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Guben: Fördermittel in Höhe von rund 11 Millionen Euro für Stadtentwicklung

- Erschienen am 06.03.2026 - Presemitteilung Presseinformation
Infrastrukturstaatssekretärin Dr. Ina Bartmann und Fred Mahro, Bürgermeister der Stadt Guben © MIL

Baustaatssekretärin Dr. Ina Bartmann hat heute der Stadt Guben Zuwendungsbescheide über Fördermittel in der Gesamthöhe von rund 11 Millionen Euro übergeben. Davon stammen rund 2,56 Millionen Euro aus den beiden Bund/Länder-Programmen „Lebendige Zentren“ und „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ der Städtebauförderung. Rund 8,5 Millionen Euro erhält die Stadt Guben entsprechend der Förderrichtlinie „Nachhaltige Stadtentwicklung“ des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung. Diese wird aus Mitteln des Europäischen Fonds regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

Eingesetzt werden die Mittel aus den Programmen „Lebendige Zentren“ und „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ für die Gesamtmaßnahme „Altstadt Ost und West“ sowie für Rückbaumaßnahmen. Die EFRE-Förderung und damit der Löwenanteil der heute übergebenen Zuwendung kommt dem Vorhaben „Sanierung Einzeldenkmal Alte Poststraße 63 zum Mehrgenerationenhaus“ zugute.

Dr. Ina Bartmann: „Die Stadt Guben ist auf einem guten Weg, die Innenstadt weiter zu stärken. Dazu gehört, historische Gebäude zu sanieren und Instand zu setzen und sie einer neuen Nutzung zuzuführen, etwa durch die Errichtung von Wohnraum für betreutes Wohnen. Ein besonders herausragendes Beispiel ist die Sanierung des Einzeldenkmals Altes Poststraße 63 und die Schaffung eines Mehrgenerationenhauses. Ich freue mich, dass wir als Land dieses Vorhaben sowie weitere wichtige Stadtentwicklungsprojekte finanziell fördern können und danke der Stadt Guben für ihr Engagement.“

Bund-Länder-Programm Lebendige Zentren (LZ)

Stadt- und Ortskerne zu attraktiven, multifunktionalen und identitätsstiftenden Standorten für Arbeiten, Wirtschaft, Wohnen, Bildung und Kultur weiterzuentwickeln, ist Anliegen des Städtebauförderungsprogramms Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Stadtund Ortskerne. In ihm werden insbesondere die Schwerpunkte der vorherigen Programme Städtebaulicher Denkmalschutz und Aktive Stadt- und Ortsteilzentren gebündelt. Stadtund Ortskerne sollen gestärkt, aufgewertet und revitalisiert sowie als zentrale Versorgungsbereiche gesichert werden. Das Programm soll helfen, den Strukturwandel in Stadt- und Ortsmitten besser zu bewältigen und zugleich zur Stärkung und Belebung der Innenstädte beizutragen. Ein wichtiges Augenmerk liegt bei der Umsetzung des Programms auf der Weiterentwicklung der historischen Altstädte unter besonderer Berücksichtigung des städtebaulichen Denkmalschutzes.

Die Gesamtmaßnahme „Altstadt Ost und West“ der Stadt Guben wurde 2024 in das Bund-Länder-Programm Lebendige Zentren aufgenommen. Die heute übergebene Förderung in Höhe von 1,163 Millionen Euro aus diesem Programm soll eingesetzt werden für bedeutende Vorhaben, die das Stadtbild prägen und zugleich soziale und kulturelle Funktionen erfüllen. Dazu gehört die Sanierung der Villa in der Berliner Straße 35a, die seit vielen Jahren als Begegnungszentrum der Volkssolidarität ein wichtiger Ort des Miteinanders ist. Ebenso wird mit der Sanierung der Hegelstraße 2 bis 6 betreutes Wohnen als Teil eines künftigen Quartierszentrums geschaffen. Mit der Modernisierung des Torhauses in der Berliner Straße 45 wird zudem ein bedeutendes historisches Zeugnis der Stadtgeschichte bewahrt und neu belebt.

Programm Wachstum und nachhaltige Erneuerung (WNE)

Das Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ unterstützt Städte und Gemeinden bei der Bewältigung des wirtschaftlichen und demografischen Wandels in Gebieten, die von erheblichen städtebaulichen Funktionsverlusten und Strukturveränderungen betroffen sind. Das Programm hilft den Städten und Gemeinden dabei, ihre baulichen Strukturen und den öffentlichen Raum an neue und sich ändernde Bedarfe anzupassen. Es setzt einen Schwerpunkt bei der Brachflächenentwicklung zur Unterstützung des Wohnungsbaus bzw. zur Entwicklung neuer Quartiere sowie bei der Klimafolgenanpassung. 1,4 Millionen Euro Fördermittel aus diesem Programm wurden heute für den Rückbau von vier Wohngebäuden übergeben. Dies unterstützt den Stadtumbauprozess und trägt dem demografischen Schrumpfungsprozess, der für Guben weiterhin eine große Herausforderung darstellt, Rechnung.

Insgesamt hat die Stadt Guben im Zeitraum von 1991 bis 2024 rund 58,5 Millionen Euro Städtebaufördermittel erhalten.

Förderprogramm Nachhaltige Stadtentwicklung (NaS)

Mit den Mitteln der Europäischen Union sollen die „Zentralen Orte“ im Land Brandenburg in ihrer Entwicklung unterstützt und funktional gestärkt werden. Diesen Orten kommt eine besondere Bedeutung für die Sicherung und Entwicklung des gesamten Landes zu. Sie sind Motoren für ihr Umland und die Wirtschaft, Orte der Vernetzung, der Kreativität und Innovationen sowie Dienstleistungszentren. Sie bieten einen zukunftssicheren Rahmen für die Daseinsvorsorge und leisten einen wichtigen Beitrag für gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Landesteilen. 

Die Alte Poststraße 63 ist ein bedeutendes Einzeldenkmal der Industrievergangenheit Gubens, wird durch EFRE-Mittel aus dem Programm Nachhaltige Stadtentwicklung (NaS) saniert und zu einem Mehrgenerationen umgebaut, das vielfältige sozio-kulturelle Angebote für alle Generationen bereithält und den sozialen Zusammenhalt stärkt. Das Mehrgenerationenhaus wird durch ein breites Spektrum an Bildungs-, Kultur-, Gesundheits- und Sportangeboten das soziale Leben in der Altstadt von Guben bereichern und eine zukunftsorientierte Ressourcennutzung ermöglichen. Die nachhaltige Nutzung des Denkmals Alte Poststraße 63 als soziales und kulturelles Zentrum wird einen erheblichen Beitrag zur Aufwertung des Stadtbildes und zur Belebung des Altstadtkerns von Guben leisten. Die heute übergebenen 8,516 Millionen Euro Fördermittel sollen die Umsetzung dieses innovativen Konzeptes weiter unterstützen.

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Ident-Nr
Presseinformation
Datum
06.03.2026