgischen Ingenieurkammer geschlossene Kooperationsvereinbarung „Nachhaltiges Planen und Bauen in Brandenburg“ wurde im Jahr 2022 erstmals verlängert und soll nun fortgesetzt werden. Die Laufzeit verlängert sich um zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2028. Die bestehende Kooperationsvereinbarung wird inhaltlich weitgehend unverändert fortgeführt werden, weil sich die Zusammenarbeit der drei Partner bewährt hat und die entsprechenden Angebote gute Resonanz erfahren. Die Änderungsvereinbarung wurde im Rahmen der Veranstaltung durch Minister Robert Crumbach, dem Präsidenten der Brandenburgischen Architektenkammer Andreas Rieger sowie dem Präsidenten der Brandenburgischen Ingenieurkammer Matthias Krebs unterzeichnet.
Ziel der gemeinsamen Initiative ist es weiterhin, das Bewusstsein für nachhaltiges Planen und Bauen zu stärken und die Akteure des Bau- und Siedlungswesens dazu aufzufordern, wirtschaftlich vertretbare, sozial verträgliche und kulturell akzeptable Lösungen und Wege zu finden, die das nachhaltige Planen und Bauen stärken. Die Kooperationspartner vereinbaren hierzu eine regelmäßige Zusammenarbeit. Hauptprojekt der gemeinsamen Initiative ist der Brandenburgische Tag des nachhaltigen Planens und Bauens. Darüber hinaus wollen die Partner weitere Institutionen und Verbände einbinden, insbesondere die Bundesstiftung Baukultur, Verbände der Bau- und Wohnungswirtschaft.