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21.02.2022

| Presseinformation

25 Jahre: „Lieber sicher. Lieber leben.“ startet ins Jubiläumsjahr

Start der Verkehrssicherheitskampagne "Lieber sicher. Lieber leben." ins Jubiläumsjahr in den Bahnhofspassagen © MIL
Start der Verkehrssicherheitskampagne "Lieber sicher. Lieber leben." ins Jubiläumsjahr in den Bahnhofspassagen © MIL

Verkehrsminister Guido Beermann: „‚25 Jahre ‚Lieber sicher. Lieber leben‘ – das feiern wir mit vielen Aktionen und neuen Ideen. Denn besonders in Sachen Mobilität steht die Zeit nicht still. ‚Lieber sicher. Lieber leben.‘ hat als längste Verkehrssicherheitskampagne eines Bundeslandes über die Jahre gezeigt, wie wandlungsfähig sie ist. Von einer Vor-Ort-Aktionskampagne hat sie sich zu einer Multimedia-Kampagne entwickelt und nimmt nun viel mehr Zielgruppen in den Fokus. Zum Jubiläum gratuliere und danke ich vor allem den Menschen, die die Kampagne mit Leben füllen. Gemeinsam mit ihnen wird sie auch in Zukunft ihren Beitrag leisten und die Menschen in Brandenburg mit ihrer Botschaft erreichen: Mehr Vorsicht und Rücksicht für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Ich wünsche mir, dass alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer das verinnerlichen.“

Innenminister Michael Stübgen: „Die Kampagne leistet einen wertvollen Beitrag für die Verkehrssicherheitsarbeit in Brandenburg. Ein Blick in die Statistik zeigt, 1997 mussten über 100.000 Verkehrsunfälle verzeichnet werden, 643 Menschen starben auf Brandenburgs Straßen. Rund 25 Jahre später sind die Zahlen glücklicherweise andere: Verkehrsunfälle sind um fast ein Drittel gesunken, die Bilanz weist 127 Unfalltote auf. Damit sind wir unserem Ziel, Unfälle zu reduzieren und den Verkehr sicherer zu machen, ein gutes Stück nähergekommen. Doch der Kampf für rücksichtsvolles und aufmerksames Verhalten im Straßenverkehrs ist noch nicht gewonnen. Deswegen freue ich mich, dass „Lieber sicher. Lieber leben.“ nun in eine weitere Runde geht.“

„Lieber sicher. Lieber leben.“ im Jubiläumsjahr

Auch und gerade im Jubiläumsjahr ruht sich die Kampagne „Lieber sicher. Lieber Leben“ nicht auf dem Erreichten aus und setzt mit verschiedenen Jubiläumsaktionen neue Akzente für die Verkehrssicherheitsarbeit in Brandenburg. Neben der bewährten direkten Ansprache der Zielgruppen mit Vor-Ort-Aktionen wie der Schulstart-Aktionswoche oder dem Zebratheater sind 2022 zum Beispiel Schutzengel Jo und das Brandenburger ZeBra unterwegs. In einem Lastenrad-Jubiläumsmobil eröffnen sie im April zusammen mit Minister Guido Beermann die Fahrradsaison. Dabei wird über das verkehrssichere Fahrrad informiert.

Mit 400 Bannern gibt die Kampagne im Jubiläumsjahr darüber hinaus den Startschuss für noch mehr Sichtbarkeit – eine Aktion, die in den nächsten Jahren erweitert werden soll. Der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg als neuer Partner flankiert diese Kampagne mit Aufklebern auf seinen Fahrzeugen, die im ganzen Land unterwegs sind.

Zudem werden neue Videoformate wie „Mein Schutzengelmoment“ oder die „Werkstattserie“ das Portfolio der Kampagne erweitern. Im „Schutzengelmoment“ erzählen Menschen von ihren Erfahrungen im Straßenverkehr, die oft, aber nicht immer glimpflich ausgehen. In der „Werkstattserie“ erklärt Straßenwärterin Sandy Decker Fahranfängerinnen und -anfängern, wie diese zum Beispiel die Lichter am Auto prüfen und wechseln oder das Reifenprofil messen können und was bei einem platten Reifen zu tun ist. Ziel der Videos ist es, ein Bewusstsein für Gefahren zu schaffen und für mehr Vor- und Rücksicht zu werben. Auch die Kooperation mit der Filmhochschule Babelsberg wird sich nach einer kurzen Pause im letzten Jahr mit einem neuen Spot im Herbst wieder zurückmelden.

Start und Entwicklung von „Lieber sicher. Lieber leben.“: Die Kampagne reagiert auf komplexer werdende Mobilität

In den 1990er Jahren starben auf Brandenburgs Straßen bis zu sieben Mal mehr Menschen als heute. Täglich verloren damals mehr als zwei Menschen ihr Leben. Das Verkehrsministerium Brandenburg erkannte die Notwendigkeit einer Aufklärungskampagne und startete 1997 mit „Lieber sicher. Lieber leben.“ Ziel ist bis heute, über Gefahren im Straßenverkehr aufzuklären, Verkehrsteilnehmende für rücksichtsvolleres Handeln zu sensibilisieren und somit die Verkehrsunfälle zu reduzieren. Die zentrale Botschaft, die Sicherheit durch Vor- und Rücksicht, ist über die Zeit hinweg die Gleiche geblieben. Die Ansprache hat sich jedoch gewandelt. Heute kommuniziert die Kampagne über die klassische Öffentlichkeitsarbeit hinaus online und in den Sozialen Medien. Dank der Digitalisierung erreicht sie nun auch die Klassen- und Wohnzimmer und damit neue Zielgruppen in Schule, Ausbildung, bei der Arbeit und in der Freizeit. Zu Beginn waren es vor allem die Engel mit blauen Perücken, die in Brandenburgs Diskotheken für Aufmerksamkeit sorgen. Als analoge Influencer ihrer Zeit warben sie für null Promille am Steuer und für Anschnallen. Mit „Rauschbrillen“ demonstrierten sie, wie stark sich bereits 0,8 bis 1,3 Promille im Blut auf die visuelle Wahrnehmung auswirken können und damit die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Im Laufe der Jahre nahm „Lieber sicher. Lieber leben.“ immer neue Zielgruppen in den Fokus. Ein Meilenstein ist zum Beispiel das ZeBra-Theater, das seit 2006 durch Brandenburgs Schulen zieht und Grundschulkindern in Brandenburg spielerisch die Verkehrsregeln näherbringt. Auch die Erzählweisen wurden immer wieder angepasst, zum Beispiel durch die Kinospots in Kooperation mit der Filmhochschule Babelsberg, die für große Sichtbarkeit und Reichweite sorgten – und für eine Nominierung sowie Auszeichnung beim 50. Wirtschaftsfilmpreis.

Verkehrssicherheit braucht Kooperation: Partnerinnen und Partner der Kampagne

Die Kampagne „Lieber sicher. Lieber Leben.“ ist eingebunden in das große Netzwerk zur Verkehrssicherheit im Land. Zusammen mit der Polizei Brandenburg und der Landesverkehrswacht treibt sie erfolgreich die Präventionsarbeit voran. Die Innungskrankenkasse für Brandenburg und Berlin und die Unfallkasse Brandenburg unterstützen von Beginn an die ZeBra-Theatertour. Außerdem wird „Lieber sicher. Lieber leben.“ vom ADAC Berlin-Brandenburg e.V., von der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf und vom Netzwerk Verkehrssicherheit Brandenburg unterstützt. “Verkehrssicherheitsarbeit lebt vom – oftmals auch ehrenamtlichen – Engagement der Akteure“, sagt Minister Beermann. „Man kann den unermüdlichen Einsatz der Akteurinnen und Akteure für die Botschaften der Verkehrssicherheit nur begrüßen. Die Zahlen zeigen, dass sich dieses Engagement lohnt.“

Weitere Informationen zu „Lieber sicher. Lieber leben.“ finden Sie auf der Kampagnenwebsite unter: www.liebersicher.de.

Ident-Nr
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Datum
21.02.2022
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