16.05.2019EU-Geld für Hochwasserschutz und Clara-Zetkin-Park

Pressemitteilung

Baustaatssekretärin Ines Jesse hat heute in Wittenberge zwei Förderbescheide über mehr als vier Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) überreicht. Über eine Million Euro stehen für die Sanierung des Clara-Zetkin-Parks und 3,3 Millionen Euro für die Verbesserung des Hochwasserschutzes im Stadtgebiet zur Verfügung.

Ines Jesse: „Wittenberge ist es in den vergangenen Jahren gut gelungen, verschiedene Förderprogramme zur Stärkung der Innenstadt zu kombinieren. Mit den Kooperationspartnern Perleberg, den umliegenden Gemeinden Karstädt und Plattenburg, den Ämtern Bad Wilsnack/Weisen und Lenzen-Elbtalaue sowie dem Landesamt für Umwelt arbeitet Wittenberge gemeinsam an der Verwirklichung der Stadt-Umland Strategie ‚Ankommen und hier bleiben – familienfreundliche Region Westprignitz‘. Damit wollen sie sich zwischen den Metropolen Berlin und Hamburg als attraktiven und gesunden Wohn- und Lebensstandort für Familien entwickeln. Mit dem erstmaligen integrierten und gebündelten Mitteleinsatz von Fördergeldern aus drei europäischen Fonds wollen wir das unterstützen.“

Sanierung und Umgestaltung Clara-Zetkin-Park

Gegenstand der Förderung ist die Aufwertung der öffentlichen Freifläche „Clara-Zetkin-Park“. Der im nördlichen Teil der Wittenberger Innenstadt gelegene Clara-Zetkin-Park ist Bestandteil des geplanten „Grünen Stadtrings“. Mit der umfassenden Aufwertung wird der Park als attraktives innerstädtisches Erholungsgebiet wiederhergestellt und deutlich verbessert. Bestandteile sind u. a. die barrierefreie Gestaltung des Wegesystems, die Erneuerung der Wegedecke sowie generationsübergreifende Verweil- und Aktivitätsangebote, wie beispielsweise eine Wasserspielanlage, eine Spiellandschaft und ein Fitnessplatz.

Die Gesamtkosten betragen rund 1,4 Millionen Euro. Aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) werden 1,14 Millionen Euro und aus Stadtumbaumitteln  rund 143.000 Euro bereitgestellt. Der Park soll bis zum Frühjahr 2020 fertiggestellt werden.

Deichbau Landkreis Prignitz, Hochwasserschutz Elbstraße

Gegenstand der Förderung ist der Neubau einer rund 500 Meter langen  Hochwasserschutzwand. Dabei soll auch ein mobiler Hochwasserschutz zum Einsatz kommen, der Anwohnern und Gastronomen auch weiterhin einen Elbblick ermöglicht. Die wasserseitige Böschungsbefestigung der Hochwasserschutzanlage erfolgt abschnittsweise mit Treppen- und Sitzelementen, um so die Aufenthaltsqualität im Bereich des Nedwighafens zu verbessern. Mit dem Projekt in der Elbestraße wird eine Lücke im Hochwasserschutz im Stadtgebiet geschlossen. Der weitere Hochwasserschutz außerhalb wird sowohl über den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) als auch mit Bundes- und Landesmitteln gefördert.

Die Gesamtkosten betragen knapp 3,8 Millionen Euro. Es wird ein Zuschuss aus EFRE-Mitteln über rund 3,3 Millionen Euro bewilligt. Rund 500.000 Euro werden aus Landesmitteln für den Hochwasserschutz beigesteuert. Zuwendungsempfänger ist das Landesamt für Umwelt (LfU) als Kooperationspartner der Stadt-Umland-Strategie. Das Vorhaben soll Ende 2020 fertig sein.

Bisher wurden für die Stadt-Umland-Strategie Strategie „Ankommen und hier bleiben – familienfreundliche Region Westprignitz“ rund 6,3 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), rund 230.000 Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und 380.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) bewilligt.

Hintergrundinformation

Am Stadt-Umland-Wettbewerb haben sich Ober- oder Mittelzentren, die mit einer oder mehreren Kommunen in ihrem jeweiligen Verflechtungsbereich eine Kooperation bilden, beteiligt. Städte und die sie umgebenden Gemeinden haben Kooperationsprojekte für die Themenfelder Infrastruktur und Umwelt, Energie und Mobilität sowie Wirtschaft und Tourismus entwickelt. Insgesamt stehen für die Projekte der Kooperationen 213 Millionen Euro zur Verfügung. Die Vorhaben müssen den Anforderungen der drei Europäischen Fonds für regionale, soziale und ländliche Entwicklung (EFRE, ESF und ELER)  entsprechen und werden von den Kooperationspartnern kofinanziert.

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