Toolbar-Menü

12.05.2022

| Presseinformation

Tag der Städtebauförderung: 24 Kommunen beteiligen sich - Genilke besucht Vetschau

Marktplatz Vetschau © Stadt Vetschau
Marktplatz Vetschau © Stadt Vetschau

Zum siebenten Mal findet am 14. Mai 2022 der Tag der Städtebauförderung statt. Städte und Gemeinden waren eingeladen, sich zu beteiligen, um ihre Projekte, Planungen und Erfolge vorzustellen. Der bundesweite Aktionstag ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Deutschem Städtetag und Deutschem Städte- und Gemeindebund, um die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürger bei Stadtentwicklungsvorhaben zu stärken. Infrastrukturstaatssekretär Rainer Genilke besucht Projekte in der Stadt Vetschau.

  • Termin:  Sonnabend, 14. Mai 2022
  • Zeit: 10 Uhr
  • Ort:  03226 Vetschau, Marktplatz

Rainer Genilke: „Ich freue mich, dass es in diesem Jahr wieder möglich ist, Veranstaltungen wie Stadtrundgänge, Ausstellungen oder Baustellenbesichtigungen anzubieten. Die Kommunen haben auch in den vergangenen zwei Jahren Großes geleistet und Stadtentwicklungsprojekte umgesetzt. Mit dem ‚Tag der Städtebauförderung‘ können die Städte erfolgreiche Stadtentwicklung erlebbar machen. Bürgerinnen und Bürger können sich über Projekte informieren, die mit Städtebaufördermitteln unterstützt wurden.“

Aktuell steht die Stadtentwicklung vor sehr großen Herausforderungen. Die Bewältigung der Folgen der Covid-19-Pandemie aber auch die klimaverträgliche Gestaltung unserer Städte und Gemeinden sind Aufgaben, die die Kommunen in den kommenden Jahren intensiv beschäftigen werden. Deshalb ist es gerade jetzt wichtig, zu zeigen, was nachhaltige Stadtentwicklung, gemeinsames Gestalten und das große Engagement der Kommunen bewirken kann.

Folgende brandenburgische Städte beteiligen sich mit Aktionen am Tag der Städtebauförderung 2022:

Beelitz, Cottbus, Drebkau, Eberswalde, Erkner, Falkensee, Finsterwalde,  Forst (Lausitz), Großräschen, Gülitz-Reetz, Jüterbog, Lenzen (Elbe), Lübbenau/Spreewald, Luckenwalde, Mühlberg/Elbe, Neuruppin, Oranienburg, Perleberg, Potsdam, Schwedt/Oder, Spremberg,  Strausberg, Vetschau/Spreewald, Wittenberge

Weitere Informationen finden Sie auf den Webseiten der Städte sowie auf der Webseite des Tages der Städtebauförderung: Programm 2022 (tag-der-staedtebaufoerderung.de)

Staatssekretär Rainer Genilke informiert sich bei einem Stadtrundgang über Städtebauförderprojekte in Vetschau und nimmt an der Enthüllung der Informationstafeln für den Ehrenbürger Richard Hellmann teil.

Rainer Genilke: „Vetschau ist bei der Sanierung der Innenstadt gut vorangekommen. Insgesamt wurde die Stadterneuerung seit 1991 mit mehr als 16 Millionen Euro gefördert. Das ist gut angelegtes Geld. Baudenkmale und stadtbildprägende Gebäude erstrahlen im neuen Glanz, Straßen, Wege und Plätze wurden saniert. Die Menschen leben gerne hier und haben gute Verkehrsverbindungen nach Cottbus und Berlin. Wir wollen die Stadt weiter mit Fördermitteln unterstützen.“

Vetschau wurde von 1991 bis 2013 im Bund-Länderprogramm „Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen“ gefördert. Es flossen rund 6,35 Millionen Euro in das Sanierungsgebiet Altstadt. Damit wurde die bestehende historische Struktur des Altstadtgrundrisses mit seinen stadtbildtypischen Gebäuden und Anlagen erhalten und gestärkt. Innerhalb des Sanierungsgebietes wurden insgesamt 35 Modernisierungs- und Instandsetzungsvorhaben umgesetzt.

Zu den herausragenden Projekten gehört das Schloss mit seinen Nebengebäuden. Es wurde zu einer attraktiven Begegnungs- und Veranstaltungsstätte mit regionaler Bedeutung. Die Sanierung der Treppenhäuser sowie die barrierefreie Erschließung mittels eines Aufzugs und eine barrierefreie WC Anlage sind derzeit in Planung.

Die Sanierung der Gebäudehülle der Wendisch-Deutschen Doppelkirche erfolgte aus Mitteln der Städtebauförderung.

Die Sanierung des Vorhabens Kirchstraße 7 (Einzeldenkmal, dreigeschossiger barocker Putzbau aus dem Jahr 1780 mit der ersten Apotheke der Stadt) wurde mit Städtebaufördermitteln und einem Darlehen der Wohnraumförderung finanziert. Es entstanden dort vier Zweiraumwohnungen. In den Räumlichkeiten der ehemaligen Apotheke entstand eine behindertengerechte Wohnung mit barrierefreiem Zugang.

Der Marktplatz wurde mit Städtebaufördermitteln neugestaltet. Markant ist das dem Stadtwappen nachempfundene „Schachbrettmuster“ des Pflasters.

Mit der gestalterischen Aufwertung der Altstadteingangssituationen am „Roten Platz“ (heute Hospitalplatz) erfolgte die verkehrstechnische Neuordnung unter Beachtung seiner Sammel- und Verteilerfunktion für den innerörtlichen und regionalen Verkehr. Es konnten Zufahrtsmöglichkeiten für den Kernbereich, die Neuordnung des fließenden Verkehrs im Stadtkern, die Schaffung von Orientierungshilfen zur besseren Verbindung des Stadtkerns mit dem Umfeld/Stadtteilen geschaffen werden.

Stadtumbau (STUB) und Wachstum und nachhaltige Erneuerung (WNE)

Insgesamt wurden von Bund und Land Fördermittel in Höhe von 8,75 Millionen Euro (alle Teilprogramme) bewilligt.

Schwerpunkt war und ist die Aufwertung/Funktionsstärkung der Kernstadt, insbesondere der historischen Altstadt und Entwicklung dieser zu einem attraktiven Standort für Handel und Dienstleistung. Im Teilprogramm STUB Rückbau wurden 621 Wohnungen im WK I + II abgerissen. Die Herrichtung von Flüchtlingswohnungen ist abgeschlossen. Das Teilprogramm STUB „Rückführung der städtischen Infrastruktur“ (RSI) befindet sich derzeit im Abschluss. Es wurden zwei Vorhaben umgesetzt, die Modernisierung und Instandsetzung des ehemaligen Gymnasiums zum Bürgerhaus sowie der Rückbau der ehemaligen Poliklinik Juri-Gagarin-Straße.

Im Teilprogramm STUB „Sanierung, Sicherung und Erwerb von Altbauten“ (SSE) wurde bisher erst ein Vorhaben umgesetzt, die Leerstandsbeseitigung/Sanierung der Kirchstraße 11/12.

Seit dem Programmjahr 2020 erfolgte dies im Programm WNE (Teilprogramme Aufwertung und Rückbau). Ein Schwerpunkt lag und liegt auf der Aufwertung und Entwicklung des Schulcampus „Albert Schweitzer“ (Pestalozzistraße). Gefördert wurden bisher unter anderem die Dachsanierung und der Fassadenanstrich der Grundschule Vetschau, die Mehrfeldhalle (städtebaulicher Mehraufwand am Neubau sowie die Gestaltung der Freiflächen), die Umgestaltung des Schulhofs der Grundschule sowie der Rückbau von Infrastruktureinrichtungen (Turnhalle Oberschule, Turnhalle Grundschule, 1. Grundschule)

Der Umbau des ehemaligen Gymnasiums zum Bürgerhaus ist abgeschlossen. Die Sanierung der ortsbildprägenden, denkmalgeschützten ehemaligen Backstein-Schule zu einem offenen und funktionalen Bürgerhaus wird wie folgt genutzt: Kindertagesstätte, Seniorenclub, Musikschule, multifunktionaler Bürgersaal.

Folgende Vorhaben sind umgesetzt bzw. werden derzeit umgesetzt: Sanierung Stadthaus III einschließlich ehemaliges Heizhaus, Schlossparkbrücken 8 und 13, die Sicherung der Orangerie des Schlossparks, weitere Sanierung im Stadtschloss:  1. Bauabschnitt Rittersaal, der 2. Bauabschnitt (Treppenhäuser, Heizung u.a.). 

Vetschau hat seit 1991 rund 16 Millionen Euro Fördermittel aus mehreren Programmen für die Stadtentwicklung erhalten. Im Rahmen der Wohnraumförderung wurden rund neun Millionen Euro für 260 Wohnungen bewilligt.

Ident-Nr
Presseinformation
Datum
12.05.2022
Ident-Nr
Presseinformation
Datum
12.05.2022