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Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister wollen gemeinsame Projekte voranbringen

- Erschienen am 30.01.2026 - Presemitteilung Presseinformation
Schienen © MIL

Brandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert und Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Wolfgang Blank haben sich in Schwerin zu einem Arbeitsgespräch über zentrale Straßen- und Schienenprojekte zwischen beiden Ländern getroffen. Im Mittelpunkt standen der weitere Ausbau der B 96, die Zukunft der Mecklenburgischen Südbahn und der Bahnstrecke Neustadt (Dosse) Kyritz, Pritzwalk und Güstrow (RB 73/74) sowie die Stärkung der guten Regionalexpressverbindungen zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

 

Brandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert: „Die Bürgerinnen und Bürger im Norden Brandenburgs und im Süden Mecklenburg-Vorpommerns brauchen verlässliche Perspektiven auf Straße und Schiene. Deshalb packen wir die letzten Engpässe an der B 96 an und arbeiten gemeinsam daran, die Bahnverbindungen weiter zu stärken.“

Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Wolfgang Blank: „Der Ausbau der Bundesstraße B 96 von Berlin bis zur A 20 ist ein wichtiges gemeinsames Projekt der Länder Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Die Planungen für die beiden Abschnitte in Mecklenburg-Vorpommern laufen – in diesem Jahr werden weitere Planungsphasen abgeschlossen. Die Verbesserung der Schieneninfrastruktur und der Ausbau des Schienenpersonenverkehrsangebots in der Fläche bleibt weiterhin ein dringendes Thema für Bund und Länder. Dazu werden wir weiterhin intensiv an Lösungen zur Finanzierung und Realisierung arbeiten.“

Ein Schwerpunkt des Gesprächs war der Ausbau der Bundesstraße B 96 als wichtige Nord-Süd-Achse für Pendlerverkehre, Wirtschaft und Tourismus. Die letzten Engpässe in Teschendorf sowie die Westumfahrung um Fürstenberg/Havel sollen nun konkret in Angriff genommen werden, um Ortslagen spürbar vom Durchgangsverkehr zu entlasten, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Leistungsfähigkeit der Strecke zu verbessern. Beide Seiten unterstrichen, dass die B 96 eine zentrale Verbindung für die Region ist und die weiteren Planungsschritte zügig vorbereitet werden sollen.

Zur Mecklenburgischen Südbahn und zur grenzüberschreitenden Achse Güstrow – Meyenburg - Pritzwalk verständigten sich die Minister darauf, das Ausbau- und Reaktivierungsvorhaben auf Basis der Ergebnisse des gemeinsamen Gutachtens, mit einem positiven Nutzen-Kosten-Verhältnis von über 1,0, weiterzuverfolgen. Auf Ministerebene streben Tabbert und Blank hierzu einen gemeinsamen Termin im Bundesverkehrsministerium an, um nächste Schritte, Finanzierungsmöglichkeiten und die Beteiligung des Bundes zu erörtern. Und Minister Tabbert lässt zusätzlich prüfen, inwieweit auf ausgewählten Teilstrecken in Brandenburg eine Anhebung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 80 auf 120 km/h realistisch und zugleich wirtschaftlich sinnvoll umgesetzt werden kann.

Minister Detlef Tabbert erklärte dazu: „Die Bahnstrecken zwischen Nordwestbrandenburg und Südmecklenburg sind Rückgrat der Erreichbarkeit ganzer Regionen. Wenn wir zusätzliche Potenziale heben können, prüfen wir das gründlich – auch mit Blick auf höhere Geschwindigkeiten dort, wo sie technisch und wirtschaftlich sinnvoll sind.“

Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Wolfgang Blank ergänzt: „Die Reaktivierung und der Ausbau der Bahnstrecken zwischen Parchim und Waren (Müritz) sowie Güstrow und Pritzwalk würde starke Impulse für die wirtschaftliche und touristische Entwicklung der Region setzen sowie den Menschen vor Ort eine deutlich bessere öffentliche Verkehrsanbindung bieten. Die Verbindung von Berlin und Rostock hat darüber hinaus strategische Bedeutung. Deshalb setzen wir uns dafür ein, eine tragfähige Lösung für den notwendigen Infrastrukturausbau zu finden.“

Beide Minister machten deutlich, dass sie von der Reaktivierung und Attraktivierung der Strecken auch Impulse für den Güterverkehr auf der Schiene erwarten. Eine stärkere Nutzung der Bahn könne die Straßen entlasten und den Unternehmen in der Region bessere Anbindungen an überregionale Netze bieten. Ziel ist es, Personen- und Güterverkehre gemeinsam zu denken und die vorhandene Infrastruktur möglichst effizient zu nutzen.

Bestehende Regionalverbindungen sind wichtig für die Länder

Einen besonderen Blick warfen Tabbert und Blank auch auf die bestehenden Regionalexpressverbindungen, die beide Länder bereits heute eng miteinander verknüpfen. Die Achse des RE 3 zwischen der Hauptstadtregion und der Ostseeküste, via Uckermark und Vorpommern, ist zum letzten Fahrplanwechsel durch die Einführung der neuen Linie RE 30 Angermünde – Stralsund verstärkt worden, sodass zusätzliche Kapazitäten zur Verfügung stehen. Der RE auf dieser Relation wurde gerade erst verstärkt und soll zum neuen Winterfahrplan ohne Umstieg in Angermünde stündlich durchfahren. Auch beim RE 5 zwischen der Hauptstadtregion und Rostock bzw. Stralsund, via Neustrelitz unterstrichen beide, dass die guten Verbindungen zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern gesichert und weiterentwickelt werden sollen.

Tabbert: „Mit starken Regionalexpresslinien wie RE 3 und RE 5 und gut angebundenen Regionalstrecken schaffen wir ein Netz, das Alltagsmobilität und Tourismus gleichermaßen trägt. Entscheidend ist, dass die Menschen sich auf regelmäßige, gut vertaktete Angebote verlassen können.“

Blank: „Mit dem Ausbau der Kapazitäten und der Einführung des Stundentaktes zwischen der Hauptstadtregion und Vorpommern bauen wir das Angebot konsequent weiter aus, um den Wünschen der Kunden, nach einem starken Nahverkehrsangebot auf der Schiene noch besser gerecht zu werden.“

Zum Abschluss des Treffens hoben beide Minister hervor, dass sie an den guten Verkehrsanbindungen festhalten wollen, die Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern miteinander verbinden. Mit dem gemeinsamen Vorgehen beim Ausbau der B 96, der Prüfung weiterer Bahnvarianten und der Stärkung der Regionalexpresslinien solle die Zusammenarbeit beider Länder dauerhaft gefestigt werden. Dies stellt eine wichtige Grundlage für Lebensqualität, wirtschaftliche Entwicklung und attraktive, klimafreundliche Mobilität in der gemeinsamen Region dar.

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Ident-Nr
Presseinformation
Datum
30.01.2026