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Neuruppin – Das Stehaufmännchen der Stadtentwicklung

© Stadt Neuruppin

Was 1787 geklappt hat, kann doch nochmal klappen? 1787 brennt die Stadt fast vollständig ab – die Neuruppinerinnen und Neuruppiner bauen sie wieder auf. Anfang der 1990er Jahre ist es kein Brand, sondern ein allmählicher Verfall, der die historische Altstadt Stück für Stück zerstört. Bäume wachsen aus Häusern, Fenster sind zugenagelt, der graue Putz bröckelt von den Wänden. Und wieder zeigen die Einwohnenden, was in ihnen steckt.  

Neuruppiner Erklärung – Neuruppin gibt den Startschuss für den gesamten Osten

Der Umgang mit der alten Bausubstanz wird zu einem wichtigen Impuls für die friedliche Revolution. Es verwundert daher nicht, dass die Rettung der historischen Bausubstanz ganz oben auf der Agenda steht. In Neuruppin treffen sich im Mai 1991 Expertinnen und Experten. Hier wird die Initiative für den städtebaulichen Denkmalschutz im gesamten Osten gestartet:

"Die Städte und Regionen in den neuen Bundesländern haben deutsche Geschichte und ­Kultur über Jahrhunderte mit geprägt. Es wird Jahre, ja Jahrzehnte dauern, bis die Städte und Gemeinden in ihrer städtebaulichen Entwicklung und Stadtgestalt ebenso wie in der technischen Infrastruktur den über Jahrzehnte aufgestauten Erneuerungsbedarf abgearbeitet haben."

Aus der Neuruppiner Erklärung, 28. Mai 1991

 

Die Grundidee: Anpacken, und zwar alles

Schon vor der Wende engagieren sich die Menschen in Neuruppin in Altstadtinitiativen und packen selbst mit an, um ihre Stadt zu erhalten und zu beleben. 1979 wird die gesamte Altstadt unter Denkmalschutz gestellt. Mit frischen Ideen und den sogenannten Blockkonzepten bringen engagierte Neuruppinerinnen und Neuruppiner in den 1990er Jahren neuen Schwung in die Stadt. Ganze Straßenzüge werden nacheinander saniert, belebt und Stück für Stück zu lebendigen Orten. Für herausfordernde Bereiche wie der Blockbereich „Kommunikation“ am südlichen Stadtmauerweg und das „Wallviertel“ entstehen maßgeschneiderte Konzepte. Die intensive Beteiligung der Bevölkerung an der Stadtentwicklung und bei Projekten wie dem „Maikonzept“ zur Verkehrsplanung setz dabei weitere wichtige Impulse für die Zukunft der Stadt.

© Stadt Neuruppin

Was 1787 geklappt hat, kann doch nochmal klappen? 1787 brennt die Stadt fast vollständig ab – die Neuruppinerinnen und Neuruppiner bauen sie wieder auf. Anfang der 1990er Jahre ist es kein Brand, sondern ein allmählicher Verfall, der die historische Altstadt Stück für Stück zerstört. Bäume wachsen aus Häusern, Fenster sind zugenagelt, der graue Putz bröckelt von den Wänden. Und wieder zeigen die Einwohnenden, was in ihnen steckt.  

Neuruppiner Erklärung – Neuruppin gibt den Startschuss für den gesamten Osten

Der Umgang mit der alten Bausubstanz wird zu einem wichtigen Impuls für die friedliche Revolution. Es verwundert daher nicht, dass die Rettung der historischen Bausubstanz ganz oben auf der Agenda steht. In Neuruppin treffen sich im Mai 1991 Expertinnen und Experten. Hier wird die Initiative für den städtebaulichen Denkmalschutz im gesamten Osten gestartet:

"Die Städte und Regionen in den neuen Bundesländern haben deutsche Geschichte und ­Kultur über Jahrhunderte mit geprägt. Es wird Jahre, ja Jahrzehnte dauern, bis die Städte und Gemeinden in ihrer städtebaulichen Entwicklung und Stadtgestalt ebenso wie in der technischen Infrastruktur den über Jahrzehnte aufgestauten Erneuerungsbedarf abgearbeitet haben."

Aus der Neuruppiner Erklärung, 28. Mai 1991

 

Die Grundidee: Anpacken, und zwar alles

Schon vor der Wende engagieren sich die Menschen in Neuruppin in Altstadtinitiativen und packen selbst mit an, um ihre Stadt zu erhalten und zu beleben. 1979 wird die gesamte Altstadt unter Denkmalschutz gestellt. Mit frischen Ideen und den sogenannten Blockkonzepten bringen engagierte Neuruppinerinnen und Neuruppiner in den 1990er Jahren neuen Schwung in die Stadt. Ganze Straßenzüge werden nacheinander saniert, belebt und Stück für Stück zu lebendigen Orten. Für herausfordernde Bereiche wie der Blockbereich „Kommunikation“ am südlichen Stadtmauerweg und das „Wallviertel“ entstehen maßgeschneiderte Konzepte. Die intensive Beteiligung der Bevölkerung an der Stadtentwicklung und bei Projekten wie dem „Maikonzept“ zur Verkehrsplanung setz dabei weitere wichtige Impulse für die Zukunft der Stadt.

© Eckardt Handke

Jedes Jahr ein Stück mehr

Der Neustart bewahrt den historischen Charme. Prägende Bauwerke wie die Pfarrkirche St. Marien, die Klosterkirche St. Trinitatis und das Alte Gymnasium Neuruppin werden mit viel Hingabe saniert und zum Teil einer neuen Nutzung zugeführt. Die großen Projekte sprechen für sich wie der Tempelgarten sowie die Friedrich-Engels-Straße oder der Schulplatz mit seinen Nebenbereichen. Auch der Neue Markt erstrahlt in neuem Glanz, genauso wie große Teile der Stadtmauer und das Seetorviertel. Selbst an den Stadträndern, wie zum Beispiel den Wohnkomplexen I–III, packt die Wohnungswirtschaft zusammen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern mittels Unterstützung durch das Städtebauförderprogramm "Soziale Stadt" an. Die geschaffenen Angebote, wie das Mehrgenerationenhaus „Krümelkiste“, werden gut angenommen und bereichern das Quartier.

Mit kreativen Ideen beleben die Neuruppinerinnen und Neuruppiner ihre öffentlichen Räume: Sie befreien den Schulplatz vom Verkehr und machen ihn zum einladenden Treffpunkt. Die Karl-Marx-Straße wird zum Hotspot der Stadt, der zum Flanieren und Shoppen einlädt. Ein besonderes Highlight ist die Öffnung der Stadt hin zur Seepromenade. Mit vereinten Kräften gestalten die Menschen in Neuruppin die Uferbereiche neu, verschönern die Promenade und schaffen neue Zugänge zum See. Hier spazieren heute Einheimische wie Gäste am Ufer, genießen die Idylle und den Blick auf das Wasser.

So erzählt Neuruppin heute an vielen Orten die Erfolgsgeschichte seiner Stadtentwicklung. Nach mehr als 30 Jahren voller Ideen und Tatkraft ist die Fontanestadt zu einem Ort geworden, an dem Geschichte und Zukunft harmonisch verschmelzen und auf den nicht nur die Einwohnerinnen und Einwohner stolz sind.

Neuruppin hat bis heute über 75,7Millionen Euro aus der Städtebauförderung erhalten. Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung ist stolz darauf, gemeinsam mit dem Bund Ideen- und Herzensprojekte der Städte in Brandenburg zu unterstützen. Und das seit 35 Jahren und auch in Zukunft.

© Eckardt Handke

Jedes Jahr ein Stück mehr

Der Neustart bewahrt den historischen Charme. Prägende Bauwerke wie die Pfarrkirche St. Marien, die Klosterkirche St. Trinitatis und das Alte Gymnasium Neuruppin werden mit viel Hingabe saniert und zum Teil einer neuen Nutzung zugeführt. Die großen Projekte sprechen für sich wie der Tempelgarten sowie die Friedrich-Engels-Straße oder der Schulplatz mit seinen Nebenbereichen. Auch der Neue Markt erstrahlt in neuem Glanz, genauso wie große Teile der Stadtmauer und das Seetorviertel. Selbst an den Stadträndern, wie zum Beispiel den Wohnkomplexen I–III, packt die Wohnungswirtschaft zusammen mit den Bewohnerinnen und Bewohnern mittels Unterstützung durch das Städtebauförderprogramm "Soziale Stadt" an. Die geschaffenen Angebote, wie das Mehrgenerationenhaus „Krümelkiste“, werden gut angenommen und bereichern das Quartier.

Mit kreativen Ideen beleben die Neuruppinerinnen und Neuruppiner ihre öffentlichen Räume: Sie befreien den Schulplatz vom Verkehr und machen ihn zum einladenden Treffpunkt. Die Karl-Marx-Straße wird zum Hotspot der Stadt, der zum Flanieren und Shoppen einlädt. Ein besonderes Highlight ist die Öffnung der Stadt hin zur Seepromenade. Mit vereinten Kräften gestalten die Menschen in Neuruppin die Uferbereiche neu, verschönern die Promenade und schaffen neue Zugänge zum See. Hier spazieren heute Einheimische wie Gäste am Ufer, genießen die Idylle und den Blick auf das Wasser.

So erzählt Neuruppin heute an vielen Orten die Erfolgsgeschichte seiner Stadtentwicklung. Nach mehr als 30 Jahren voller Ideen und Tatkraft ist die Fontanestadt zu einem Ort geworden, an dem Geschichte und Zukunft harmonisch verschmelzen und auf den nicht nur die Einwohnerinnen und Einwohner stolz sind.

Neuruppin hat bis heute über 75,7Millionen Euro aus der Städtebauförderung erhalten. Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung ist stolz darauf, gemeinsam mit dem Bund Ideen- und Herzensprojekte der Städte in Brandenburg zu unterstützen. Und das seit 35 Jahren und auch in Zukunft.