Gemeinsam für guten und bezahlbaren Wohnraum: Brandenburg setzt auf Schulterschluss mit der Bau- und Wohnungswirtschaft
- Erschienen am - PresemitteilungAm 2. Oktober kam die Leitungsrunde des Bündnisses für Wohnen Brandenburg in Potsdam aus Vertreterinnen und Vertretern der brandenburgischen Bau- und Wohnungswirtschaft zusammen. Im Mittelpunkt standen gemeinsame Grundlagen für die Schaffung und Erhaltung von bedarfsgerechtem und bezahlbarem Wohnraum. Brandenburg setzt dabei auf einen engen und partnerschaftlichen Schulterschluss mit Kommunen, Wohnungswirtschaft, Bauwirtschaft, Verbänden und Kammern – und damit auf einen Weg, der sich deutlich von den Debatten in Berlin unterscheidet.
Bauminister Robert Crumbach: „Die Schaffung und Erhaltung von bedarfsgerechtem und bezahlbarem Wohnraum ist eine der zentralen Aufgaben unserer Landespolitik. Dafür brauchen wir kein Gegeneinander, sondern ein konstruktives Miteinander! Im Bündnis für Wohnen Brandenburg bringen Kommunen, Wohnungswirtschaft, Bauwirtschaft, Verbände und Kammern ihre Erfahrungen und Perspektiven zusammen und arbeiten mit konkreten Lösungsvorschlägen an gemeinsamen Zielen. Während andernorts noch intensiv darüber diskutiert wird, wem Wohnungen gehören sollen, ziehen in Brandenburg alle an einem Strang. Unser Brandenburger Weg steht deshalb für Zusammenarbeit, Verlässlichkeit und gemeinsame Verantwortung.“
Wohnraum ist für die Landesregierung Brandenburg ein zentraler Bestandteil der Daseinsvorsorge. Das Land setzt sich deshalb dafür ein, dass ein bedarfsgerechtes und ausreichendes Angebot besteht, das den unterschiedlichen regionalen Anforderungen entspricht und auch für Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen bezahlbar bleibt. Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung hat dabei die Aufgabe, Entwicklungen und zukünftige Bedarfe frühzeitig zu erkennen, die Rahmenbedingungen für funktionierende regionale Wohnungsmärkte zu gestalten, tragfähige wohnungspolitische Strategien zu entwickeln und die entsprechenden Förderinstrumente bedarfsgerecht auszugestalten.
Um diese Ziele gemeinsam voranzubringen, hat das Land bereits 2017 das Bündnis für Wohnen Brandenburg ins Leben gerufen. Es ist ein Arbeits- und Gesprächsforum, in dem gemeinsame Herausforderungen auf Augenhöhe diskutiert und konkrete Lösungsansätze entwickelt werden. Dabei geht es nicht nur um den Neubau von Wohnungen, sondern auch um die Modernisierung des Bestands, das selbst genutzte Wohneigentum, die Entwicklung von Flächen, die Senkung von Baukosten und den Abbau unnötiger bürokratischer Hürden.
Das Bündnis ist für die Landesregierung zugleich ein wichtiges Beratungsgremium bei zentralen wohnungspolitischen Fragen. Beispielsweise wurden in mehreren Arbeitsgruppen konkrete Vorschläge für die Novellierung der Brandenburgischen Bauordnung (BbgBO) erarbeitet, womit Genehmigungsverfahren beschleunigt, Baukosten gesenkt und Planungsprozesse vereinfacht werden konnten. Zu den Mitgliedern gehören neben dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung:
- der Bauindustrieverband Ost,
- der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V.,
- der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen Landesverband Berlin-Brandenburg e. V.,
- die Brandenburgische Architektenkammer,
- die Fachgemeinschaft Bau Berlin-Brandenburg,
- Haus & Grund Brandenburg e. V.,
- die Industrie- und Handelskammer Potsdam,
- das Städteforum Brandenburg sowie
- der Städte- und Gemeindebund Brandenburg.
Die Leitungsrunde des Bündnisses kommt einmal jährlich zusammen. In diesem Jahr haben sich die Bündnispartner auf ein novelliertes „Informations- und Handlungspapier“ verständigt. Darin legen sie gemeinsame Prioritäten für ihre eigene, zukünftige Arbeit fest. Damit bekennen sich die Partner, gemeinsam auf die gesetzten Ziele hinzuarbeiten und jeweils ihren Beitrag zu deren Erreichung zu leisten.
Das novellierte „Informations- und Handlungspapier“ benennt vier Schwerpunkte:
- Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit von Wohnraum sichern,
- Digitalisierung, Entbürokratisierung und Optimierung,
- Nachhaltige Flächen- und Stadtentwicklung sowie
- Wohnraumförderung marktgerecht ausrichten.
Der Brandenburger Weg – Zusammen für gutes Wohnen
In Brandenburg setzen die Akteure auf ein konstruktives und partnerschaftliches Miteinander. Das Bündnis für Wohnen berät die Landesregierung und ermöglicht dadurch informierte und praxisnahe Entscheidungen. Zugleich verständigen sich die Bündnispartner auf gemeinsame Prioritäten und Handlungsempfehlungen für ihre weitere Zusammenarbeit. Der Brandenburger Weg steht deshalb für Zusammenarbeit, Verlässlichkeit und gemeinsame Verantwortung – mit dem Ziel, den Menschen im Land guten und bezahlbaren Wohnraum zu ermöglichen.