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Spremberg/Grodk: Minister Crumbach hat EU-Mittel für das Vorhaben Landschaftspark Georgenberg übergeben

- Erschienen am 07.10.2026 - Presemitteilung Presseinformation
MInister Robert Crumbach übergibt Fördermittel © MIL

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung unterstützt in der EU-Strukturfondsperiode 2021-2027 mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) Vorhaben im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung. Für die Aufwertung des Landschaftsparks Georgenberg werden rund 2,9 Millionen Euro EU-Mittel bewilligt. Hinzu kommen rund 974.000 Euro aus dem Stadtentwicklungsfonds.

 Infrastrukturminister Robert Crumbach: „Spremberg, auch als Perle der Lausitz bezeichnet, hat in den letzten Jahren eine positive Entwicklung genommen. Dank der Fördermittel des Bundes und des Landes sowie der Europäischen Union ist die Stadtsanierung in den beiden Sanierungsgebieten Spreeinsel und Stadtkern gut gelungen. Die Innenstadt strahlt in neuem Glanz – frisch renoviert und voller Leben. Es konnten viele stadtbildprägende Gebäude sowie Straßen und Plätze saniert werden. Dazu gehört auch die Entwicklung des Georgenberges, in die in den vergangenen Jahren bereits viel investiert wurde. Dabei ist die Entwicklung des Georgenbergs ganz besonders vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger geprägt. Ich freue mich über dieses Engagement, denn davon lebt eine erfolgreiche Stadtentwicklung. Mit unserer Förderung wollen wir diese Entwicklung weiter unterstützen.“

Förderung im Programm Nachhaltige Stadtentwicklung

Mit den bereitgestellten Mitteln der Europäischen Union sollen, die noch nicht aufgewerteten Bereiche nachhaltig weiterentwickelt und umgestaltet sowie zu einer gesundheitsfördernden Freizeit- (Kultur, Bildung) und Erholungsnutzung (Spiel, Sport, Gesundheit) wie folgt aufgewertet werden:

    • Schaffung von Beschattungsmöglichkeiten und Sitzflächen 
    • Versetzung des vorhandenen Springbrunnens und dessen Erweiterung zur Wasseranlage durch Ergänzung von zwei Nebelanlagen
    • die Anlage eines Calisthenic-Parcours sowie eines Multifunktionsfeldes für verschiedene Sport- und Gesundheitsangebote
    • ein Naturlehrpfad als Bildungsangebot für verschiedene Altersgruppen,
    • sowie die Errichtung eines Verkehrsgarten auf dem Gelände des ehemaligen Ersatzbusbahnhofs, etwas abseits vom Park

Damit soll die gesamte Bevölkerung Sprembergs und seines Umlandes angesprochen und ein Beitrag zur Stärkung der Wohn- und Lebensqualität sowie der Identifikation mit der Heimat Spremberg geleistet werden.

Insgesamt entstehen Kosten in Höhe von rund 4,87 Millionen Euro. Das Land stellt aus dem EU-Förderprogramm „Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) rund 2,9 Millionen Euro zur Verfügung. Hinzu kommen Bundes- und Landesmittel aus dem Stadtentwicklungsfonds in Höhe von rund 974.000 Euro. Die Stadt beteiligt sich mit rund 974.000 Euro. 

Die Fertigstellung des Vorhabens ist für Juni 2029 vorgesehen.

Informationen zum Georgenpark und bisherige Förderung

Der innerstädtisch gelegene Landschaftspark Georgenberg ist als größte Parkanlage Sprembergs (26 Hektar), Denkmalensemble sowie als Veranstaltungsort von großer Bedeutung für die Stadt Spremberg. Er liegt nordöstlich der Innenstadt sowie des Spreebogens der „Kleinen Spree“ und erstreckt sich über die Hänge des Georgenbergs hinauf bis zum 30 Meter höher gelegenen Stadtpark. 

Das Gelände ist ein seltenes Beispiel eines umfangreichen städtischen Grünsystems, dessen Entstehung hauptsächlich auf Aktivitäten der Bürgerinnen und Bürger der Stadt zurückzuführen ist. Der ursprünglich als Weinberg und Begräbnisplatz genutzte Park wurde vom 19. bis ins 20. Jahrhundert schrittweise umgestaltet und in eine öffentliche Grünanlage umgebaut und spiegelt die verschiedenen Epochen der Landschaftsarchitektur mit den jeweils typischen gestalterischen Ausdrucksformen wider und ist somit von hoher gartengeschichtlicher Bedeutung.

Aus dem Bund-Länder-Programm „Zukunft Stadtgrün“ (ZUST) wurden bereits Teilbereiche der Parkanlage erneuert und attraktiver gestaltet. Hierzu zählen unter anderem:

    • Umgestaltung des Bereichs um den Festplatz
    • Sanierung der Hänge und der hangbegleitenden Wege
    • Wiederherstellung von Sichtachsen
    • Neubau kleiner Wasserdecks und einer kleinen Spiellandschaft

Mit Mittel aus dem EU-Programm EFRE (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung-EFRE) der Förderperiode 2007–2013 wurde der Umbau und die Sanierung der Freilichtbühne und die Sanierung des Bismarckturms gefördert.

Über das Förderprogramm LEADER (Europäischer Fonds für Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) wurde die barrierefreie Erschließung der Freilichtbühne einschließlich Neubau einer Mehrgenerationenanlage gefördert.

Darüber hinaus wird der Landschaftspark von 2026 bis 2029 aus dem Bundesprogramm „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen“ (KoMoNa) gefördert, um den Georgenberg nachhaltig und biodiversitätsfördernd weiterzuentwickeln. Geplant sind unter anderem:

    • Neu- und Ersatzpflanzungen, Umgestaltung von Rasen- in extensive Wiesenflächen, Entsiegelung von Flächen mit anschließender Aufwertung sowie Wege- und Treppensanierungen
    • Projektgebiet soll mit den bereits sanierten Einzelbereichen vernetzt werden. 
Hintergrundinformationen zum Förderprogramm Nachhaltige Stadtentwicklung (NaS)

Mit den Mitteln der Europäischen Union sollen im Programm Nachhaltige Stadtentwicklung (NaS) die „Zentralen Orte“ im Land Brandenburg in ihrer Entwicklung unterstützt und funktional gestärkt werden. Diesen Orten kommt eine besondere Bedeutung für die Sicherung und Entwicklung des gesamten Landes zu. Sie sind Motoren für ihr Umland und die Wirtschaft, Orte der Vernetzung, der Kreativität und Innovationen sowie Dienstleistungszentren. Sie bieten einen zukunftssicheren Rahmen für die Daseinsvorsorge und leisten einen wichtigen Beitrag für gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Landesteilen. Die Förderung durch das Programm NaS mit Mitteln des EU-Fonds EFRE setzt auf langfristig wirksame Impulse für eine zukünftige Entwicklung der Städte und Gemeinden.

Im Rahmen von thematischen Aufrufen wurden Vorhaben für folgende Themenschwerpunkte identifiziert und ausgewählt:

  1. Qualifizierung und Anpassung der sozialen und kulturellen Infrastruktur u.a. an die demografische Entwicklung sowie die Nutzbarmachung von leerstehenden Gebäuden oder brachliegenden Freiflächen für die Erhaltung des städtischen Natur- und Kulturerbes 
  2. Ökologische und klimagerechte Entwicklung und Klimaanpassung sowie nachhaltige Mobilitätslösungen 

Die drei Aufrufe wurden im Zeitraum von August 2023 bis September 2024 durchgeführt. Insgesamt wurden in allen drei Aufrufen 72 Anträge gestellt, von denen 27 Anträge zur Förderung vorgesehen sind. Insgesamt stehen im Land Brandenburg 70 Millionen Euro für die nachhaltige Stadtentwicklung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. Bis September 2026 wurden insgesamt 17 Vorhaben bewilligt. Die Gesamtfördersumme der bewilligten EFRE-Mittel beläuft sich dabei auf rund 53,8 Millionen Euro.

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Ident-Nr
Presseinformation
Datum
07.10.2026