Wiederverwertung von Recycling-Baustoffen im Straßenbau

Verwertungsmengen von Recycling-Baustoffen

Recyclinganlage Recyclinganlage © MIL

In den Jahren 2005 bis 2010 wurden pro Jahr annähernd 700.000 t mineralische Recycling-Baustoffe, Schlacke, Asphaltgranulat und pechhaltige Straßenausbaustoffe im Bundesfern- und Landesstraßenbau des Landes Brandenburg hochwertig wiederverwertet. Wegen rückläufiger Baumaßnahmen lag die Menge der wiederverwendeten RC-Baustoffe in den letzten fünf Jahren nur noch bei durchschnittlich 490.000 t pro Jahr.

Im Jahr 2017 ist wieder ein Anstieg auf das vorherige Niveau zu verzeichnen. 

Diagramm: Verwertung von Recycling-Baustoffen im Bundesfern- und Landesstraßenbau (2010-2017)

Recycling-BaustoffeNeues Fenster: Bild vergrößern Quelle: LS/MIL

Der Straßenbau im Land Brandenburg ist wesentlich auf die Verwendung von Ersatzbaustoffen angewiesen. Diese tragen maßgeblich zur Schonung natürlicher Ressourcen und von Deponie-kapazitäten bei.

Das Land Brandenburg verfügt nur über einzelne natürliche Gesteinsvorkommen. Dem gegenüber gibt es im Wirtschaftsraum Berlin/Brandenburg ein hohes Auf-kommen an Bauabbruchmaterial. Vorrangig werden diese Baustoffe in den unge-bundenen Schichten (z. B. Frostschutzschicht, Schottertragschicht) und im Unter-bau (Dammbau) von Verkehrsflächen verwendet. Dabei können besonders Mate-rialien wie Schotter und Kies durch alternative Baustoffe ersetzt werden. Die Er-kenntnisse aus den letzten Jahren zeigen die Tendenz, dass RC-Baustoffe - be-zogen auf die Einbaumenge - doppelt so häufig eingesetzt werden wie natürliche Baustoffe.

Die Wiederverwendung von Ausbauasphalt wird seit langem deutschlandweit in nennenswerten Größenordnungen betrieben. Asphaltgranulat stellt häufig die größte Stoffgruppe bei der Herstellung von Asphalt dar. Die maximal mögliche Zugabemenge von Asphaltgranulat im Heißmischgut richtet sich nach der Homo-genität des Materials und anlagentechnischen Kriterien. Bei Bauprojekten im Zuge von Bundesfern- und Landesstraßen werden derzeit ca. 25-30 % Asphaltgranulat in Tragschichten, 20-25 % in Binderschichten und 10 % in Deckschichten zugegeben. Diese Zugabemengen sind deutschlandweit auf einem annähernd gleichen Niveau.

Aktuell wird von den Straßenbauverwaltungen Brandenburg und Berlin ein einheit-liches Vorgehen bei der Wiederverwertung von Ausbauasphalt für den Wirt-schaftsraum Berlin/Brandenburg angestrebt.

Diagramm: Verwertung von Recycling-Baustoffen in den konstruktiven Schichten des Straßenbaus, Bundesfern- und Landesstraßen 2017

Recycling BaustoffeNeues Fenster: Bild vergrößern Quelle: LS/MIL

Letzte Aktualisierung: 08.05.2018