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Planung für Ortsumgehung Lübben wird nicht fortgesetzt - Wirtschaftliche, umweltfachliche und verkehrliche Aspekte ausschlaggebend

- Erschienen am 11.02.2026 - Presemitteilung Presseinformation

In Abstimmung mit dem Bundesministerium für Verkehr und dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung wurde entschieden, die Planung der Ortsumgehung Lübben im Zuge der Bundesstraße B 87n zunächst nicht weiterzuführen. Der aktuelle Projektstand wurde heute im Rahmen des 8. Projektbegleitenden Arbeitskreises im Rathaus Lübben vorgestellt. Einfluss auf die Entscheidung hatten auch die durch das Vorhaben zu erwartenden Umweltbeeinträchtigungen.

Die Bund/Länder-Projektgesellschaft DEGES hatte im Auftrag des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung eine Vorentwurfsplanung für die Ortsumgehung Lübben erarbeitet und eine verkehrswirtschaftliche Bewertung des Projekts vorgenommen. Im Ergebnis wird die Projektwirtschaftlichkeit aufgrund der erheblich gestiegenen Projektkosten als grenzwertig eingeschätzt. Der Projektnutzen – etwa die Verbesserung von Reisezeiten, der Verkehrssicherheit und der Betriebskosten – überwiegt nur minimal die Kosten von derzeit rund 140 Millionen Euro. 

Zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit hatte die DEGES technische Anpassungen untersucht und in die Planungen eingebracht. Dazu gehören beispielsweise eine veränderte Trassenführung im Bereich der Spreeaue zur Minimierung der Erdarbeiten in Bereichen mit gering tragfähigem Baugrund, die Verringerung von Bauwerksabmessungen und der Verzicht auf Wirtschaftswegebrücken durch die Anpassung des rückwärtigen Wegenetzes. Die Optimierungspotenziale im Hinblick auf die Kosten sind mit den getroffenen Änderungen der Planung ausgeschöpft.

Einfluss auf die Entscheidung hatten auch die durch das Vorhaben zu erwartenden Umweltbeeinträchtigungen, insbesondere durch die erforderlichen Eingriffe in das Biosphärenreservat Spreewald. Zudem wurden in den vergangenen Jahren in der Ortslage Lübben bereits erhebliche Anstrengungen zum Straßenausbau und zur Verbesserung der Verkehrssituation unternommen.

Detlef Tabbert, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Die Bauwürdigkeit des Vorhabens ist im Ergebnis der Entwurfsplanung gering. Der Bedarf für eine Ortsumgehung Lübben ist außerdem zurückgegangen. Die freiwerdenden Planungsmittel werden anderen Infrastrukturprojekten im Land Brandenburg zugutekommen.“

Parallel dazu wird der Landesbetrieb Straßenwesen die Umsetzung weiterer Möglichkeiten zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in den Ortsdurchfahrten von Lübben prüfen.

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Ident-Nr
Presseinformation
Datum
11.02.2026