Qualitätssiegel für barrierefreien Plattenbau in Bernau

Frontansicht mit Aufzügen © Bernauer Wohnungsgenossenschaft „Einheit“ eG

Das Objekt, das unter besagtem Motto modernisiert wurde, steht in der Weinbergstraße 46-49 in Bernau. Dabei handelt es sich um einen DDR-Plattenbau Typ „Hallenser Modell“ aus den 70er Jahren mit 40 Wohnungen und 4 Aufgängen.

Die 4 Aufgänge erhielten je einen Aufzug. Um einen barrierefreien Zugang zu den Wohnungen zu ermöglichen, also um einen Aufzugshalt auf halber Treppe zu vermeiden, war es notwendig, auch neue Treppenaufgänge zu installieren. Die Modernisierung erfolgte im bewohnten Zustand. Lediglich für drei Tage war der Block nicht bewohnbar.

Zusätzlich wurden Kellerrampen und 30 PKW-Stellplätze geschaffen. Auch Ladestationen für E-Bikes stehen nun zur Verfügung.

Für pflegebedürftige Mieter steht die in unmittelbarer Nachbarschaft ansässige ambulante Pflegestation des genossenschaftlichen Kooperationspartners Hoffnungstaler Stiftung Lobetal zur Verfügung.

Mit der Modernisierung wird den gesteigerten Komfortbedürfnissen Rechnung getragen. Und dies zu moderaten Preisen. Der Block hat sich damit zu einem Schmuckstück des Bernauer Gründerzeitrings, der den alten Stadtkern umschließt, gemausert. Denn auch die Neugestaltung des Wohnumfeldes trägt zur „Kiezstabilisierung“ bei.

Treppenaufgang innen © Wohnungsgenossenschaft „Einheit“ eG Bernau

Für die Nachrüstung der barrierefreien Aufzüge hat die Wohnungsgenossenschaft 600.000 € Fördermittel erhalten.

Der BBU Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. vergibt mehrmals im Jahr das Qualitätssiegel „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“ an beispielhafte, nachahmenswerte Projekte. Schirmherrin ist Ministerin Kathrin Schneider.