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02.11.2021

| Presseinformation

Scandria®Alliance: Zusammenarbeit auf dem Korridor Skandinavien-Mittelmeer wird erweitert

"Gemeinsam haben wir jetzt die Chance, den Scandria-Korridor zu einem Beispielgeber für eine klimagerechte Verkehrsentwicklung in Europa zu machen", sagt Verkehrminister Guido Beermann. © Tina Merkau
"Gemeinsam haben wir jetzt die Chance, den Scandria-Korridor zu einem Beispielgeber für eine klimagerechte Verkehrsentwicklung in Europa zu machen", sagt Verkehrminister Guido Beermann. © Tina Merkau

Bei der heutigen Generalversammlung der Scandria®Alliance in Berlin vereinbarten die Vertreterinnen und Vertreter der Städte und Regionen eine noch engere Kooperation. Mit der Scandria®Alliance soll der geografische Korridor zwischen Skandinavien und der Adria als Regionalentwicklungs- und Verkehrsachse weiter gestärkt werden. Guido Beermann, Vorsitzender der Generalversammlung und Verkehrsminister von Brandenburg, betonte dabei die Rolle des grenzübergreifenden Schienenverkehrs und warb für den Ausbau der europäischen Schieneninfrastruktur für nachhaltiges regionales Wachstum und den Schutz des Klimas.

Minister Guido Beermann: „Gerade für die Hauptstadtregion Berlin Brandenburg als Schnittpunkt der drei Kernnetzkorridore Skandinavien-Mittelmeer, Nordsee-Ostsee und Orient/Ost-Med hat die Scandria®Alliance große wirtschaftliche und verkehrspolitische Bedeutung. Gemeinsam haben wir jetzt die Chance, den Scandria®-Korridor zu einem Beispielgeber für eine klimagerechte Verkehrsentwicklung in Europa zu machen. Mit Blick auf die ambitionierten europäischen und nationalen Klimaziele spielt hierbei der grenzübergreifende Schienenverkehr eine wichtige Rolle. Um ihn zu stärken, wollen die Mitglieder der Scandria®Alliance im Rahmen ihrer strategischen Partnerschaft noch intensiver zusammenarbeiten und gemeinsam das Potenzial der Schiene als nachhaltiges, innovatives und sicheres Verkehrsmittel heben.“

Beermann begrüßte die beiden Regionen Emilia-Romagna (Italien) im Süden und die grenzüberschreitende Region Kvarken Council (Schweden-Finnland) im Norden als neue Mitglieder der Scandria®Alliance. Darüber hinaus sind fünf assoziierte Mitglieder der Scandria®Allianz beigetreten: die Logistikinitiative Hamburg, der Hafen Hamburg Marketing e.V., die Wirtschaftskammern der Region Veneto, das europäische Netzwerk der Logistikkompetenzzentren (OpenENLoCC) sowie die Technische Hochschule Wildau.

Mit Blick auf das laufende Europäische Jahr der Schiene 2021 bekannten sich die Mitglieder auf der Generalversammlung zu den Plänen der Europäischen Kommission, einen Aktionsplan zur Förderung des internationalen Schienenpersonenfernverkehrs aufstellen zu wollen und sagten ihre Mitarbeit an der Initiative zu.

In ihrer Vision formulierten die Mitglieder der Scandria®Alliance hierzu die folgenden gemeinsamen Ziele:

Hochwertige Verkehrsangebote für Grenzgänger

Grenzgängern sollen künftig gut getaktete und qualitativ hochwertige Verkehrsangebote auf der Schiene zur Verfügung stehen – sowohl auf Lang- als auch auf Kurzstrecken. Dazu sollen die Bahninfrastruktur ausgebaut, Planungsprozesse beschleunigt und die Finanzierung sichergestellt werden.

Attraktive Nachtzugverbindungen

Zwischen den städtischen Knotenpunkten des Scandria®Korridors sollen häufigere Nachtzugverbindungen eingerichtet werden.

Integrierte Fahrpläne und Ticketsysteme

Um Bahnfahrten grenzübergreifend einfacher zu machen, sind integrierte Fahrpläne und Ticketsysteme notwendig. Ein wichtiger Schritt dorthin ist die deutsche Initiative „Europatakt“, die europaweit abgestimmte Fahrpläne fördert.

Gut funktionierende intermodale Verbindungen

Um die einzelnen Verkehrsträger wie Fähren, Fernflügen oder dem öffentlichen Nahverkehr noch besser mit der Bahn zu vernetzen und so für Fahrgäste noch attraktiver zu machen, sollen gut funktionierende intermodale Verbindungen entstehen.

Ausreichende Kapazitäten für den Schienengüterverkehr

Der Schienengüterverkehr soll zu einer tragfähigen Alternative zum Straßenverkehr werden. Um die Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit dieses Transportmittels zu gewährleisten, sollen ausreichend Kapazitäten bereitgestellt werden. Dies erfordert Investitionen in Gleisanschlüsse, innovative intermodale Verlagerungstechnologien und in die Elektrifizierung.

Neben der verstärkten Zusammenarbeit im Bereich des Schienenverkehrs setzen sich die Mitglieder der Scandria®Alliance dafür ein, die Rahmenbedingungen für den Einsatz sauberer Kraftstoffe zu verbessern. Hierzu werden derzeit gemeinsame transnationale Projektinitiativen vorbereitet.

Hintergrund:

Als Skandinavisch-Adriatischer Korridor, kurz Scandria®-Korridor, wird ein geografischer Korridor bezeichnet, der sich vom Norden Skandinaviens über Oslo, Helsinki, Stockholm, Berlin und Wien bis hin zur nördlichen Adria erstreckt und mehr als ein Dutzend Metropolregionen umfasst. Er ist weitgehend Teil des Skandinavien-Mittelmeer-Korridors des Transeuropäischen Verkehrsnetzes. Die Scandria®Allianz ist eine Kooperationsplattform für Städte und Regionen zwischen Skandinavien und der Adria zu klimagerechten, multimodalen Mobilitäts- und Transportlösungen an der Schnittstelle zur Regionalentwicklung. Ziel der strategischen Kooperation in der Allianz ist es, die kürzeste geografische Verbindung zwischen Skandinavien und der Adria als Regionalentwicklungs- und Verkehrsachse zu stärken. Für die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg bildet die Entwicklung des Scandria®-Korridors die Chance, Impulse für die Wirtschafts- und Raumentwicklung zu generieren. Die Hauptstadtregion hat die Scandria®Alliance 2019 initiiert und seither den Vorsitz der Kooperationsplattform inne.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.scandria-corridor.eu 

Ident-Nr
Presseinformation
Datum
02.11.2021
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Datum
02.11.2021