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Abschlusskonferenz „Meine Stadt der Zukunft“ – Staatssekretärin Bartmann zieht mit Kommunen Bilanz

- Erschienen am 27.11.2025 - Presemitteilung Presseinformation
MSdZ Abschlusskonferenz © Markus Braumann

Die Landesinitiative „Meine Stadt der Zukunft“ des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) will die Brandenburgischen Städte fit für die Zukunft machen. Seit 2020 wurden In zwei Runden 15 Modellvorhaben mit insgesamt 1,3 Millionen Euro Landesmitteln unterstützt. Auf der Abschlusskonferenz wurde Bilanz gezogen, Einblicke in die abgeschlossenen Modellvorhaben gegeben und ein Fachaustausch zu innovativen Stadtentwicklungsprozessen geführt. Infrastrukturstaatssekretärin Ina Bartmann begrüßte die Teilnehmenden in Potsdam und nahm an einer Gesprächsrunde teil.

Ina Bartmann: „Mit der Landesinitiative ‚Meine Stadt der Zukunft‘ unterstützt die Landesregierung die brandenburgischen Kommunen bei der Entwicklung und Erprobung innovativer Stadtentwicklungsprozesse. Dass es neue Handlungsansätze und neue Partnerschaften braucht, um Herausforderungen wie Klimawandel, Digitalisierung und gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung erfolgreich und nachhaltig gestalten zu können, ist unbestreitbar. Wir haben den Kommunen ermöglicht, neue Ideen zu entwickeln, in enger Zusammenarbeit mit der Stadtgesellschaft umzusetzen und dabei den Erfahrungsaustausch zwischen den Städten zu nutzen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Menschen, die ihre Stadt der Zukunft gestalten wollen. Es erfordert Mut, Neues auszuprobieren und neue kooperative Ansätze unter Einbindung der gesamten Stadtgesellschaft, der Stadtpolitik sowie von Fachpartnern, zu etablieren. Die Ergebnisse der Modellvorhaben zeigen eindrucksvoll, dass sich dies lohnt.“

Mit der Landesinitiative „Meine Stadt der Zukunft“ (MSdZ) hat das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung die brandenburgischen Kommunen bei der Auseinandersetzung mit wichtigen Zukunftsthemen, wie Klimaanpassung, Digitalisierung und gesellschaftlicher Zusammenhalt unterstützt. Insgesamt haben 16 Kommunen mit 15 Modellvorhaben (Wittenberge und Perleberg haben gemeinsam ein Modellvorhaben durchgeführt) in zwei Förderrunden teilgenommen und gemeinsam mit Stadtgesellschaft und Stadtpolitik neue Stadtentwicklungsverfahren erprobt, beispielsweise Realexperimente sowie den Einsatz von Digitalen Zwillingen Serious Games und Virtual Reality im Kontext von Straßenraum- und Freiraumplanungen. In der ersten Runde von 2020 bis 2022 haben Perleberg/Wittenberge, Neuruppin, Eberswalde, Zossen, Herzberg (Elster), Großräschen und Cottbus/Chóśebuz teilgenommen. An der zweiten Runde beteiligten sich von 2023 bis 2025 Angermünde, Brandenburg an der Havel, Potsdam, Bad Belzig (hat bereits in der ersten Runde begonnen), Ludwigsfelde, Frankfurt (Oder) und Senftenberg/Zły Komorow.

Die Landesinitiative „Meine Stadt der Zukunft“ basiert auf zwei Säulen: Zum einen unterstützte das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) die ausgewählten Kommunen beratend und finanziell bei der Durchführung ihrer Modellvorhaben. Zum anderen hat die Landesinitiative ihre Wirksamkeit über die einzelnen Modellstädte hinaus entfaltet. Mit einem kontinuierlichen Austausch zwischen den Städten konnte Expertenwissen besser für die anderen Modellkommunen genutzt, und ebenso in der Breite für alle brandenburgischen Kommunen und Fachinteressierten zugänglich gemacht werden.

Ziel des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung ist es, Fachdiskussionen über Zukunftsfragen der Stadtentwicklung zu unterstützen. Die 15 Modellvorhabenhaben sich intensiv mit verschiedenen raumrelevanten Fragestellungen auseinandergesetzt. Dabei sind vielfältige kreative und innovative Ansätze entstanden – von der Entwicklung neuer Quartiere und der Revitalisierung von Brachflächen über die Umgestaltung öffentlicher Räume bis hin zu Konzepten für eine klimaneutrale Energieversorgung in Altstadtquartieren. Diese gilt es nun weiter umzusetzen und die erprobten Verfahren fortzuführen.

Die Erfahrungen aus den Modellvorhaben zeigen, dass innovative bzw. experimentelle Stadtentwicklungsprojekte erfolgreich sind, wenn:

  • es aktive Impulsgebende und Partner gibt, welche die Prozesse mutig vorantreiben,
  • interdisziplinäre Teams aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bürgerschaft zusammenarbeiten,
  • Beteiligung früh und vielfältig erfolgt und dabei ein ko-kreativer Ansatz erfolgt wird,
  • digitale Werkzeuge eingesetzt werden, um Zukunftsszenarien anschaulich zu vermitteln,
  • mit sichtbaren, niedrigschwelligen Angeboten im Straßenraum und unkonventionellen Formaten kreative Impulse eingebracht werden,
  • ausreichend Zeit für die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Projekten eingeplant werden
  • und eine begleitende kritische Prüfung erfolgt, welche Ideen und Experimente funktionieren, welche warum nicht und wie diese in angepasster Form erfolgreich eingesetzt werden könnten.

Die Ergebnisse der zweiten Förderrunde wurden analog zur ersten Förderrunde auch zu den sieben Modellvorhaben der zweiten Runde in einer Abschlussbroschüre zusammengetragen. Die Broschüre und weitere Informationen zur Landesinitiative sind auch auf der Homepage der Landesinitiative www.msdz.brandenburg.de zu finden.

Abbinder

Ident-Nr
Presseinformation
Datum
27.11.2025