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Rüdersdorf: Fördermittel für Stadtentwicklungsprojekte

- Erschienen am 10.02.2026 - Presemitteilung Presseinformation
ZWB Stbf Rüdersdorf © MIL

Bauminister Detlef Tabbert hat heute der Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin Fördermittel in Höhe von 1,43 Millionen Euro für Stadtentwicklungsprojekte ausgereicht. Bund und Land stellen aus den Programmen „Lebendige Zentren“ und „Sozialer Zusammenhalt“ unter anderem Geld für die Modernisierung und Instandsetzung des denkmalgeschützten Kulturhauses und soziale Projekte bereit.

Detlef Tabbert: „Die Gemeinde Rüdersdorf bei Berlin hat in den vergangenen Jahren dank des Einsatzes verschiedener Fördermittel sein Ortszentrum wiedergewonnen. Es gibt einen attraktiven Marktplatz und darum auch neue Wohnbebauung. Rüdersdorf zeigt, dass Städtebaufördermittel sowohl dafür genutzt werden die städtebauliche Struktur zu verbessern als auch einen positiven Beitrag zur sozialen und kulturellen Entwicklung zu leisten. Mit Hilfe der Fördermittel konnten bereits wichtige Vorhaben im Wohngebiet „Brücke“, wie die Sanierung der Kita und des Hortes „Rappelkiste“ sowie die Gestaltung des Schulhofs der Grund- und Oberschule umgesetzt und die Sanierung des als kulturell besonders wertvoll eingestuften Kulturhauses begonnen werden. Das Kulturhaus „Martin Andersen Nexö“ hat eine immense Bedeutung für die Menschen in der Gemeinde, sowohl als Wahrzeichen und kulturelles Zentrum als auch als Denkmal von nationaler Bedeutung. Ich freue mich, dass wir mit den Fördermitteln einen wichtigen Beitrag zur weiteren Sanierung leisten können.“

Bund-Länder-Programm Lebendige Zentren (LZ)

Stadt- und Ortskerne zu attraktiven, multifunktionalen und identitätsstiftenden Standorten für Arbeiten, Wirtschaft, Wohnen, Bildung und Kultur weiterzuentwickeln ist Anliegen des Städtebauförderungsprogramms Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Stadt- und Ortskerne. In ihm werden insbesondere die Schwerpunkte der vorherigen Programme Städtebaulicher Denkmalschutz und Aktive Stadt- und Ortsteilzentren gebündelt. Stadt- und Ortskerne sollen gestärkt, aufgewertet und revitalisiert sowie als zentrale Versorgungsbereiche gesichert werden. Das Programm soll helfen, den Strukturwandel in Stadt- und Ortsmitten besser zu bewältigen und zugleich zur Stärkung und Belebung der Innenstädte beizutragen. Ein wichtiges Augenmerk liegt bei der Umsetzung des Programms auf der Weiterentwicklung der historischen Altstädte unter besonderer Berücksichtigung des städtebaulichen Denkmalschutzes. 

Fördergebiet „Aktives Stadtzentrum Rüdersdorf“

Das Fördergebiet „Aktives Stadtzentrum Rüdersdorf“ wurde seit 2016 im Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ gefördert. Förderschwerpunkte der Gesamtmaßnahme sind die Stärkung und behutsame Ergänzung der bestehenden Einzelhandels- und Dienstleistungsstrukturen am Marktplatz und im Gebiet am ehemaligen Straßenbahndepot sowie die Förderung des sozialen und kulturellen Miteinander durch die Sanierung des Kulturhauses. Höchste Priorität hat die Modernisierung und Instandsetzung des denkmalgeschützten Kulturhauses, wofür bereits die Planung und Vorbereitung dieses Vorhabens, mit voraussichtlich rund 12,5 Millionen Euro Gesamtkosten, erfolgte. Seit 2020 wird das Fördergebiet aus dem Programm Lebendige Zentren gefördert.

Im Programmjahr 2025 wurden 1,2 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel bewilligt. Diese sind für die Modernisierung und Instandsetzung des Kulturhauses vorgesehen. Das 1956 errichtete und unter Denkmalschutz stehende Kulturhaus soll brandschutztechnisch und denkmalrechtlich saniert sowie barrierefrei umgebaut werden. Das Kulturhaus stellt einen Ankerpunkt des kulturellen Lebens der Gemeinde Rüdersdorf dar und besitzt zudem einen Ausstrahlungseffekt über die Gemeindegrenze hinaus. 

Bund-Länder-Programm Sozialer Zusammenhalt (SZH)

Das Ziel des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ ist die Stärkung des sozialen Miteinanders und die Verbesserung der Lebensqualität in Stadt- und Ortsteilen mit besonderen Entwicklungsbedarfen. In Ergänzung zur bisherigen Zielstellung – der „Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter und strukturschwacher Stadt- und Ortsteile“ soll explizit auch ein präventiver Ansatz ermöglicht werden. Darüber hinaus wird die bisherige Schwerpunktsetzung, mit dem Bezug zu wenigen konkreten Indikatoren, erweitert und ermöglicht so die Bearbeitung einer breiten Palette von Handlungsfeldern wie Generationengerechtigkeit, Umweltgerechtigkeit, Sicherheit im Quartier. Damit soll unter anderem ein Beitrag zur Erhöhung der Wohn- und Lebensqualität und Nutzungsvielfalt, der Integration aller Bevölkerungsgruppen und zur Stärkung des Zusammenhalts in der Nachbarschaft geleistet werden. Das Programm bündelt die Aktivitäten einer sozialen Stadtentwicklung und zeichnet sich vor allem durch seinen interdisziplinären Ansatz aus. Das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ unterstützt Städte daher nicht nur in ihrer baulichen Entwicklung. Ein Schwerpunkt des Programms umfasst auch das Quartiersmanagement und die Mobilisierung von Teilhabe der Bürgerinnen und Bürger und ehrenamtlichem Engagement.

Fördergebiet „Wohngebiet Brücke“

Das Fördergebiet wurde seit 2013 im Programm „Soziale Stadt“ gefördert und 2020 in das Programm Sozialer Zusammenhalt aufgenommen. Ziel ist es, das Gebiet unter Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner und der Akteure vor Ort zu stabilisieren. Die soziale, bildungsbezogene sowie die verkehrliche Infrastruktur sollen aufgewertet werden. Die Quartiersmitte sowie der Bildungsstandort als Motor der Gebietsentwicklung sollen weiter gestärkt werden. 

Im Programmjahr 2025 wurden 230.000 Euro Bundes- und Landesmittel bewilligt. Die Mittel sollen unter anderem für die Fortführung des Quartiersmanagements und die Verkehrsanbindung des Schulstandortes an die Woltersdorfer Straße eingesetzt werden.

Rüdersdorf bei Berlin hat bisher rund 24,8 Millionen Euro Fördermittel aus mehreren Programmen für die Stadtentwicklung erhalten. Im Rahmen der Wohnraumförderung wurden 17,3 Millionen Euro für 407 Wohnungen bewilligt.

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Ident-Nr
Presseinformation
Datum
10.02.2026