15.12.2020

„Kontakt halten ist wichtig – auch digital“

Zuwendungsbescheide über Videokonferenz

Minister Guido Beermann und Staatssekretär Rainer Genilke vergeben Zuwendungsbescheide über Videokonferenz © MIL
Minister Guido Beermann und Staatssekretär Rainer Genilke vergeben Zuwendungsbescheide über Videokonferenz © MIL

Gegen Ende jedes Jahres vergibt das Ministerium Zuwendungsbescheide an die Städte in Brandenburg. Der Minister und der Staatssekretär übergeben gewöhnlich die Fördergelder persönlich. Auch das war in diesem Jahr ganz anders. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, dass es bei Zuwendungsbescheiden nicht um Fördergelder und Zahlen allein geht.

Es ist schon spät am Abend, die Sessel werden zur Seite geschoben und das Büro hemdsärmelig in ein Videokonferenzzimmer für den nächsten Zuwendungsbescheid umgebaut. Dieses Mal haben sich keine Journalisten mit in die Videokonferenz eingewählt, nur Minister Guido Beermann und René Wilke, Oberbürgermeister von Frankfurt an der Oder, sind anwesend. Der Zuwendungsbescheid selbst ist schnell übergeben: 4,7 Millionen Euro fließen in die Stadtentwicklung, unter anderem in den Erweiterungsbau einer Oberschule, die Unterstützung einer Nachbarschaftsagentur und die Wiederbelebung eines innerstädtischen Areals am ehemaligen botanischen Garten. Aber danach sprechen Beermann und Wilke noch 20 Minuten, über die Projekte, über die Corona-Situation in Frankfurt an der Oder vor Ort und andere Themen. Es ist ein offenes Gespräch, als wäre es kein offizieller Termin. „Danke, Herr Minister, dass Sie sich so viel Zeit genommen haben. Das ist in diesen Zeiten nicht selbstverständlich“, sagt Wilke am Ende. Diesen Dank gibt der Minister zurück.

Die Videokonferenz ist nur ein Beispiel von vielen, das zeigt, dass Corona zwar viele Möglichkeiten einschränkt, aber der direkte Kontakt nicht verloren geht. „Der enge Kontakt zu den Städten und Kommunen ist für das Ministerium essentiell“, sagt Beermann. „Das ist nicht nur irgendeine Schnittstelle, da geht es um den persönlichen Kontakt – auch digital. Insofern habe ich mich gefreut, dass wir durch diese Videokonferenzen ein herzliches Signal der Unterstützung und Zusammenarbeit setzen konnten.“

Fördergelder für „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ und „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“

„Es ist eine besondere Ehre, im Namen der Steuerzahler*innen ein frühes Weihnachtsgeschenk an die Städte zu machen – um diese noch attraktiver und lebenswerter zu machen“, sagt Staatssekretär Rainer Genilke, der gerade einen Zuwendungsbescheid mit 2,2 Millionen Euro per Videokonferenz an die Stadt Spremberg vergeben hat. „Als gebürtiger Finsterwalder weiß ich genau, wie sehr diese Fördergelder den Brandenburger*innen zu Gute kommt und helfen, die Regionen in Brandenburg in ihrer Entwicklung noch weiter nach vorne zu bringen.“ Das erzählt er auch in der Konferenz, am Beispiel von Spremberg, das seit 1991 rund 34 Millionen Euro Fördermittel für die Stadtentwicklung und im Rahmen der Wohnraumförderung rund 70 Millionen Euro für über 3.300 Wohnungen erhalten hat.

Dieses Jahr sind rund 100 Millionen Euro in die Städtebauförderung geflossen, und zusätzlich knapp 50 Millionen Euro an EFRE-Mitteln. Noch sind nicht alle Zuwendungsbescheide vergeben, aber für 2021 konnten Minister Guido Beermann und Staatssekretär Rainer Genilke in den Videokonferenzen bereits viele Millionen Euro vergeben, die wieder in Kitas, Parks, wichtige Plätze, Gebäude und andere Stadtentwicklungsprojekte fließen. Auf die Ergebnisse, die aus den Fördergeldern entstehen, sind Beermann und Genilke besonders gespannt. „Wir hoffen natürlich, dass wir uns die Ergebnisse dieser Investitionen wieder live ansehen können und nicht nur über einen Bildschirm“, sagt Beermann.  

 Einen genauen Überblick über die Fördergelder finden Sie bald auf der Webseite des MIL. 

Datum
15.12.2020
Datum
15.12.2020