19.11.2020Fördermittel für Stadtentwicklungsprojekte in Lauchhammer

Pressemitteilung

Baustaatssekretär Rainer Genilke hat der Stadt Lauchhammer Fördermittel in Höhe von 350.000 Euro für weitere Stadtentwicklungsprojekte aus den neuen Programmen „Sozialer Zusammenhalt“ und „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ bewilligt. Zusätzlich wurden rund 7.000 Euro aus der Konzessionsabgabe Lotto des Landes Brandenburg an den Traditionsverein Waldschule Lauchhammer-Ost e.V. für die Errichtung eines Trainingsparcours und -raums für die Radfahrausbildung übergeben.

Rainer Genilke: „Die Stadt Lauchhammer steht in den nächsten Jahren vor besonderen Herausforderungen der Stadtentwicklung, vor allem auch durch die Folgen des Bergbaues. Wir unterstützen die Stadt gemeinsam mit dem Landkreis Oberspreewald Lausitz und der LMBV als Bergbausanierer bei diesem Prozess. Im Rahmen der Städtebauförderung fördern wir die Aufwertung der Neustadt, die Sanierung stadtbildprägender Gebäude und Projekte, die dem sozialen Zusammenhalt dienen.“

Stadtentwicklung

Das Ziel des neuen Städtebauförderungsprogramms „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ (SZH) ist die Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter und strukturschwacher Stadt- und Ortsteile. Damit soll u.a. ein Beitrag zur Erhöhung der Wohn- und Lebensqualität und Nutzungsvielfalt, der Integration aller Bevölkerungsgruppen und zur Stärkung des Zusammenhalts in der Nachbarschaft geleistet werden. Das Programm bündelt die Aktivitäten einer sozialen Stadtentwicklung und zeichnet sich vor allem durch seinen interdisziplinären Ansatz aus. Quartiersmanagement und die Mobilisierung von Teilhabe und ehrenamtlichem Engagement werden stärker betont.

Die Stadt Lauchhammer erhält 300.000 Euro Bundes- und Landesmittel für Projekte, die der Begegnung der Menschen dienen und die Akteure in Stadtquartieren zusammenführen und qualifizieren.  

Mit dem Städtebauförderungsprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung – Lebenswerte Quartiere“ (WNE) wurde das ehemalige Stadtumbauprogramm weiterentwickelt.  Es soll die Städte und Gemeinden bei der Bewältigung von demografischen und wirtschaftlichen Herausforderungen im Bereich der Stadterneuerung und Stadtentwicklung unterstützen. Mit dem Programm sollen Projekte in Gebieten gefördert werden, die von erheblichen städtebaulichen Funktionsverlusten und Strukturveränderungen betroffen sind. Ziel ist es, das Wachstum und die nachhaltige Erneuerung dieser Gebiete zu lebenswerten Quartieren zu fördern.

Die Stadt Lauchhammer erhält 50.000 Euro Bundes- und Landesmittel für die weitere Aufwertung der Neustadt, für die weitere Sanierung stadtbildprägender Gebäude und Erhaltung denkmalgeschützter Bausubstanz.

Die Stadt Lauchhammer wird seit 1995 mit Städtebaufördermitteln unterstützt, seit 2017 im Programm Soziale Stadt und seit 2002 im Rahmen des Stadtumbaus gefördert. Insgesamt wurden für Stadtentwicklungsprojekte rund 23,8 Millionen Euro bewilligt. Im Rahmen der Wohnraumförderung wurden seit 1991 rund 60 Millionen Euro für 2.800 Wohnungen bewilligt.

Lottomittel

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung unterstützt darüber hinaus den Traditionsverein Waldschule Lauchhammer-Ost e.V. bei der Errichtung eines Trainingsparcours und -raums für die Radfahrausbildung für Grundschülerinnen und Grundschüler mit 7.000 Euro aus der Konzessionsabgabe Lotto des Landes Brandenburg.

Rainer Genilke: „Immer mehr Eltern bringen ihre Kinder jeden Tag mit dem Auto zur Schule. Deshalb ist es besonders wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, was es heißt, auch aktiv am Straßenverkehr teilzunehmen. Ich begrüße das Engagement des Traditionsvereins Waldschule Lauchhammer-Ost e.V., Grundschülerinnen und -schüler bereits in jungen Jahren in Theorie und Praxis an das richtige Verhalten im Straßenverkehr heranführen zu wollen. Das Land Brandenburg setzt sich mit der Kampagne ‚Lieber sicher. Lieber leben‘ nicht nur selbst für das Thema Verkehrssicherheit und -erziehung ein, sondern unterstützt auch viele Initiativen wie diese. Gemeinsam wollen wir Kindern das nötige Grundwissen vermitteln, um sicher auf dem Schulweg oder in der Freizeit unterwegs zu sein.“

Mit der geplanten Errichtung des Trainingsparcours und -raums soll der Sachkundeunterricht der Grundschule in Lauchhammer praxisnah begleitet werden. Um die Schülerinnen und Schüler mit dem Verkehrsgeschehen vertraut zu machen, werden im Trainingsraum die theoretischen Grundlagen übermittelt.  Auf dem Trainingsparcours soll dann die Theorie in die Praxis umgesetzt werden. Ziel ist es, den Bau des Parcours bis zum 90-jährigen Jubiläum der Waldschule im Frühjahr 2021 abzuschließen.

Der Traditionsverein Waldschule Lauchhammer-Ost e.V. wurde 1994 von engagierten Eltern und Lehrkräften ins Leben gerufen. Mit den Mitgliedsbeiträgen und Spenden wird das Angebot der Schule stetig ausgebaut. Die Schule unterrichtet derzeit 153 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 1 bis 6.

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung finanziert das Projekt für die Radfahrausbildung an der Waldschule Lauchhammer-Ost e.V. in Potsdam mit 7.000 Euro zu 100 Prozent, da Eigenmittel seitens des Vereins nicht aufgebracht werden können.

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