Eisenhüttenstadt: Staatssekretärin Bartmann übergibt Förderbescheide für Stadtentwicklungsprojekte
- Erschienen am - PresemitteilungBaustaatssekretärin Ina Bartmann hat heute der Stadt Eisenhüttenstadt Fördermittel in Höhe von 3,46 Millionen Euro für Stadtentwicklungsprojekte überbracht. Bund und Land stellen aus dem Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ unter anderem Geld für die Aufwertung im Stadtteil Fürstenberg und den Abriss von Wohnungen sowie die Aufwertung des öffentlichen Raums in der Planstadt Eisenhüttenstadt bereit.
Ina Bartmann: „Die Stadt Eisenhüttenstadt wird bereits seit 1991 im Rahmen der Städtebauförderung unterstützt. Die Planstadt ist ein ausgewiesenes Flächendenkmal, die es auch im Zuge des Einwohnerrückgangs und des anhaltenden Transformationsprozesses der örtlichen Industrie zu erhalten gilt. Der Rückbau nicht mehr benötigten Wohnraums geht einher mit der Aufwertung der stadtbildprägenden Bausubstanz. Die Erfolge der Sanierung sind überall in der Stadt sichtbar. Diese positive Entwicklung wollen wir weiter unterstützen.“
Die Stadt Eisenhüttenstadt ist durch ihre Entstehungsgeschichte als "sozialistische Planstadt" ein einmaliges Denkmal der Architektur- und Städtebaugeschichte der DDR. Gleichzeitig waren die Wohnquartiere in den vergangenen Jahren in besonderem Maß von den Auswirkungen des demografischen und wirtschaftlichen Strukturwandels betroffen. Hohe Wohnungsleerstände und drohender baulicher Verfall waren die Folge. Die Stadt Eisenhüttenstadt hat im Stadtumbau deshalb eine Doppelstrategie verfolgt: Neben dem teilweise flächenhaften Rückbau von Wohnquartieren von außen nach innen liegt der Fokus auf der Aufwertung der zentralen Quartiere. Dabei werden Aspekte des denkmalgerechten Erhalts sowie der zielgruppenspezifischen und zeitgemäßen Nutzung berücksichtigt.
Bund-Länder-Programm Wachstum und nachhaltige Erneuerung - Lebenswerte Quartiere gestalten (WNE)
Das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ unterstützt Städte und Gemeinden bei der Bewältigung des wirtschaftlichen und demografischen Wandels in Gebieten, die von erheblichen städtebaulichen Funktionsverlusten und Strukturveränderungen betroffen sind. Das Programm hilft den Städten und Gemeinden dabei, ihre baulichen Strukturen und den öffentlichen Raum an neue und sich ändernde Bedarfe anzupassen. Es setzt einen Schwerpunkt bei der Brachflächenentwicklung zur Unterstützung des Wohnungsbaus bzw. zur Entwicklung neuer Quartiere sowie bei der Klimafolgenanpassung.
Fördergebiet „Planstadt Eisenhüttenstadt“
Teilprogramm Aufwertung
Im Programmjahr 2025 wurden 550.000 Euro Bundes- und Landesmittel bewilligt. Die Mittel sollen unter anderem für die Sanierung Fritz-Heckert-Straße, den Abschluss der Sanierung der Saarlouiser Straße und die denkmalgerechte Sanierung der Pawlowallee eingesetzt werden.
Teilprogramm Rückbau
Im Programmjahr 2025 wurden 965.000 Euro Bundes- und Landesmittel bewilligt. Die Mittel sollen unter anderem für den Abriss der Gebäude An der Holzwolle 22-26,27-31 und 32-35 eingesetzt werden.
Fördergebiet „Fürstenberg (Oder)
Das Fördergebiet wurde 2021 in das Städtebauförderprogramm neu aufgenommen. Ziel ist die Aktivierung von Altbauten und die Aufwertung des öffentlichen Raums.
Teilprogramm Aufwertung
Im Programmjahr 2025 wurden eine Million Euro Bundes- und Landesmittel bewilligt. Die Mittel sollen unter anderem für die bedarfsgerechte Sanierung des Hauptgebäudes der Grundschule „Johann Wolfgang von Goethe“ mit Hort in der Gubener Straße 4 und für die Aufwertung der Freifläche „Fürstenberger Spitze“ am südlichen Altstadteingang (Sanierung Geh- und Radwege, Erhöhung Aufenthaltsqualität) eingesetzt werden.
Teilprogramm Sanierung, Sicherung und Erwerb
Im Programmjahr 2025 wurden 946.000 Euro Bundes- und Landesmittel bewilligt. Die Mittel sollen unter anderem für die Sanierung des Einzeldenkmals Schützenstraße 23 und den Umbau für eine barrierefreie WC-Anlage im Alten Rathaus Fürstenberg am Markt 1eingesetzt werden.
Die Stadt Eisenhüttenstadt hat seit der Aufnahme im Jahr 1991 aus der Städtebauförderung und diversen Landesprogrammen für die Stadtentwicklung und Stadterneuerung rund 83,2 Millionen Euro erhalten. Hinzu kamen rund 178,3 Millionen Euro für die Modernisierung und Instandsetzung sowie den Bau von 4.127 Wohnungen aus der Wohnraumförderung.
Hintergrund Städtebauförderung
Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung hat für das Programmjahr 2025 Bundes- und Landesmittel in Höhe von rund 76 Millionen Euro an 69 Kommunen ausgereicht. Diese Mittel stehen bis 2031 in den drei Programmen „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ sowie „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ zur Verfügung.
Das Land Brandenburg unterstützt die Kommunen seit 1991 im Rahmen der Stadterneuerung/Städtebauförderung bei ihrer zukunftsgerichteten Entwicklung. Es wurden bisher rund 4,1 Milliarden Euro von Bund und Land zur Verfügung gestellt.