Potsdamer Stadtentdecker als Bauhaus-Experten

bei der Abschlusspräsentation © Anja Kotlan

Unter Anleitung ihrer Lehrerin und dem projektbegleitenden Architekten analysierten die Jugendlichen insgesamt vier verschiedene Bauwerke: Das Feierabendhaus auf Hermannswerder, den Sportpark am Luftschiffhafen, das Einsteinhaus in Caputh und die Gewoba-Siedlung in Babelsberg. Neben den baulichen Aspekten beschäftigte sie auch die Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der Bauten.

In der Abschlusspräsentation vom 22. Januar 2018 zeigten die Schülerinnen und Schüler neben umfangreichem Hintergrundwissen auch spezielles Fachwissen in den Bereichen Konstruktion, Gestaltung und Baustoffe. So baute eine Gruppe beispielsweise ein Modell vom Feierabendhaus. Eine andere Gruppe wiederum nutzte die Software RoomSketchers um eine Wohnung der Gewoba-Siedlung neu einzurichten und an heutige Nutzungsanforderungen anzupassen. In ihren Vorträgen machten die Schülerinnen und Schüler deutlich, dass die Themen der Bauhaus-Zeit nicht an Relevanz verloren haben und im aktuellen stadtplanerischen Diskurs wiederzufinden sind. So ist beispielsweise das Thema der Funktionsmischung vor dem Hintergrund der kürzlich eingeführten neuen Nutzungskategorie „Urbanes Gebiet“ in der BauNVO zu nennen. Ebenso die Frage nach bezahlbarem Wohnraum durch seriellen Wohnungsbau.

In dem im Anschluss an die Präsentationen stattfindenden Stadtentdecker-Gespräche formulierten die Schülerinnen und Schüler den Wunsch, im kommenden Schulhalbjahr ihre Erfahrungen und Ideen in die Praxis umzusetzen. Vorstellbare wären für sie dabei, Eigeninterpretationen der  Bauhaus-Lehre vorzunehmen und diese beispielsweise anhand von Modellen sichtbar zu machen.

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Referat 22: Bautechnik, Energie, Bau- und Stadtkultur

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