Energiewende und Klimaschutz im MIL

Ohne die Energiewende gibt es keinen effektiven Klimaschutz. Energiewende bedeutet dabei mehr als den Bau von Photovoltaikanlagen und Windrädern, denn in Brandenburg macht der Stromsektor nur etwa 14 Prozent des Endenergieverbrauchs aus. Der Verkehrssektor verursacht 28 Prozent, der Wärmesektor knapp 58 Prozent. Im Wärmebereich entfällt dabei etwa die Hälfte auf die Beheizung von Gebäuden. Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) rückt deshalb die Verkehrs- und Wärmewende in den Fokus und arbeitet dazu eng mit Partnern auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene zusammen.

„Die Gleichung ist einfach: Ohne Energiewende gibt es keinen Klimaschutz. Und ohne Wärme- und Verkehrswende gibt es keine Energiewende. Wir tragen daher eine große Verantwortung, die weit über die Grenzen Brandenburgs hinausgeht. Brandenburg als traditionelles Energieland verfügt über viel Potenzial für Klimaschutz. Wir sind entschlossen, unseren breiten Handlungsspielraum zu nutzen, um die Wärme- und Verkehrswende in Brandenburg erfolgreich zu gestalten."

Minister Guido Beermann

Ohne die Energiewende gibt es keinen effektiven Klimaschutz. Energiewende bedeutet dabei mehr als den Bau von Photovoltaikanlagen und Windrädern, denn in Brandenburg macht der Stromsektor nur etwa 14 Prozent des Endenergieverbrauchs aus. Der Verkehrssektor verursacht 28 Prozent, der Wärmesektor knapp 58 Prozent. Im Wärmebereich entfällt dabei etwa die Hälfte auf die Beheizung von Gebäuden. Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL) rückt deshalb die Verkehrs- und Wärmewende in den Fokus und arbeitet dazu eng mit Partnern auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene zusammen.

„Die Gleichung ist einfach: Ohne Energiewende gibt es keinen Klimaschutz. Und ohne Wärme- und Verkehrswende gibt es keine Energiewende. Wir tragen daher eine große Verantwortung, die weit über die Grenzen Brandenburgs hinausgeht. Brandenburg als traditionelles Energieland verfügt über viel Potenzial für Klimaschutz. Wir sind entschlossen, unseren breiten Handlungsspielraum zu nutzen, um die Wärme- und Verkehrswende in Brandenburg erfolgreich zu gestalten."

Minister Guido Beermann

Infografik Energieverbrauch © MIL, Grafik bearbeitet mit Canva

Infografik Energieverbrauch © MIL, Grafik bearbeitet mit Canva

Die Wärmewende – Energieeffiziente Städte

Das MIL verfolgt im Gebäudesektor einen quartiersbezogenen Ansatz. Im Fokus steht nicht das Einzelgebäude, sondern das Quartier. Hier können durch eine gebäudeübergreifende Betrachtung CO2-Einsparungen erzielt werden, die im Vergleich zum Einzelgebäude wirtschaftlich nicht umsetzbar wären. Zudem werden neben der energetischen Qualität auch andere Aspekte in die Quartierentwicklung einbezogen, wie zum Beispiel Mobilitätsangebote und Freiraumgestaltung. Dies führt nicht allein zu einer höheren Akzeptanz, sondern zu einer Identifikation mit diesem wichtigen Thema.  

Bis zum Jahr 2050 soll der Gebäudebestand weitgehend CO2-neutral sein. Zur Erreichung dieses Ziels müssen sowohl die Sanierungsrate erhöht werden, als auch verstärkt erneuerbare Energien zur Gebäudeversorgung eingesetzt werden. Dafür spielen kommunale Konzepte auf der Ebene von Quartieren, den Städten und des Landes eine wichtige Rolle, die ein gemeinsames integriertes Vorgehen aller relevanten Akteure auf lokaler und regionaler Ebene erfordern. Daher arbeitet das MIL beim Klimaschutz in Kooperationen eng mit den Städtenetzen, den Verbänden der Wohnungswirtschaft und der Versorgungsunternehmen zusammen. Als Ansprechpartner für die lokale Ebene hat das MIL zudem eine „Kontaktstelle für den energetischen Umbau im Quartier“ etabliert.

 Weitere Projekte, Initiativen und Informationen finden Sie auf den Webseiten des MIL.

Das MIL verfolgt im Gebäudesektor einen quartiersbezogenen Ansatz. Im Fokus steht nicht das Einzelgebäude, sondern das Quartier. Hier können durch eine gebäudeübergreifende Betrachtung CO2-Einsparungen erzielt werden, die im Vergleich zum Einzelgebäude wirtschaftlich nicht umsetzbar wären. Zudem werden neben der energetischen Qualität auch andere Aspekte in die Quartierentwicklung einbezogen, wie zum Beispiel Mobilitätsangebote und Freiraumgestaltung. Dies führt nicht allein zu einer höheren Akzeptanz, sondern zu einer Identifikation mit diesem wichtigen Thema.  

Bis zum Jahr 2050 soll der Gebäudebestand weitgehend CO2-neutral sein. Zur Erreichung dieses Ziels müssen sowohl die Sanierungsrate erhöht werden, als auch verstärkt erneuerbare Energien zur Gebäudeversorgung eingesetzt werden. Dafür spielen kommunale Konzepte auf der Ebene von Quartieren, den Städten und des Landes eine wichtige Rolle, die ein gemeinsames integriertes Vorgehen aller relevanten Akteure auf lokaler und regionaler Ebene erfordern. Daher arbeitet das MIL beim Klimaschutz in Kooperationen eng mit den Städtenetzen, den Verbänden der Wohnungswirtschaft und der Versorgungsunternehmen zusammen. Als Ansprechpartner für die lokale Ebene hat das MIL zudem eine „Kontaktstelle für den energetischen Umbau im Quartier“ etabliert.

 Weitere Projekte, Initiativen und Informationen finden Sie auf den Webseiten des MIL.

Gartenstadt Drewitz, ein sanierter Plattenbau mit bunten Balkonen
Ein prägnantes Beispiel für den Quartiersansatz bei der Wärmewende ist die Umgestaltung einer Großwohnsiedlung und der Hauptverkehrsstraße des Quartiers Potsdam-Drewitz zur sogenannten. „Gartenstadt Drewitz“. Bis 2030 soll der Stadtteil nahezu emissionsfrei versorgt werden. Das Projekt gilt bundesweit als vorbildlich. © Adam Sevens im Auftrag der Landeshauptstadt Potsdam
Gartenstadt Drewitz, ein sanierter Plattenbau mit bunten Balkonen
Ein prägnantes Beispiel für den Quartiersansatz bei der Wärmewende ist die Umgestaltung einer Großwohnsiedlung und der Hauptverkehrsstraße des Quartiers Potsdam-Drewitz zur sogenannten. „Gartenstadt Drewitz“. Bis 2030 soll der Stadtteil nahezu emissionsfrei versorgt werden. Das Projekt gilt bundesweit als vorbildlich. © Adam Sevens im Auftrag der Landeshauptstadt Potsdam

Die Verkehrswende – Klimaverträgliche Mobilität

Der Verkehrsbereich muss zur Erreichung der Klimaschutzziele einen zentralen Beitrag leisten, deshalb ist die Verkehrswende im Land Brandenburg für das MIL von besonderer Bedeutung. Dabei reicht es nicht aus, Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor durch E-Fahrzeuge oder andere alternative Antriebsformen zu ersetzen. Ziel des MIL ist es, durch attraktive Angebote im ÖPNV sowie im Rad- und Fußverkehr eine umweltgerechte Mobilität im Land zu fördern. Konkret bedeutet das, dass der Anteil des sogenannten Umweltverbunds, also Fuß-, Fahrradverkehr und ÖPNV, am Modal Split bis 2030 auf 60 Prozent erhöht werden soll.  

„Corona wird hoffentlich bald vorbei sein, die Verkehrswende nicht. Corona hat den ÖPNV hart getroffen, aber die Richtung, in die wir gehen, bleibt die gleiche. Wir setzen uns hier mit dem Land Berlin zusammen für einen leistungsstarken ÖPNV ein. Der VBB gehört mit einer Fläche von rund 30.000 Quadratkilometern zu den größten Verkehrsverbunden in Europa und ist damit bundesweit einzigartig. Ich bin überzeugt, dass wir auf einem guten Weg sind, die Angebote des ÖPNV in Brandenburg noch attraktiver zu machen.“

Staatssekretär Rainer Genilke 

Den großen Herausforderungen der Verkehrswende stellt sich das MIL mit Projekten zu Themen wie beispielsweise der energieeffizienten Verkehrsgestaltung, nachhaltigem Güterverkehr oder auch dem Null-Emissions-Verkehr. Zur Stärkung des Schienenverkehrs in der Hauptstadtregion haben die beiden Länder Berlin und Brandenburg mit der Deutschen Bahn und dem VBB das Infrastrukturprojekt i2030 auf den Weg gebracht. Ein Beispiel hierfür ist die Infrastruktur zur Anbindung des Hauptstadtflughafens BER. Zur Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs insbesondere auch in ländlicher geprägten Räumen unterstützt das MIL den stetigen Ausbau von Plus-Bus-Netzen und fördert durch die Richtlinie Rili Innomob innovative Mobilitätsangebote im ÖPNV.

Weitere Projekte, Initiativen und Förderungen finden Sie immer aktuell auf den Webseiten des MIL.

Der Verkehrsbereich muss zur Erreichung der Klimaschutzziele einen zentralen Beitrag leisten, deshalb ist die Verkehrswende im Land Brandenburg für das MIL von besonderer Bedeutung. Dabei reicht es nicht aus, Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor durch E-Fahrzeuge oder andere alternative Antriebsformen zu ersetzen. Ziel des MIL ist es, durch attraktive Angebote im ÖPNV sowie im Rad- und Fußverkehr eine umweltgerechte Mobilität im Land zu fördern. Konkret bedeutet das, dass der Anteil des sogenannten Umweltverbunds, also Fuß-, Fahrradverkehr und ÖPNV, am Modal Split bis 2030 auf 60 Prozent erhöht werden soll.  

„Corona wird hoffentlich bald vorbei sein, die Verkehrswende nicht. Corona hat den ÖPNV hart getroffen, aber die Richtung, in die wir gehen, bleibt die gleiche. Wir setzen uns hier mit dem Land Berlin zusammen für einen leistungsstarken ÖPNV ein. Der VBB gehört mit einer Fläche von rund 30.000 Quadratkilometern zu den größten Verkehrsverbunden in Europa und ist damit bundesweit einzigartig. Ich bin überzeugt, dass wir auf einem guten Weg sind, die Angebote des ÖPNV in Brandenburg noch attraktiver zu machen.“

Staatssekretär Rainer Genilke 

Den großen Herausforderungen der Verkehrswende stellt sich das MIL mit Projekten zu Themen wie beispielsweise der energieeffizienten Verkehrsgestaltung, nachhaltigem Güterverkehr oder auch dem Null-Emissions-Verkehr. Zur Stärkung des Schienenverkehrs in der Hauptstadtregion haben die beiden Länder Berlin und Brandenburg mit der Deutschen Bahn und dem VBB das Infrastrukturprojekt i2030 auf den Weg gebracht. Ein Beispiel hierfür ist die Infrastruktur zur Anbindung des Hauptstadtflughafens BER. Zur Stärkung des Öffentlichen Personennahverkehrs insbesondere auch in ländlicher geprägten Räumen unterstützt das MIL den stetigen Ausbau von Plus-Bus-Netzen und fördert durch die Richtlinie Rili Innomob innovative Mobilitätsangebote im ÖPNV.

Weitere Projekte, Initiativen und Förderungen finden Sie immer aktuell auf den Webseiten des MIL.

Die Heidekrautbahn, ein blauer Regionalzug, fährt durch die Landschaft im Norden Brandenburgs
Der Spatenstich für die Heidekrautbahn war der erste im Rahmen des gigantischen Investitionsprojektes i2030. Bei dem länderübergreifenden Projekt soll die SNPV in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg massiv ausgebaut werden. © Holger Reimann / NEB Betriebsgesellschaft mbH
Die Heidekrautbahn, ein blauer Regionalzug, fährt durch die Landschaft im Norden Brandenburgs
Der Spatenstich für die Heidekrautbahn war der erste im Rahmen des gigantischen Investitionsprojektes i2030. Bei dem länderübergreifenden Projekt soll die SNPV in der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg massiv ausgebaut werden. © Holger Reimann / NEB Betriebsgesellschaft mbH

Das Energieland Brandenburg

Das Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung beinhaltet vor allem Maßnahmen, die auf eine Beschleunigung der Energiewende abzielen, also auf eine Abkehr von fossilen Energieträgern wie Gas, Öl und Kohle hin zu erneuerbaren Energien.

Brandenburg als Energieland leistet in diesem Transformationsprozess einen besonders großen Beitrag. Durch den Kohleausstieg werden in den kommenden Jahren die Braunkohletagebaue und -kraftwerke in der Lausitz schrittweise bis 2038 stillgelegt. Diese tragen immer noch zur Versorgungssicherheit weit über die Region Berlin-Brandenburg hinaus bei.

Auf der anderen Seite ist Brandenburg das Land der erneuerbaren Energien. Brandenburg verfügt bereits jetzt über einen hohen Bestand an Windrädern und Photovoltaik-Anlagen und gehört auch beim Zubau von Windenergie- und Photovoltaik-Anlagen im Bundesländervergleich zu den Spitzenreitern.

„Die knappen und kostbaren Ressourcen bei der Energiewende werden in der Zukunft Fläche zur Energiegewinnung und Akzeptanz der Bevölkerung sein. Bei all den Maßnahmen und Anstrengungen, die wir dabei unternehmen, dürfen wir eines nicht vergessen: Der sparsame und effiziente Einsatz von Energie muss an erster Stelle stehen. Die klima- und flächenschonendste Energie ist diejenige, die erst gar nicht erzeugt, transportiert und verbraucht werden muss.“

Minister Guido Beermann

Die Gewinnung von Energie ist mit Raumansprüchen verbunden. Braunkohle, Windparks, große Solarparks, Biomasseanlagen, Energiepflanzenkulturen treten in Konkurrenz mit anderen Nutz- und Schutzansprüchen und verändern das Landschaftsbild. Ziel des MIL ist es, durch eine räumliche Steuerung und raumverträgliche Gestaltung Nutzungskonflikte zu mindern. Dabei arbeitet das MIL eng mit regionalen Partnern und dem Land Berlin zusammen.

Das Klimaschutzprogramm 2030 der Bundesregierung beinhaltet vor allem Maßnahmen, die auf eine Beschleunigung der Energiewende abzielen, also auf eine Abkehr von fossilen Energieträgern wie Gas, Öl und Kohle hin zu erneuerbaren Energien.

Brandenburg als Energieland leistet in diesem Transformationsprozess einen besonders großen Beitrag. Durch den Kohleausstieg werden in den kommenden Jahren die Braunkohletagebaue und -kraftwerke in der Lausitz schrittweise bis 2038 stillgelegt. Diese tragen immer noch zur Versorgungssicherheit weit über die Region Berlin-Brandenburg hinaus bei.

Auf der anderen Seite ist Brandenburg das Land der erneuerbaren Energien. Brandenburg verfügt bereits jetzt über einen hohen Bestand an Windrädern und Photovoltaik-Anlagen und gehört auch beim Zubau von Windenergie- und Photovoltaik-Anlagen im Bundesländervergleich zu den Spitzenreitern.

„Die knappen und kostbaren Ressourcen bei der Energiewende werden in der Zukunft Fläche zur Energiegewinnung und Akzeptanz der Bevölkerung sein. Bei all den Maßnahmen und Anstrengungen, die wir dabei unternehmen, dürfen wir eines nicht vergessen: Der sparsame und effiziente Einsatz von Energie muss an erster Stelle stehen. Die klima- und flächenschonendste Energie ist diejenige, die erst gar nicht erzeugt, transportiert und verbraucht werden muss.“

Minister Guido Beermann

Die Gewinnung von Energie ist mit Raumansprüchen verbunden. Braunkohle, Windparks, große Solarparks, Biomasseanlagen, Energiepflanzenkulturen treten in Konkurrenz mit anderen Nutz- und Schutzansprüchen und verändern das Landschaftsbild. Ziel des MIL ist es, durch eine räumliche Steuerung und raumverträgliche Gestaltung Nutzungskonflikte zu mindern. Dabei arbeitet das MIL eng mit regionalen Partnern und dem Land Berlin zusammen.