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MIL - Zukunft vor Ort: Infrastrukturminister Crumbach besucht Oranienburg

- Erschienen am 09.09.2026 - Presemitteilung Presseinformation
In Oranienburg informiert sich der Minister über das umfangreiche Klimaschutzkonzept der Stadt. Unter anderem besuchte er die Kita Baumhaus. © MIL

Im Rahmen des neuen Veranstaltungsformates „MIL - Zukunft vor Ort“ besucht Brandenburgs Infrastrukturminister Robert Crumbach heute zusammen mit den Bündnispartnern des Klimabündnisses Stadtentwicklung Brandenburg die Stadt Oranienburg (Landkreis Oberhavel). Zusammen mit dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) und der Landesgruppe Berlin-Brandenburg des Verbands kommunaler Unternehmen e. V. (VKU) informiert sich der Minister über das umfangreiche Klimaschutzkonzept der Stadt. Im Fokus des Termins stehen die Besichtigung des „Langen Parks“ sowie der Kita Baumhaus. Schwerpunkte sind hierbei die Umgestaltung des öffentlichen Raums, die Schaffung klimaresilienter Aufenthaltsorte im Rahmen der Anpassung von Freiräumen an die Folgen des Klimawandels sowie nachhaltiges Bauen.  

Infrastrukturminister Robert Crumbach: „Oranienburg hat in den vergangenen Jahren viel erreicht. Die erfolgreiche Stadtsanierung kann man auch dank der Kombination verschiedener Fördermittel von der Europäischen Union, von Bund und Land überall in der Stadt sehen. Die Stadt zeigt, wie zukunftsorientierte Stadtentwicklung in Brandenburg gelingen kann. Mit dem Ziel, bereits bis 2040 klimaneutral zu werden, verfolgt die Stadt einen ambitionierten und zugleich praxisnahen Weg. Dass das integrierte, energetische Quartierskonzept gemeinsam mit den Anwohnenden entwickelt und umgesetzt wird, unterstreicht: Erfolgreicher Klimaschutz entsteht dort, wo langfristige Ziele mit der aktiven Beteiligung der Menschen vor Ort verbunden werden. Dass wir dabei in unseren Anstrengungen für Klimaanpassung und Klimaschutz nicht nachlassen dürfen, haben uns die jüngsten Hitzewellen in diesem Sommer, Niedrigwasser und verheerende Waldbrände in Teilen Deutschlands und Europas gezeigt.“

Die insgesamt 47 Vorhaben des Klimaschutzkonzepts der Stadt Oranienburg umfassen alle zentralen Bereiche des städtischen Lebens – von Verkehr sowie Strom- und Wärmeversorgung bis hin zur Stadtentwicklung. Zwei wichtige Bausteine sind die kommunale Wärmeplanung, die 2026 beschlossen wurde, sowie die schrittweise Umstellung auf erneuerbare Energien durch die Stadtwerke. 

Städtebauförderung unterstützt

Während der heutigen Reise des Klimabündnisses Stadtentwicklung ist der Besuch eines beispielhaften Quartiers in der Weißen Stadt / Walther-Bothe-Straße vorgesehen, in welcher Sanierung und Neubau durch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten sowie ambitionierte Ziele im Klimaschutz und bei der Klimaanpassung in der Stadtentwicklung erfolgreich umgesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen hier klimaresiliente Aufenthalts- und Grünräume, nachhaltiges Bauen und Klimaanpassung. Hier leistet auch das Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ einen wichtigen Beitrag. Vorhaben in der „Weißen Stadt“ sowie der komplette Neubau der Kita Baumhaus wurden mit Mitteln aus der Wohnraumförderung oder der Städtebauförderung unterstützt. 

Die ebenfalls besuchte Kita „Baumhaus“ war 2023 eingeweiht worden. Das Vorhaben wurde in Holzbauweise errichtet. Bund und Land hatten rund 2,3 Millionen Euro aus dem Bund-Länderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung “ beziehungsweise „Stadtumbau“ zur Verfügung gestellt. 

Thoralf Uebach, Vorsitzender der Landesgruppe Berlin-Brandenburg des Verbands kommunaler Unternehmen e.V. (VKU): „Das Quartier „Weiße Stadt / Walther-Bothe-Straße“ zeigt, was möglich ist, wenn Stadtwerke, Wohnungswirtschaft, Kommune und Stadtplanung partnerschaftlich an einem Strang ziehen. Genau diesen Ansatz verfolgt auch das Klimabündnis Stadtentwicklung Brandenburg. Oranienburg hat sich ambitionierte Ziele für Klimaschutz und Klimaanpassung gesetzt. Damit eine solche Transformation vor Ort gelingen kann, braucht es neben dem engen Zusammenspiel aller Beteiligten verlässliche Rahmenbedingungen sowie eine langfristige und auskömmliche Förderung von Bund und Ländern. Stadtwerke müssen ihre Investitionen in die Energie- und Wärmewende in den kommenden Jahren massiv steigern. Der Förderstopp beim KfW-Programm 432 hat gezeigt, wie Planungssicherheit verloren geht, wenn bewährte Programme kurzfristig wegfallen. Gerade für die kommunalen Energieversorger sind jedoch langfristig verlässliche Förderbedingungen entscheidend, um die Wärmewende vor Ort erfolgreich umzusetzen. Deshalb sollten Programme wie die energetische Stadtsanierung und insbesondere die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) im Bundeshaushalt 2027 dauerhaft und ausreichend ausgestattet fortgeführt werden.“
Matthias Brauner, Besonderer Vertreter des BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU): „Das Quartier ‚Weiße Stadt / Walther-Bothe-Straße‘ zeigt eindrucksvoll, wie unser Mitgliedsunternehmen mit klugem Neubau und einem durchdachten energetischen Konzept Klimaschutz und bezahlbares Wohnen zusammenbringt. Zugleich ist es ein sehr gutes Beispiel für eine gelungene Kooperation von Kommune, Energie- und Wohnungswirtschaft. Solche Investitionen sind nur möglich, wenn Unternehmen langfristig planen können. Damit die Wärmewende in der Breite gelingt, braucht die Branche verlässliche Rahmenbedingungen, klare Planbarkeit und eine auskömmliche, dauerhaft gesicherte Förderung – gerade bei Programmen wie der Bundesförderung für effiziente Wärmenetze sowie der Bundesförderung für effiziente Gebäude im Neubau und insbesondere der Bestandssanierung. Nur so können unsere Mitgliedsunternehmen die notwendigen Investitionen in Neubau und Bestand verlässlich stemmen und Klimaschutz mit bezahlbaren Mieten in Einklang bringen. Diese Programme müssen daher verlässlicher ausgestattet und langfristig bereitgestellt werden. Gleiches gilt für die soziale Wohnraumförderung, die im Neubau derzeit der einzig verlässliche Motor für Bauaktivitäten ist. Das Land hat diese für 2025 und 2026 ausfinanziert – wir hoffen, dass dies auch in den kommenden Jahren so bleibt und der Bund seine Förderung ebenfalls stabil hält.“ 
Jennifer Collin-Feeder, Bürgermeisterin der Stadt Oranienburg: „Klimaschutz und Klimaanpassung sind für Oranienburg keine abstrakten Zukunftsthemen, sondern Aufgaben, die wir bereits ganz konkret angehen. Ob klimaresiliente Grünbereiche im Langen Park oder nachhaltiges Bauen in Holzbauweise bei der Kita Baumhaus – beide Projekte stehen beispielhaft für unseren Anspruch, Oranienburgs Klimaschutzkonzept Schritt für Schritt mit Leben zu füllen. Hier wurden Orte geschaffen, die ökologisch zukunftsfähig sind und zugleich die Lebensqualität der Menschen verbessern. Wir begrüßen das Interesse von Minister Crumbach an den konkreten Herausforderungen und Lösungsansätzen vor Ort. Der heutige Besuch bot eine gute Gelegenheit, sich unmittelbar ein Bild von unserem Weg hin zu einer klimaneutralen Stadt zu machen.“
 
Klimabündnis Stadtentwicklung Brandenburg

Die Reise „MIL-Zukunft vor Ort“ steht in der Tradition der früheren „Klimareisen“ der Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg.  Der neue Name soll die Reisen thematisch noch breiter aufstellen und die vielfältigen Herausforderungen für den Städte- und Wohnungsbau der Zukunft betonen. Die Reise wird gemeinsam veranstaltet vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL), dem Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) und der Landesgruppe Berlin-Brandenburg des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU), die sich zum Klimabündnis Stadtentwicklung Brandenburg zusammengeschlossen haben. Das Klimabündnis Stadtentwicklung Brandenburg möchte der Bedeutung des Klimaschutzes in brandenburgischen Städten und Gemeinden noch mehr Nachdruck verleihen. Das Bündnis ist in dieser Form deutschlandweit einmalig.

Die Grundlage für das Klimabündnis Stadtentwicklung Brandenburg wurde am 10. Januar 2022 mit der Unterzeichnung mit einer Kooperationsvereinbarung geschaffen. Da diese zum Ende des Jahres 2025 auslief, wurde 2025 der Besuchstermin in Neuruppin genutzt, um dort die Verlängerung der Kooperationsvereinbarung zu unterzeichnen. Sie gilt ab 2026 für weitere fünf Jahre.

Insbesondere verfolgt das Klimabündnis folgende konkrete Ziele: Die Initiierung von kommunalen Beispielvorhaben der integrierten energetischen Stadtentwicklung, die Auszeichnung von Projekten mit besonders klimaambitionierten Zielstellungen im Rahmen des Wettbewerbs „CO2-neutrales Quartier“, die Durchführung von gemeinsamen Veranstaltungen, wie Workshops und Fachkonferenzen und eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit.

Landeswettbewerb CO2-neutrales Quartier: Einreichungsfrist bis zum 30. September

Der Landeswettbewerb CO2-neutrales Quartier des Klimabündnisses Stadtentwicklung Brandenburg möchte innovative Konzepte und gezielte Investitionen, die den Wandel von Städten und Quartieren aktiv gestalten, mehr ins öffentliche Bewusstsein rücken.  Der Wettbewerb macht Projekte sichtbar, die diesen Wandel bereits heute erfolgreich umsetzen und als Vorbilder für eine nachhaltige Stadtentwicklung dienen. 

Nach zwei erfolgreichen Runden wurde der Wettbewerb in diesem Jahr zum dritten Mal ausgelobt, um weitere zukunftsweisende Projekte zu würdigen und den Austausch guter Praxis zu fördern. 

Mit dem Wettbewerb „CO2-neutrales Quartier“ zeichnet das Klimabündnis innovative und vorbildliche Vorhaben des integrierten Planens und Bauens in Brandenburg aus. Damit soll aufgezeigt werden, dass es in Brandenburg bereits ambitionierte und wirkungsvolle Beispiele gibt, wie sich Akteure aus Kommunen, Wohnungswirtschaft, Versorgungsunternehmen und weitere Partner in gemeinsamen Vorhaben auf den Weg zur CO2-Neutralität machen. Gesucht werden Beiträge, die andere Kommunen in Brandenburg zur Nachahmung anregen können.

Fristen des Wettbewerbs 

Mai 2026: Auslobung des Wettbewerbs.  

30. September 2026: Abgabefrist der einzureichenden Unterlagen.  

4. November 2026: Sitzung der Wettbewerbsjury. 

Februar 2027: Öffentliche Veranstaltung zur Preisverleihung  

 Die Beratungsstelle Klimagerechte Kommune steht als Ansprechpartnerin zu allen Fragen rund um den Wettbewerb zur Verfügung. Kontakt: BSKK@bbsm-brandenburg.de  

 Alle Informationen zum Wettbewerb finden sich unter diesem Link: 

https://klimabuendnis-stadtentwicklung.de/wettbewerb/ 

Bisherige Reise-Stationen des Klimabündnisses Stadtentwicklung Brandenburg

Stationen der früheren Klimareise waren bisher: Luckenwalde (06.05.2022), der Ortsteil Feldheim in Treuenbrietzen (06.07.2022), Senftenberg (05.08.2022), Wittstock (02.09.2022), Strausberg (17.08.2023), Potsdam (01.09.2023), Brandenburg an der Havel/Premnitz (27.03.2024), Cottbus (07.08.2024) und Frankfurt (Oder) am 31. Juli 2025 sowie Neuruppin am 22. Oktober 2025.

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Ident-Nr
Presseinformation
Datum
09.09.2026