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Preisträger des Innenstadtwettbewerbs 2025/2026 wurden prämiert

- Erschienen am 11.05.2026 - Presemitteilung Presseinformation

Staatssekretär Volker-Gerd Westphal und Vertreterinnen und Vertreter des Bündnisses für lebendige Innenstädte haben heute in Potsdam im Rahmen einer Festveranstaltung die Preise des Innenstadtwettbewerbs 2025/2026 übergeben. Insgesamt konnten für 14 Preisträgerprojekte und fünf Anerkennungen 121.000 Euro vergeben werden.

Der alle zwei Jahre vom Bündnis für lebendige Innenstädte ausgelobte Innenstadtwettbewerb würdigt beispielgebende und innovative Projekte der Innenstadtentwicklung. Hierdurch soll Begegnung und Austausch im Erlebnisraum Innenstadt angeregt und die lokale Identität gestärkt werden. Der Wettbewerb richtet sich an Kooperationen, Netzwerke und Initiativen aller Innenstadtakteure aus Handel, Gastronomie, Kulturwirtschaft, Handwerk und Tourismus, Bildungseinrichtungen, Kirchen, Jugendclubs sowie Wohnungswirtschaft und Eigentümerinnen und Eigentümer von Gebäuden.

Prämiert wurden diesmal Projekte in den zwei Themenbereichen "Räume weiterdenken – kreative Nutzungsideen" und "Stadtraum beleben - Aktionen, Events, Vernetzung". Insgesamt wurden 80 Beiträge aus 48 Städten und Gemeinden sowie zwei Städtekooperationen in einer breiten geografischen Streuung eingereicht. Damit hat sich die Zahl der Einreichung gegenüber den Vorjahren nochmals deutlich erhöht (2022: 38 Beiträge aus 31 Städten; 2024: 64 Beiträge aus 46 Städten). Mit der Kategorie „Junge Innenstadt“ werden die Perspektiven, Projekte und Ideen junger Menschen in beiden Themenbereichen besonders gewürdigt.

Es wurden Preisgelder in Höhe von insgesamt 121.000 Euro vergeben, die von den Bündnispartnern sowie den beiden Sponsoren des Innenstadtwettbewerbs, der EDEKA-MIHA GmbH sowie dem Ostdeutschen Sparkassenverband, bereitgestellt wurden.

Zur Preisverleihung des Innenstadtwettbewerbs sagen die Bündnispartner:

Volker-Gerd Westphal, Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg:
„Wir schätzen und fördern die Zentren der Brandenburger Städte als lebendige Orte mit hoher Lebens- und Aufenthaltsqualität. Sie stehen für gesellschaftliche Teilhabe und das öffentliche Leben der Stadtgesellschaft. Innenstädte leben von der Mischung und Nachbarschaft: Wohnen, Arbeiten, Versorgung, Kultur, Freizeit, Verwaltung und soziale Infrastruktur sind hier miteinander verbunden. Ideen und Projekte für die Erneuerung und Entwicklung der Innenstädte sind Thema unseres dritten Innenstadtwettbewerbs. Wie das im Zusammenwirken öffentlicher und privater Akteure gelingen kann, zeigen die aktuellen Beiträge. Was vor Ort ein Erfolgsrezept ist, trägt auch unser landesweites Innenstadtbündnis mit dem Zusammenspiel von Wirtschaft, Kommunen und Landesregierung.“

Björn Fromm, Präsident vom Handelsverband Berlin-Brandenburg e.V.:
„Der bereits dritte Wettbewerbsdurchgang des Innenstadtwettbewerbs Brandenburgs hat mit einer neuen Höchstzahl an Beiträgen erneut eindrucksvoll den Ideenreichtum und das Engagement der Innenstadtakteure unter Beweis gestellt. Gemeinsam setzen sie mit ihren kreativen Konzepten wichtige Impulse für eine nachhaltige Belebung der Innenstädte. Dieses Zusammenspiel von Wirtschaft, Gesellschaft und Kommunen macht die Innenstädte zu lebendigen Begegnungs- und Erlebnisräumen – ein Gewinn, von dem sowohl der Handel als auch die Innenstädte gleichermaßen profitieren.“

Helmut Wenzel, Bürgermeister der Stadt Lübbenau / Spreewald, Vorstandsvorsitzender des Städteforums Brandenburg: „Wir freuen uns über das große Engagement zahlreicher Akteure in den Kommunen und die große Kreativität vor Ort, die sich in der Vielzahl der Einreichungen zum diesjährigen Innenstadtwettbewerb gezeigt hat. Insbesondere das Engagement junger Menschen ist dabei zu würdigen. Aus allen Landesteilen wurden Projekte eingereicht, die dazu beitragen, die Innenstädte als belebte Begegnungsorte zu stärken. Sie sind ein wertvoller Beitrag zum lokalen und gesellschaftlichen Zusammenhalt und von besonderer Bedeutung für die Zukunft unserer Brandenburgischen Städte.“

Maren Kern, Vorständin des BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V.: „Mit dem Bündnis für lebendige Innenstädte ist es gelungen, eine Plattform zu schaffen, die Ideen und Kräfte bündelt und den Innenstädten im ganzen Land starke und vor allem nachhaltige Impulse gibt. Der Wettbewerb macht sichtbar, wie vielfältig die Ansätze sind, unsere Stadtzentren als Orte der Begegnung, Identität und Entwicklung zu stärken. Als soziale Wohnungswirtschaft bringen wir uns dabei gerne ein – nicht nur als Vermieter, sondern als aktive Partner der Stadtentwicklung, die Verantwortung für lebenswerte Quartiere übernehmen.“

Sylke Schulz-Apelt, Vize-Präsidentin der IHK Cottbus, stellvertretend für die Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern Brandenburg:
„Attraktive Zentren in Städten und Gemeinden werden von uns allen gern besucht und geschätzt. Doch wer sind die Akteure, die mit Einsatz, Herzblut und starken Initiativen unsere Innenstädte resilienter und zukunftsfähiger machen? Der Wettbewerb macht dieses Wirken sichtbar: Alle zwei Jahre zeichnet er Projekte aus, die meist im Schulterschluss von Privatwirtschaft, Verwaltung und Ehrenamt entstehen – und beeindruckt dabei zunehmend. Sowohl die wachsende Zahl an Einreichungen als auch die hohe Innovationskraft vor Ort sprechen für sich. Allen Akteuren zollen wir großen Respekt und danken ihnen für ihren Einsatz für lebendige Innenstädte – sie sind, ebenso wie der Wettbewerb, wichtige Impulsgeber.“

Jens Graf, Geschäftsführer Städte- und Gemeindebund Brandenburg: „Am Innenstadtwettbewerb 2025/26 hat sich erneut eine Vielzahl von großen und kleinen brandenburgischen Städten und Gemeinden mit qualifizierten sowie ideenreichen Beiträgen beteiligt. Die Städte und Gemeinden, ihre Bürgerinnen und Bürger sowie ortsansässige Unternehmen und Vereine haben gemeinsam zahlreiche kreative Lösungen
entwickelt, die sowohl die Aufenthaltsqualität in den Innenstädten und Ortskernen erhöhen als auch neue Impulse für Kultur, Wirtschaft und Gemeinschaft setzen. Insbesondere in Zeiten des gesellschaftlichen Wandels und wirtschaftlicher Herausforderungen sehen wir den Innenstadtwettbewerb als wichtige Plattform, um den Austausch zwischen Kommunen, lokalen Akteuren und der Öffentlichkeit zu stärken. Die Erfahrungen und Projekte der vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wirkungsvoll gemeinschaftliche Initiativen sein können, um unsere Innenstädte lebendig, attraktiv und zukunftsfähig zu gestalten. Der Städte- und Gemeindebund Brandenburg spricht allen, die sich aktiv in die Mitgestaltung der Kommunen einbringen, seinen Dank für ihr Engagement aus.“

Das Bündnis lebendige Innenstädte

Bereits seit 2021 arbeitet das Brandenburger Bündnis gemeinsam an einer lebendigen Zukunft für die Brandenburger Innenstädte. Die Stärkung der Innenstädte als identitätsstiftende Mittelpunkte und zentrale Versorgungsbereiche ist eine Aufgabe von herausragender Bedeutung. Dafür braucht es gemeinschaftliche Anstrengungen und vertrauensvolle Zusammenarbeit verschiedener Fachpartner, um die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen und geeignete Maßnahmen umzusetzen.
Das Bündnis fungiert als strategische Plattform für Kommunikation und Austausch. Mitglieder sind die Industrie- und Handelskammern Brandenburgs, der Städte- und Gemeindebund Brandenburg, der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e. V., der Handelsverband Berlin-Brandenburg und die Arbeitsgemeinschaft Städteforum Brandenburg sowie das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung.

Die Ergebnisse des Innenstadtwettbewerbs 2025/2026

Im Themenbereich A „Räume weiterdenken – kreative Nutzungsideen“ wurden 22 Beiträge eingereicht, darunter zwei für die Kategorie „Junge Innenstadt“. In diesem Themenbereich werden Beiträge prämiert, die Gebäude, Straßen, Plätze und Freiräume über ihre alte Nutzung hinaus neu denken.
Im Themenbereich B „Lebendige Innenstadt – Aktionen, Kampagnen, Events“ wurden 58 Beiträge eingereicht, darunter fünf für die Kategorie „Junge Innenstadt. In diesem Themenbereich werden kreative Formate ausgezeichnet, die den Innenstadtraum beleben. Dazu zählen Projekte für Veranstaltungen, temporäre Aktionen, Workshops oder Kampagnen.
Insgesamt wurden 14 Preise verliehen: je drei in den Kategorien A und B sowohl in kleineren als auch in größeren Kommunen und zwei Preise in der Kategorie „Junge Innenstadt“. Zusätzlich wurden fünf Beiträge mit Anerkennungen gewürdigt, die aufgrund ihrer speziellen Ansätze in Einzelaspekten beispielgebend sind.

Die Preisträger:innen und die Projektbeschreibungen finden Sie unten im Downloadbereich.