Erste Carbon-Eisenbahnbrücke über den deutsch-polnischen Grenzfluss
- Erschienen am - PresemitteilungAnd the winner is... Brandenburgischer Baukulturpreis vergeben: Die neue Oderbrücke Küstrin hat nach dem Deutschen Brückenbaupreis auch den Brandenburgischen Baukulturpreis der Architektenkammer Brandenburg und der Ingenieure Brandenburg abgestaubt. Als weltweit erste Eisenbahnbrücke aus Carbon schiebt sich das markante Bauwerk mit seinem 130 Meter breiten strahlend weißen Netzbogen elegant über den deutsch-polnischen Grenzfluss. Die Küstriner Oderbrücke gilt als ingenieurtechnisches Meisterwerk und ist zugleich den Bereichen Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit zukunftsweisend: Aufgrund ihrer materialeffizienten Konstruktion mit 88 Carbon-Hängern wurden rund 600 Tonnen Stahl weniger benötigt als bei konventioneller Bauweise. „Mit dem Baukulturpreis würdigen wir herausragende Projekte, die zur Akzeptanz und Sichtbarkeit guter Baukultur beitragen und sich den aktuellen Herausforderungen stellen", sagt Staatssekretärin Dr. Ina Bartmann bei der Verleihung. Neben dem Baukulturpreis sind auch weitere Sonderpreise vergeben worden. „Auch der diesjährige Baukulturpreis zeigt: Mehr Baukultur ist mehr Lebensqualitat. Gute Baukultur ist der Schlüssel zu mehr Baukultur", so Andreas Rieger, Präsident der Brandenburgischen Architektenkammer. „Die Auszeichnung der Eisenbahnüberführung über die Oder bei Küstrin ist ein starkes Zeichen dafür, dass Baukultur weit über den Hochbau hinausreicht", sagt Matthias Krebs, Präsident der Ingenieurkammer. Mehr dazu auf den Webseiten des MIL und der Kammern. Nicht nur der Bau der Brücke ist besonders, sondern auch die Strecke. „Die neue Oderbrücke zwischen dem brandenburgischen Küstrin und dem polnischen Kostrzyn ist nicht nur ein innovatives Bauwerk, sie könnte auch richtungsweisend für den wichtigen Ausbau der Ostbahn sein" , sagt Verkehrsminister Detlef Tabbert. Die Königlich Preußische Ostbahn führte einst von Berlin über Königsberg bis zum Russischen Kaiserreich. Heute erscheint ein Ausbau der Trasse nicht nur für die direkte Anbindung an Polen wichtig, sondern auch für die Aufwertung der zuzugsstarken brandenburgischen Gemeinden entlang der Strecke.