Unterspreewald: Erstes Fließ wieder freigegeben
- Erschienen am - PresemitteilungIm Unterspreewald ist ein erster Abschnitt der wegen des massiven Befalls mit Eichenprozessionsspinnern gesperrten Gewässer wieder für den Bootsverkehr freigegeben. Das Landesamt für Bauen und Verkehr (LBV) hebt die Sperrung für den Puhlstrom von der Spree bis zum Krausnicker Strom auf. Damit ist ab sofort wieder eine erste Rundtour für Paddlerinnen, Paddler und Kahnfahrten im Bereich Schlepzig möglich.
Infrastrukturminister Robert Crumbach: „Wir haben im Unterspreewald schnell gehandelt und die Sperrungen konsequent dort angeordnet, wo die Sicherheit nicht mehr gewährleistet war. Ebenso konsequent geben wir jetzt den ersten wichtigen Abschnitt wieder frei: Mit dem Puhlstrom ist eine zentrale Route rund um Schlepzig wieder befahrbar. Der Unterspreewald gehört zu den schönsten Kanu- und Kahnrevieren Brandenburgs – mit der jetzt möglichen Rundtour können Gäste diese besondere Landschaft wieder intensiv entdecken.“
Umweltministerin Hanka Mittelstädt: „Die sehr starke Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners im Spreewald, die wir in diesem Jahr erleben, kam in dieser Dimension unerwartet und war so nicht vorhersehbar. Der Forstbetrieb arbeitet mit Hochdruck daran, dass die einzelnen Wasserwege, die aus Sicherheitsgründen kurzfristig gesperrt werden mussten, schnell Stück für Stück wieder freigegeben werden können. Gefährliche Äste und Bäume werden entfernt, die betroffenen Fließe intensiv geprüft. Ausflüge und Paddeltouren sind möglich. Der Spreewald ist und bleibt ein attraktives Ausflugziel.“
Die Teilaufhebung der Sperrung geht auf einen Antrag des Landesamtes für Umwelt (LfU) zurück. Der verkehrssicherungspflichtige Eigentümer, vertreten durch den Landesbetrieb Forst Brandenburg, hat entlang des betroffenen Abschnitts Gefahrenbäume beseitigt. Eine aktuelle Kontrolle des LfU hat ergeben, dass im Unterhaltungsprofil ein verkehrssicherer Zustand besteht.
Die übrigen schifffahrtsrechtlich gesperrten Gewässerabschnitte im Unterspreewald bleiben vorerst geschlossen. Der Forstbetrieb setzt dort die Arbeiten zur Gefahrenbeseitigung fort; weitere Teilaufhebungen der Sperrungen sind angekündigt, sobald die Verkehrssicherheit hergestellt ist.
Die an dem jetzt freigegebenen Fließ angebrachten Schifffahrtszeichen zur Sperrung werden entfernt; alle weiteren Sperrzeichen im Unterspreewald behalten ihre Gültigkeit. Das Infrastrukturministerium bittet Touristinnen und Touristen sowie örtliche Anbieter, die Kennzeichnungen strikt zu beachten und nur die freigegebenen Routen zu nutzen.