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Aus einer alten Schule wird neuer Wohnraum: Das Land Brandenburg förderte ein Wohnprojekt in Zehdenick mit rund 3,3 Millionen Euro

- Erschienen am 01.10.2026 - Presemitteilung Presseinformation
Alte Schule Zehdenick © MIL

Aus dem denkmalgeschützten Schulgebäude in Zehdenick wird ein neues Zuhause für Menschen unterschiedlichen Alters und in unterschiedlichen Lebenssituationen. Im ehemaligen Schulgebäude entstehen 19 barrierefreie Wohnungen. Das Projekt wurde mit Förderdarlehen von 2,3 Millionen Euro sowie mit Zuschüssen von rund 1 Million Euro aus Mitteln der sozialen Wohnraumförderung unterstützt. Der Einzug ist ab Frühjahr 2027 geplant.

Volker-Gerd Westphal, Staatssekretär für Infrastruktur und Landesplanung: „Dieses Projekt zeigt, wie aus einem leerstehenden Gebäude neuer und bezahlbarer Wohnraum entstehen kann. Gleichzeitig bleibt der besondere Charakter des ehemaligen Schulstandorts erhalten, wird für die Gemeinschaft weiterentwickelt und bleibt somit auch als Aufenthaltsort für die Zehdenickerinnen und Zehdenicker erhalten. Für diesen Wohnraum mussten keine Flächen zusätzlich versiegelt werden. Genau solche Projekte stärken unsere Innenstädte: Sie schaffen Wohnraum, nutzen vorhandene Gebäude und verbinden Wohnen mit Orten für Begegnung, Arbeiten und gemeinschaftliches Leben. Solche Projekte zeigen beispielhaft, was möglich ist – davon wünsche ich mir künftig noch mehr.“

Seit Mai 2025 wird das denkmalgeschützte Hauptgebäude auf dem mehr als 5.500 Quadratmeter großen Schulgelände umgebaut. Fast 110 Jahre lang gingen hier Generationen von Kindern zur Schule, bevor der Schulbetrieb 2019 endete und das Gebäude leer stand. Auf rund 1.174 Quadratmetern Wohnfläche entstehen 19 Wohnungen – vom kompakten Mini-Apartment bis zur Familienwohnung. Eine Besonderheit ist eine sogenannte Cluster-Wohnung: Vier Mini-Apartments mit jeweils eigenem Bad sind über einen gemeinsamen Küchen- und Aufenthaltsraum miteinander verbunden.

Die Stadt Zehdenick hat das Grundstück im Rahmen einer Konzeptvergabe in einem 99-jährigen Erbpachtvertrag vergeben. Trägerin des Projekts ist die SelbstBau eG. Die 1990 in Berlin-Prenzlauer Berg gegründete Genossenschaft ermöglicht seitdem selbstbestimmtes und bezahlbares Wohnen in Berlin und Brandenburg. Nach dem Gutsverwalterhaus Hof Prädikow und der Alten Schule Wandlitz ist Zehdenick bereits das dritte Projekt der Genossenschaft in einem denkmalgeschützten Gebäude in Brandenburg.

Das Konzept geht dabei über das Wohnen hinaus. In der ehemaligen Mensa ist bereits ein Coworking-Space mit buchbaren Arbeitsplätzen und einem Meetingraum entstanden. Die Turnhalle wird weiterhin von lokalen Sportvereinen und für das Kiez-Kino genutzt. Der Schulhof mit seiner kleinen Open-Air-Bühne ist bereits heute ein Treffpunkt für Zehdenick und die Umgebung – etwa für Feste und Flohmärkte.

Alle Wohnungen und Gemeinschaftsflächen werden barrierefrei gestaltet, drei Wohnungen zusätzlich rollstuhlgerecht. Das war möglich, da der Einbau eines Aufzugs ebenfalls durch die soziale Wohnraumförderung unterstützt wurde. Das Gebäude wurde energetisch ertüchtigt. Durch die Inanspruchnahme der sozialen Wohnraumförderung entstehen im Projekt Wohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindungen. Für den Bezug der Wohnungen ist daher ein Wohnberechtigungsschein (WBS) erforderlich. Menschen unterschiedlichen Alters und aus unterschiedlichen Lebenssituationen sollen in Zehdenick unter einem Dach zusammenleben und von den gemeinschaftlichen Angeboten profitieren.

Die gesamten Investitionskosten für das Projekt belaufen sich auf 4.177.767 Euro. Die SelbstBau eG bringt 835.553 Euro Eigenkapital ein. Das Projekt wurde mit einem Förderdarlehen von 2,3 Millionen Euro sowie mit Zuschüssen der sozialen Wohnraumförderung von rund 1 Million Euro aus Bundes- und Landesmitteln unterstützt.

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Ident-Nr
Presseinformation
Datum
01.10.2026