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Neuruppin: Förderbescheide für Bahnhofsvorplatz Rheinsberger Tor und Sozialer Zusammenhalt

- Erschienen am 12.12.2025 - Presemitteilung Presseinformation
Neuruppin - Minister Tabbert übergibt Fördermittel © MIL

Infrastrukturminister Detlef Tabbert übergibt für die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes Rheinsberger Tor und für Projekte in der Rheinsberger Vorstadt Fördermittel in Höhe von über drei Millionen Euro. Die Mittel stammen aus dem Programm ÖPNV-Invest des Landes Brandenburg und dem Bund-Länder-Programm Sozialer Zusammenhalt.

Detlef Tabbert: „Wir wollen den öffentlichen Personennahverkehr zukunftssicher machen und die Mobilität im ganzen Land weiterentwickeln. Den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel wollen wir erleichtern und dafür attraktive Angebote schaffen. Ein wichtiger Mosaikstein ist dabei, leistungsfähige und attraktive Bahnhöfe für Pendelnde und Touristen als Visitenkarte der Stadt zu schaffen. Fahrräder sollen sicher abgestellt werden können. Barrierefreie Zugänge zum öffentlichen Verkehr ermöglichen auch Älteren oder Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sowie Familien mit Kindern und Kinderwagen einen bequemen und sicheren Einstieg in die Züge. Hierfür stellen wir der Stadt Neuruppin Fördermittel für den Bahnhofsvorplatz zur Verfügung.“

Mit der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes „Rheinsberger Tor“ soll eine Neuordnung zur Verbesserung und Aufwertung des öffentlichen Nahverkehrs erfolgen. Bisher gibt es auf dem Vorplatz Pkw-Stellplätze und nur wenige Fahrradstellplätze. Die Bushaltestellen befinden sich an der Straße, es sind längere Wege zum Haltepunkt nötig. Durch die Verlagerung der Pkw-Stellplätze in die Ernst-Toller-Straße kann nun ein attraktiver ÖPNV-Verknüpfungspunkt zwischen Bus und Bahn geschaffen werden.

Der Neubau des Vorplatzes ist wie folgt vorgesehen:

  • 5 barrierefreie Haltestellen und ein Stellplatz für Busse in Warteposition Zu- und Abfahrt zu den Busstellplätzen
  • Überdachte B+R Anlage für 10 Fahrräderbügel und 100 Fahrradetagenparker
  • 20 Fahrradboxen
  • Zugang zum Bahnsteig und Anbindung an das Straßen- und Wegesystem
  • 2 Digitale Fahrgastinformationsanlagen und Beleuchtung
  • Begrünung des Vorplatzes
  • Öffentliches WC
  • Fahrradreparaturmöglichkeit sowie eine Druckluftstation

Die geplanten Gesamtinvestitionskosten betragen rund 5,05 Millionen Euro. Das Land stellt aus dem Förderprogramm „ÖPNV-Invest“ rund 3,1 Millionen Euro für Grunderwerb, Planung und Bau zur Verfügung.

Förderbescheid für „Rheinsberger Vorstadt“

Das Fördergebiet „Rheinsberger Vorstadt“ wurde 2025 neu in das Bund-Länder-Programm Sozialer Zusammenhalt aufgenommen. Bei der Rheinsberger Vorstadt handelt es sich um ein sozial benachteiligtes Stadtgebiet, welches städtebauliche, demografische, infrastrukturelle sowie funktionale Missständen aufweist. Im Stadtteil leben viele Migranten, arbeitslose Menschen und Ältere. Hieraus ergibt sich ein Bedarf zur Verbesserung der Barrierefreiheit, an Spielplätzen sowie Kultur- und Freizeitangeboten.

Die Stadt Neuruppin erhält im Programmjahr 2025 50.000 Euro. Diese Mittel sollen für eine städtebauliche Zielplanung, einschließlich der Erarbeitung konkreter Projekte sowie des Zeitrahmens einer Förderung, eingesetzt werden.

Weitere 200.000 Euro stehen aus dem Programm Lebendige Zentren für die Fördergebiet „Sanierungsgebiet Historische Altstadt“ im Programmjahr 2025 zur Verfügung. Damit sollen unter anderem die Erneuerung der Nebenanlagen der L167, die Radabstellanlage an der Pfarrkirche sowie die Herstellung einer fußläufigen, barrierefreien Anbindung vom P&R-Stellplatz in das Sanierungsgebiet über die Ernst-Toller-Straße unterstützt werden.

Minister Tabbert sagte bei der Übergabe: „Neuruppin hat einen sehr guten Sanierungsstand erreicht. Es ist der Stadt hervorragend gelungen, verschiedene Förderprogramme zu bündeln und die Fördermittel erfolgreich einzusetzen. Das kann man überall in der Stadt sehen. Die historische Innenstadt mit vielen wertvollen Gebäude, Plätzen und Grünanlagen, wie beispielsweise der Tempelgarten wurden saniert. Die Stadtmauer wurde saniert und die Uferpromenade hergerichtet. Die großen Wohngebiete wurden nicht vernachlässigt. Die Wohnqualität wurde nachhaltig verbessert. Die Menschen leben gerne hier und für Touristen ist die Stadt interessant. Nun gilt es, das Erreichte zu stabilisieren, den öffentlichen Raum weiter aufzuwerten und den sozialen Zusammenhalt zu stärken.“

Neuruppin wurde von 1991 bis 2019 im Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz gefördert und 2020 in das Programm Lebendige Zentren aufgenommen. Insgesamt wurden im Rahmen der Städtebauförderung rund 74,5 Millionen Euro bewilligt.

Das Land hat im Rahmen der Wohnraumförderung fast 140 Millionen Euro für 2.826 Wohnungen zur Verfügung gestellt.

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Ident-Nr
Presseinformation
Datum
12.12.2025