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18.06.2021

| Presseinformation

Richtfest für neue Stadthalle in Finsterwalde

...entsteht gerade mit Förderung des MIL eine neue Stadthalle als Mittelpunkt des städtischen Lebens. © JÜRGEN HABERMANN Architektur- und Ingenieurgesellschaft mbH
...entsteht gerade mit Förderung des MIL eine neue Stadthalle als Mittelpunkt des städtischen Lebens. © JÜRGEN HABERMANN Architektur- und Ingenieurgesellschaft mbH

In Finsterwalde (Elbe-Elster) findet heute das Richtfest für den Ausbau der Schäferschen Tuchfabrik zur Stadthalle statt. Baustaatssekretär Rainer Genilke beglückwünscht die Stadt Finsterwalde im Vorfeld zur weiteren Etappe der Sanierung dieses wichtigen Bauvorhabens. In die Umsetzung dieses Infrastrukturprojektes der Stadt-Umland-Strategie fließen 8,6 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), weitere Mittel des Bundes sowie Landesmittel in Höhe von rund vier Millionen Euro.

„Mit den Fördermitteln der Europäischen Union, die im Rahmen der Stadt-Umland-Strategie zur Verfügung gestellt werden, ist es gelungen, dieses Mammutvorhaben auf den Weg zu bringen. Durch einen intelligenten Fördermittelmix aus unterschiedlichen Programmen sichern wir die Finanzierung des Projekts. Das Vorhaben ist ein wichtiger Baustein zur Revitalisierung der historischen Innenstadt. Die Tuchfabrik, unweit der Innenstadt, verkörpert städtische Industriegeschichte. Das denkmalgeschützte Ensemble ist Baukultur und Identität für die Menschen. Ich freue mich, dass es bald eine neue Nutzung geben wird. Alt und Neu werden hier gut miteinander kombiniert. Mit dem Neubau der Veranstaltungshalle wird ein attraktiver Anziehungspunkt für die Einwohner und Einwohnerinnen der Stadt Finsterwalde und der Umlandgemeinden geschaffen.  Das entspricht voll und ganz den Intentionen des Stadt-Umland-Wettbewerbs,“ sagte Staatssekretär Rainer Genilke am Vortag des Richtfestes in Potsdam.

Das Gesamtvorhaben beinhaltet die Reaktivierung des denkmalgeschützten Gebäudeensembles der ehemaligen Schäferschen Textilfabrik (Tuchfabrik) aus dem 19. Jahrhundert und die Sanierung der umliegenden Freiflächen. Das Industriedenkmal wird durch Sanierung, teilweisen Abriss sowie Neubau aufgewertet und zu einer Kultur-, Kunst- und Sängerstadthalle in Finsterwalde umgebaut. Im Mittelpunkt des Bauvorhabens steht die Sanierung der alten Shedhalle. Ein neuer Baukörper als Veranstaltungssaal wird an die Shedhalle gebaut.

Der Umbau der Shedhalle soll dabei den multifunktionalen Nutzungsanforderungen einer Veranstaltungs- und Kongresshalle gerecht werden. Spuren der industriellen Nutzung und der Historie des Gebäudes werden sichtbar bleiben und in das Gesamtkonzept integriert. Der entstehende Saal wird ein multifunktionaler, teilbarer Veranstaltungssaal für Konzerte, Messen, Konferenzen, Lesungen, Seminare mit 600 Sitzplätzen und 1000 Stehplätzen sein. Eine Raumtrennwandanlage und eine versenkbare Bühne sollen die vielfältige Nutzung ermöglichen.

Die Gesamtinvestitionskosten betragen rund 18 Millionen Euro. Rund 8,6 Millionen Euro werden von der Europäischen Union (EFRE) bereitgestellt, der Bund stellt aus dem Förderprogramm Sanierung kommunaler Einrichtungen im Bereich Sport, Jugend, Kultur rund zwei Millionen Euro zur Verfügung, weitere knapp zwei Millionen Euro kommen aus der nationalen Städtebauförderung. Die Stadt Finsterwalde unterstützt das Projekt mit Eigenmitteln in Höhe von rund 7,5 Millionen Euro. Die Stadt verfolgt das Projekt Stadthalle seit langem. Bereits seit 2016 unterstützt ein Bürgerverein die Aktivitäten zum Neubau der Stadthalle.

Die Stadt Finsterwalde ist Lead Partner der Strategie „Sängerstadt und Elbe-Elster-Land: Gemeinsam für die Zukunft!“, Kooperationspartner sind der Landkreis Elbe-Elster, die Stadt Sonnewalde, das Amt Kleine Elster, die Stadt Herzberg (Elster), die Stadt Schönewalde, das Amt Plessa, die Stadt Doberlug-Kirchhain, das Amt Elsterland, die Stadt Bad Liebenwerda, die Stadt Elsterwerda, das Amt Schlieben, die Stadt Uebigau-Wahrenbrück, die Gemeinde Röderland, die Stadt Falkenberg (Elster), die Stadt Mühlberg/Elbe, das Amt Ortrand sowie das Amt Schradenland. Die Kooperation will im Rahmen der Stadt-Umland-Strategie Projekte umsetzen, mit denen die Region für Zuzügler und Investoren, aber auch für die Bevölkerung attraktiver wird. Davon sollen die Orte profitieren, die für die Daseinsvorsorge, die wirtschaftliche Entwicklung sowie für öffentliche und private Dienstleistungen von Bedeutung sind. Bisher wurden rund 17 Millionen EFRE-Mittel für sieben Vorhaben und rund 2,2 Millionen Euro für 13 Projekte aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) bewilligt.

Die Kooperation von Finsterwalde und den Partnern war bereits im Jahr 2015 im Schnellläuferverfahren des Stadt-Umland-Wettbewerbs ausgewählt worden. Am Wettbewerb haben sich Ober- oder Mittelzentren, die mit einer oder mehreren Kommunen in ihrem jeweiligen Verflechtungsbereich eine Kooperation bilden, beteiligt. Städte und die sie umgebenden Gemeinden haben Kooperationsprojekte für die Themenfelder Infrastruktur und Umwelt, Energie und Mobilität sowie Wirtschaft und Tourismus entwickelt. Die Vorhaben müssen den Anforderungen der drei Europäischen Fonds für regionale, soziale und ländliche Entwicklung (EFRE, ESF und ELER) entsprechen und werden von den Kooperationspartnern kofinanziert.

Die Stadt Finsterwalde wird seit 1991 im Rahmen der Stadtentwicklung/Stadterneuerung unterstützt, bis Ende 2020 wurden rund 40,7 Millionen Euro Fördermittel bewilligt. Für den Um- und Ausbau von rund 1.700 Wohnungen wurden rund 36 Millionen Euro bereitgestellt.

Ident-Nr
Presseinformation
Datum
18.06.2021
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Datum
18.06.2021