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Cottbus: Staatssekretärin Bartmann übergibt Förderbescheide für Stadtentwicklungsprojekte

- Erschienen am 14.01.2026 - Presemitteilung Presseinformation

Baustaatssekretärin Dr. Ina Bartmann hat heute der Stadt Cottbus Fördermittel in Höhe von 5,7 Millionen Euro für Stadtentwicklungsprojekte überbracht. Bund und Land stellen aus den Programmen „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“, „Lebendige Zentren“ und „Sozialer Zusammenhalt“ unter anderem Geld für die Aufwertung des öffentlichen Raums, Ausbau von Fuß- und Radwegen in der Altstadt und die Sanierung des Schulstandortes „Schmellwitzer Oberschule“ bereit.

Ina Bartmann: „Ich freue mich, dass wir die Stadt Cottbus auch für die nächsten Jahre mit Städtebaufördermitteln unterstützen können. Cottbus hat sich auch dank umfangreicher Fördermittel zur erfolgreichen Metropole im Süden des Landes Brandenburg entwickelt. Die Erfolge der Stadtsanierung sind überall sichtbar und auch die großen Wohngebiete wurden nicht vernachlässigt. Die Stadt zeigt eindrucksvoll, wie Städtebaufördermittel genutzt werden, um sowohl die städtebauliche Entwicklung voranzutreiben als auch einen positiven Beitrag zur sozialen und kulturellen Entwicklung zu leisten. Mit der Städtebauförderung steht ein starkes Instrument zur Verfügung, um Cottbus noch nachhaltiger und gerechter zu gestalten und die Stadt fit für die Zukunft zu machen und die Potentiale auch mit wichtigen Wirtschaftsansiedlungen zu heben. Dabei wollen wir die Stadt weiter unterstützen.“

Bund-Länder-Programm Lebendige Zentren (LZ) 

Stadt- und Ortskerne zu attraktiven, multifunktionalen und identitätsstiftenden Standorten für Arbeiten, Wirtschaft, Wohnen, Bildung und Kultur weiterzuentwickeln ist Anliegen des Städtebauförderungsprogramms Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Stadt- und Ortskerne. In ihm werden insbesondere die Schwerpunkte der vorherigen Programme Städtebaulicher Denkmalschutz und Aktive Stadt- und Ortsteilzentren gebündelt. Stadt- und Ortskerne sollen gestärkt, aufgewertet und revitalisiert sowie als zentrale Versorgungsbereiche gesichert werden. Das Programm soll helfen, den Strukturwandel in Stadt- und Ortsmitten besser zu bewältigen und zugleich zur Stärkung und Belebung der Innenstädte beizutragen. Ein wichtiges Augenmerk liegt bei der Umsetzung des Programms auf der Weiterentwicklung der historischen Altstädte unter besonderer Berücksichtigung des städtebaulichen Denkmalschutzes. 

Fördergebiet Innenstadt

Im Programmjahr 2025 wurden für die kommenden Jahre 2,6 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel bewilligt. Diese sind unter anderem für die Aufwertung des Straßenraums im Rahmen der Erneuerung der Straßenbahngleise in den Straßen Berliner Straße, Altmarkt, Sandower Straße vorgesehen, auch mit dem Ziel die Barrierefreiheit zu verbessern.  Auch sollen der Platz an der Sonnenuhr und der Gerichtsplatz aufgewertet werden, die Turnhalle der Paul-Werner-Oberschule (Bahnhofstraße 11) erweitert und das Citymanagement weiter unterstützt werden.

Bund-Länder-Programm Wachstum und nachhaltige Erneuerung - Lebenswerte Quartiere gestalten (WNE) 

Das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ unterstützt Städte und Gemeinden bei der Bewältigung des wirtschaftlichen und demografischen Wandels in Gebieten, die von erheblichen städtebaulichen Funktionsverlusten und Strukturveränderungen betroffen sind. Das Programm hilft den Städten und Gemeinden dabei, ihre baulichen Strukturen und den öffentlichen Raum an neue und sich ändernde Bedarfe anzupassen. Es setzt einen Schwerpunkt bei der Brachflächenentwicklung zur Unterstützung des Wohnungsbaus bzw. zur Entwicklung neuer Quartiere sowie bei der Klimafolgenanpassung. 

Fördergebiet Cottbuser Ostsee 

Im Programmjahr 2025 wurden im Teilprogramm Aufwertung 1,1 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel bewilligt. Der durch die Flutung des Tagebaurestlochs entstehende See soll an die Stadt angebunden werden. Ziel ist es, diesen Stadtraum zu einem attraktiven, urbanen Wohn-, Lebens- und Arbeitsort zu entwickeln. Diese bewilligten Städtebaufördermittel sind unter anderem für Verlängerung der Oststraße, die Sanierung eines Teilabschnitts der sogenannten Seeachse, d.h. Dissencher Straße zwischen Stadtring und Gubener Straße (2. BA) vorgesehen. Über die Seeachse wird die künftige Seevorstadt und der Cottbuser Ostsee erschlossen. Bei der Seevorstadt handelt es sich um einen komplett neuen Stadtteil, der zwischen dem Stadtzentrum und dem Ostsee entwickelt werden soll.

Bund-Länder-Programm Sozialer Zusammenhalt (SZH)

Das Ziel des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ ist die Stärkung des sozialen Miteinanders und die Verbesserung der Lebensqualität in Stadt- und Ortsteilen mit besonderen Entwicklungsbedarfen. In Ergänzung zur bisherigen Zielstellung – der „Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter und strukturschwacher Stadt- und Ortsteile“ soll explizit auch ein präventiver Ansatz ermöglicht werden. Darüber hinaus wird die bisherige Schwerpunktsetzung, mit dem Bezug zu wenigen konkreten Indikatoren, erweitert und ermöglicht so die Bearbeitung einer breiten Palette von Handlungsfeldern wie Generationengerechtigkeit, Umweltgerechtigkeit, Sicherheit im Quartier. Damit soll unter anderem ein Beitrag zur Erhöhung der Wohn- und Lebensqualität und Nutzungsvielfalt, der Integration aller Bevölkerungsgruppen und zur Stärkung des Zusammenhalts in der Nachbarschaft geleistet werden. Das Programm bündelt die Aktivitäten einer sozialen Stadtentwicklung und zeichnet sich vor allem durch seinen interdisziplinären Ansatz aus. Das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ unterstützt Städte daher nicht nur in ihrer baulichen Entwicklung. Ein Schwerpunkt des Programms umfasst auch das Quartiersmanagement und die Mobilisierung von Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger und ehrenamtlichem Engagement.

Fördergebiet Neu Schmellwitz

Es wurden zwei Millionen Euro Bundes- und Landesmittel bewilligt. Die Mittel sollen unter anderem für die Sanierung der Schmellwitzer Oberschule, 2. und 3. Bauabschnitt der umfassenden energetischen Sanierung des Schulstandortes einschließlich Sanierung der Turnhalle und Gestaltung der Freianlagen eingesetzt werden. Das Vorhaben umfasst vier Bauabschnitte, wobei die Finanzierung des 1. Bauabschnitts (Sanierung der Aula einschließlich Ergänzung durch eine Mensa und die barrierefreie Erschließung) bereits vollständig über bisher ausgereichte Förderbescheide abgesichert ist. Der Baubeginn ist in diesem Jahr geplant.

Die Stadt Cottbus hat bisher aus der Städtebauförderung und diversen Landesprogrammen für die Stadtentwicklung und Stadterneuerung rund 251 Millionen Euro erhalten. Hinzu kamen rund 248 Millionen Euro für die Modernisierung und Instandsetzung sowie den Bau von 11.757 Wohnungen aus der Wohnraumförderung. 

Hintergrund Städtebauförderung

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung hat für das Programmjahr 2025 Bundes- und Landesmittel in Höhe von rund 76 Millionen Euro an 69 Kommunen ausgereicht. Diese Mittel stehen bis 2031 in den drei Programmen „Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ sowie „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ zur Verfügung. 

Das Land Brandenburg unterstützt die Kommunen seit 1991 im Rahmen der Stadterneuerung/Städtebauförderung bei ihrer zukunftsgerichteten Entwicklung. Es wurden bisher rund 4,1 Milliarden Euro von Bund und Land zur Verfügung gestellt.

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Ident-Nr
Presseinformation
Datum
14.01.2026