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Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung - Stadtentwicklung

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Dritter Themenbrief zur Bürgerbeteiligung

Sehr geehrte Damen und Herren,

zur Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern bei Stadtentwicklungsthemen hat das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung nun den dritten Themenbrief verfasst und übermittelt diesen an die Interessierten. Auch dieser Themenbrief richtet sich an die kommunalen Verwaltungen, kann aber auch für Stadtverordnete und Ausschussmitglieder nützlich sein sowie für alle, die sich vor Ort für Bürgerbeteiligung interessieren bzw. engagieren. 

Im diesem dritten Themenbrief geht es um junge Menschen, um Baukultur und Stadtentwicklung. Das MIL verknüpft diese Themen seit vielen Jahren mit dem Förderprogramm „STADTENTDECKER“, welches den Kommunen Schulprojekte ermöglicht. Es gibt jungen Menschen eine Stimme und eine erste Möglichkeit, für den Heimatort selbst wirksam zu sein. Einige Praxiserfahrungen möchten wir Ihnen vorstellen. 

Wir werden künftig weitere Themenbriefe zu Fragen der Beteiligung bei Stadtentwicklungsthemen versenden. Bisherige Themenbriefe finden sie auf der MIL- Website. https://mil.brandenburg.de/mil/de/themen/stadtentwicklung/newsletterarchiv/

Sofern noch nicht erfolgt, können Sie sich für weitere Themenbriefe unter dem folgenden Link anmelden: https://mil.brandenburg.de/mil/de/service/newsletter-stadtentwicklung-anmeldung/

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Schüler beraten zum Projekt in Perleberg Stadtentdecker unterwegs in Perleberg
© Maria Pegelow

An wen richtet sich das Förderangebot „Stadtentdecker“?

Das Projekt-Angebot richtet sich an Schulen aller Schularten des Bundeslandes Brandenburg in öffentlicher und privater Trägerschaft. Die Schulprojekte finden in Lerngruppen der Jahrgangsstufen 4 bis 12 (13) statt. Je nach Klassenstufe können passgenaue Verabredungen zum Thema und zur Durchführung getroffen werden. 

Typische Themen von Stadtentdecker- Projekten

Üblich sind überschaubare Projektthemen wie die Gestaltung eines Spielplatzes oder eines Freizeitbereichs im Stadtteil, oder aber für komplexere Fachthemen. Hier eine kleine Auswahl:

  • Umgestaltung von Infrastruktur
  • Wiederbelebung von leerstehenden Bauten 
  • Zukunftsprojekte für die Freiräume in der Stadt
  • Zukunftsideen für ein gemeinsames Leben im Stadtteil 

Wie funktionieren diese Projekte?

Stadtentdeckerprojekte benötigen innerhalb eines Schuljahrs wenige Wochen. In diesem Zeitraum arbeiten die Schülerinnen und Schüler, die Fachlehrkraft und die betreuenden Planer oder Architekten und Architektinnen zusammen. Die Projektergebnisse werden schließlich in der öffentlichen Präsentation von den Schülerinnen und Schülern vorgestellt und in dem einem Stadtentdecker – Gespräch mit der Stadtverwaltung (Bauamt, Bürgermeister) und oft auch mit Kommunalpolitikern reflektiert.

Beispiele für die Umsetzung von Projekten finden Sie auf unserer Webseite der Stadtentdecker: hier

Gruppe Schüler aus Cottbus beraten zum Projekt Stadtentdecker in Cottbus
© Martin Maleschka

Was kommt dabei heraus? Wie können die Ergebnisse genutzt werden?

Für das Thema Bürgerbeteiligung …

… ist das abschließende Stadtentdecker-Gespräch der wichtigste Schritt. Denn die Schülerinnen und Schüler erläutern und verteidigen ihre Arbeiten und erfahren zugleich Sach- und Umsetzungsaspekte aus der Perspektive der verantwortlichen Stadtverwaltung (Bauamt oder Bürgermeister) und oft auch der Kommunalpolitik.

Für die Schülerinnen und Schüler …

… sind dies oft die allerersten Erfahrungen, die junge Menschen mit den Institutionen der Kommune machen: Wie werden ihre Vorschläge aufgenommen? Was sagt die Kommune zur möglichen Umsetzung? Wo sind die Spielräume und Grenzen für kommunale Politik?

Für die Kommune …

… sind Stadtentdecker-Gespräche nicht selten eine Lehrstunde: Wie nehmen junge Menschen ihren Heimatort wahr? Wie blicken Sie auf das Vorhandene, welche Probleme sehen sie und welche Wünsche haben sie? Wie kann über den Projektanlass hinaus künftig miteinander gesprochen werden?

Für die Stadtgesellschaft …

… können die Schulprojekte mehr Dialog zwischen Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft bewirken. Denn Stadtentdeckerprojekte sind schnell in aller Munde, bei Eltern und auch in der Öffentlichkeit. Sie können die demokratische Teilhabe und das Vertrauen in die Arbeit der Kommune stärken.

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Die Beteiligung junger Menschen ist in der Brandenburger Kommunalverfassung verankert. Um dies Wirklichkeit werden zu lassen, sind Schulprojekte wie die „Stadtentdecker“ ein Weg. Kommunen können hier eigene Akzente setzen und sich immer wieder um die Projektförderung bewerben, wenn es mitwirkungsbereite Schulen gibt.

Stadtentdecker sind ein kleiner Baustein für eine Teilhabe junger Menschen an der örtlichen Entwicklung. Darüber hinaus gibt es zum Thema Kinder- und Jugendbeteiligung im Land Brandenburg über Verbände und Initiativen ein umfangreiches Unterstützungsangebot.

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Ausblick auf weitere Themenbriefe zur Bürgerbeteiligung

Im nachfolgenden Themenbrief wird es um Beteiligung und Mitsprache im Stadtquartier gehen.

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