L 54 in Vetschau nach zweijährigem Ausbau wieder freigegeben
- Erschienen am - PresemitteilungNach rund zweijähriger Bauzeit ist die Landesstraße L 54 in Vetschau/Spreewald (Wětošow/Błota) wieder für den Verkehr freigegeben. Infrastrukturminister Robert Crumbach, Bürgermeister Chris Mielchen und Mike Koehler, Vorsitzender des Vorstands des Landesbetriebs Straßenwesen, eröffneten die erneuerte Ortsdurchfahrt am Mittwoch, 19. August 2026. Die Bauarbeiten hatten im Juni 2024 begonnen. Damit endet auch die Vollsperrung der Juri-Gagarin-Straße.
Der grundhafte Ausbau umfasste einen 1,3 Kilometer langen Abschnitt der Wilhelm-Pieck-Straße und der Juri-Gagarin-Straße. Die Fahrbahn wurde vollständig neu aufgebaut. Am Knotenpunkt beider Straßen entstand ein Kreisverkehr. Zudem wurden Geh- und Radwege, Querungsstellen, zwei Bushaltestellen und die Straßenentwässerung erneuert. Die Baukosten betragen insgesamt rund 7,8 Millionen Euro. Davon trägt das Land Brandenburg rund 4 Millionen Euro, die Stadt Vetschau/Spreewald rund 3,8 Millionen Euro.
Robert Crumbach, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Bei Investitionen in Straßen, Rad- oder Gehwege geht es immer auch um mehr Sicherheit und Lebensqualität in unseren Städten und Gemeinden. Ich freue mich, dass das Land Brandenburg die Stadt Vetschau bei der Umsetzung dieses Zieles unterstützen konnte. Mit der Verkehrsfreigabe für die Ortsumfahrung endet eine lange Zeit mit Einschränkungen für die Menschen. Die Ortsdurchfahrt ist nun übersichtlicher und sicherer gestaltet. Davon profitieren insbesondere Menschen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Zugleich bleibt die L 54 eine leistungsfähige Verbindung für den täglichen Verkehr.“
Die bisherigen Betonplatten und das Großpflaster wurden durch eine Asphaltdecke ersetzt. Diese soll den Verkehrslärm verringern. Auf beiden Seiten der Straße stehen nun durchgängige Anlagen für den Fußverkehr zur Verfügung. Neue Querungsstellen erleichtern das Überqueren der viel befahrenen Landesstraße. Auch Engstellen für Radfahrende wurden beseitigt.
Mike Koehler, Vorsitzender des Vorstands des Landesbetriebs Straßenwesen: „Wir haben nicht nur die Fahrbahn erneuert, sondern den gesamten Straßenraum neu geordnet. Die neuen Querungshilfen verbessern die Bedingungen für Fußgängerinnen und Fußgänger. Radfahrende haben mehr Platz und können künftig auch die Fahrbahn nutzen. Gleichzeitig wurden die Entwässerung und zahlreiche Leitungen erneuert. Damit leisten wir auch einen wertvollen Beitrag für die Aufenthaltsqualität für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort.“
Bürgermeister Chris Mielchen: „Die zeitliche Punktlandung bei der Freigabe unserer Ortsdurchfahrt zeigt, was durch eine starke Zusammenarbeit möglich ist. Mein besonderer Dank gilt dem Landesbetrieb Straßenwesen als Vorhabenträger sowie dem Land Brandenburg für die Bereitstellung der finanziellen Mittel und allen beteiligten Bauunternehmen sowie den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Geduld während der Bauphase. Mit dieser umfassenden Sanierung der Ortsdurchfahrt schaffen wir eine moderne und sichere Verbindung sowie eine nachhaltige Stärkung unserer gesamten Region als Tor zum Spreewald.“
Im Zuge der Arbeiten entstanden rund 2,6 Kilometer Geh- und Radwege sowie ein 1,4 Kilometer langer Regenwasserkanal. Für den neuen Kreisverkehr wurden unter anderem Leitungen für Fernwärme, Gas, Trinkwasser, Strom und Telekommunikation verlegt. Die Gas- und Trinkwasserleitungen wurden entlang der gesamten Baustrecke neu gebaut. Nach der Verkehrsfreigabe sind noch Pflasterarbeiten an den Gehwegen am Ende der Baustrecke vor der Bahnhofstraße vorgesehen.