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Frankfurt (Oder): Tabbert übergibt Förderbescheide für Stadtentwicklungsprojekte

- Erschienen am 14.01.2026 - Presemitteilung Presseinformation
Übergabe ZWB Frankfurt (Oder) © Stadt Frankfurt Oder

Bauminister Detlef Tabbert hat der Stadt Frankfurt (Oder) heute Fördermittel in Höhe von rund sechs Millionen Euro für Stadtentwicklungsprojekte ausgereicht. Bund und Land stellen aus den Programmen „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ und „Sozialer Zusammenhalt“ unter anderem Geld für die Sanierung der Konzerthalle „Carl Philipp Emanuel Bach“, das ehemalige Hafenspeichergebäude, der Parkanlage im ehemaligen Klinikum sowie die Sanierung von Schul- und Sporteinrichtungen bereit.

Detlef Tabbert: „Ich freue mich, der Stadt Frankfurt (Oder) Fördermittel für die vielfältigen Stadtentwicklungsvorhaben zu übergeben. Nach wie vor sind der Stadtumbau und die Aufwertung einzelner Stadtgebiete der Schwerpunkt der Förderung. Wir wollen Frankfurt (Oder) als Oberzentrum Ostbrandenburgs und als Stadt mit wichtiger Brückenfunktion Richtung Osteuropa weiter mit Städtebaufördermitteln unterstützen. Daher sind Projekte zu begrüßen, die der nachhaltigen Stadtentwicklung dienen. Insgesamt erhält Frankfurt heute Zuwendungsbescheide aus den Förderprogrammen ‚Wachstum und nachhaltige Erneuerung‘ und ‚Sozialer Zusammenhalt‘. Jeder einzelne der rund sechs Millionen Euro, die wir heute übergeben, sind gut investiertes Geld.“

Bund-Länder-Programm Wachstum und nachhaltige Erneuerung - Lebenswerte Quartiere gestalten (WNE) 

Das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ unterstützt Städte und Gemeinden bei der Bewältigung des wirtschaftlichen und demografischen Wandels in Gebieten, die von erheblichen städtebaulichen Funktionsverlusten und Strukturveränderungen betroffen sind. Das Programm hilft den Städten und Gemeinden dabei, ihre baulichen Strukturen und den öffentlichen Raum an neue und sich ändernde Bedarfe anzupassen. Es setzt einen Schwerpunkt bei der Brachflächenentwicklung zur Unterstützung des Wohnungsbaus bzw. zur Entwicklung neuer Quartiere sowie bei der Klimafolgenanpassung. 

Im Programmjahr 2025 wurden insgesamt 3,83 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel bewilligt. 

Fördergebiet „Zentrum/Nord“ – Teilprogramm Aufwertung

Im Programmjahr 2025 wurden 2,2 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel bewilligt. Die Mittel sollen unter anderem für die Kofinanzierung des mit EU-Mitteln geförderten Vorhabens „Sanierung der Konzerthalle Carl Philipp Emanuel Bach“, die Vorbereitung des Umbaus und der Sanierung des ehemaligen Lichtspieltheaters der Jugend zum Landesmuseum für Moderne Kunst, die Neugestaltung und Revitalisierung der Magistrale sowie die Entwicklung Quartier östliches Rathaus (Marktostseite) eingesetzt werden.

Fördergebiet „Zentrum/Nord“ – Teilprogramm Sanierung, Sicherung und Erwerb

Im Programmjahr 2025 wurden 600.000 Euro Bundes- und Landesmittel bewilligt. Die Mittel sollen unter anderem für das ehemalige Hafenspeichergebäude Ziegelstraße 19a und die Sanierung der Wohngebäude Paul- Feldner- Str. 11-12 eingesetzt werden.

Fördergebiet „Neuberesinchen“ – Teilprogramm Aufwertung

Im Programmjahr 2025 wurden 300.000 Euro Bundes- und Landesmittel bewilligt. Die Mittel sollen unter anderem für den Rückbau von Nichtwohngebäuden und die Öffentlichkeitsarbeit und Begleitung der Programmumsetzung eingesetzt werden.

Fördergebiet „Am ehemaligen Botanischen Garten Viadrina“ – Teilprogramm Aufwertung

Im Programmjahr 2025 wurden eine Million Euro Bundes- und Landesmittel bewilligt. Die Mittel sollen unter anderem für die Sanierung der Briesener Straße zum Bahnhof ab 2029 eingesetzt werden, da sich die Straße und die Gehwege einschließlich der stadttechnischen Anlagen in einem desolaten Zustand befinden. Vorgesehen ist die grundhafte Sanierung der Straße einschließlich Gehwege und Stadttechnik sowie die Herstellung der Erschließung für den Bereich Bahnbetriebswerk, südlich der Briesener Straße auch zur Neuordnung des ruhenden Verkehrs und der Verbesserung der Barrierefreiheit. Darüber hinaus sollen die Sanierung der Parkanlage im ehemaligen Klinikum und die planerische Vorbereitung der Sanierung der denkmalgeschützten ehemaligen Klinikgebäude Haus I, III und IV unterstützt werden.

Bund-Länder-Programm Sozialer Zusammenhalt (SZH)

Das Ziel des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ ist die Stärkung des sozialen Miteinanders und die Verbesserung der Lebensqualität in Stadt- und Ortsteilen mit besonderen Entwicklungsbedarfen. In Ergänzung zur bisherigen Zielstellung – der „Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter und strukturschwacher Stadt- und Ortsteile“ soll explizit auch ein präventiver Ansatz ermöglicht werden. Darüber hinaus wird die bisherige Schwerpunktsetzung, mit dem Bezug zu wenigen konkreten Indikatoren, erweitert und ermöglicht so die Bearbeitung einer breiten Palette von Handlungsfeldern wie Generationengerechtigkeit, Umweltgerechtigkeit, Sicherheit im Quartier. Damit soll unter anderem ein Beitrag zur Erhöhung der Wohn- und Lebensqualität und Nutzungsvielfalt, der Integration aller Bevölkerungsgruppen und zur Stärkung des Zusammenhalts in der Nachbarschaft geleistet werden. Das Programm bündelt die Aktivitäten einer sozialen Stadtentwicklung und zeichnet sich vor allem durch seinen interdisziplinären Ansatz aus. Das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ unterstützt Städte daher nicht nur in ihrer baulichen Entwicklung. Ein Schwerpunkt des Programms umfasst auch das Quartiersmanagement und die Mobilisierung von Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger und ehrenamtlichem Engagement.

Fördergebiet „Altberesinchen“

Im Programmjahr 2025 wurden 250.000 Euro Bundes- und Landesmittel bewilligt. Die Mittel sollen unter anderem für die Umfeldgestaltung der Ullrich-von-Hutten-Oberschule zur besseren Einbindung in den Stadtteil eingesetzt werden.

Fördergebiet „Obere Stadt“

Im Programmjahr 2025 wurden zwei Millionen Euro Bundes- und Landesmittel bewilligt. Die Mittel sollen unter anderem für die Fortführung der Vorhaben „Sanierung Sportplatz Beckmannstraße“ und Wegeverbindung im Bereich Kleistpark-Lennèpark sowie die weitere Bürgerbeteiligung und das Quartiersmanagement eingesetzt werden.

Frankfurt (Oder) hat seit 1991 fast 215 Millionen Euro Fördermittel aus mehreren Programmen für die Stadtentwicklung erhalten. Im Rahmen der Wohnraumförderung wurden 316,5 Millionen Euro für 6648 Wohnungen bewilligt.

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Ident-Nr
Presseinformation
Datum
14.01.2026