05.11.2020Fördermittel für Stadtentwicklungs- und Verkehrsprojekte für Hennigsdorf

Pressemitteilung

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung hat der Stadt Hennigsdorf Fördermittel in Höhe von 1,8 Millionen Euro für weitere Stadtentwicklungsprojekte aus dem neuen Programm „Lebendige Zentren“ bewilligt. Zusätzlich wurden rund 392.000 Euro für den Bau eines Fahrradparkhauses bewilligt.

Guido Beermann: „Dank der guten Verkehrsanbindung gehört Hennigsdorf zu den wachsenden Kommunen im Land. Der Stadt ist es gut gelungen, verschiedene Förderprogramme zu kombinieren. Ein gutes Beispiel dafür ist das Kreativwerk II, dass mit EU-Fördermitteln und Städtebaufördermitteln im Rahmen der Stadt-Umland-Strategie gefördert wird. Im derzeit noch leerstehenden großen, städtebaulich markanten Gebäude des ehemaligen Puschkin-Gymnasiums in der Hennigsdorfer Innenstadt werden nach dem Umbau für kreative Köpfe moderne Arbeitsbedingungen angeboten. Wir wollen diese positive Entwicklung weiter unterstützen. Die bewilligten Fördermittel stehen unter anderem für die Umgestaltung der Fontanestraße und den Neubau des Fahrradparkhauses zur Verfügung.“

Stadtentwicklung

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung bewilligt für das Programmjahr 2020 1,8 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel aus dem Programm „Lebendige Zentren“. Die Fördermittel sollen für die Umgestaltung der Fontanestraße mit dem Bauabschnitt Feldstraße bis Parkstraße eingesetzt werden.

Lebendige Zentren (LZ)

Im Sinne der Zielstellungen der bisherigen Programme „Aktive Stadtzentren“ und „Städtebaulicher Denkmalschutz“ werden mit dem neuen Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Stadt- und Ortskerne“ die Anpassung, Stärkung und Revitalisierung und der Erhalt von Stadt- und Ortskernen, historischen Altstädten, Stadtteil- und Ortszentren, die Profilierung und Standortaufwertung sowie der Erhalt und die Förderung von Nutzungsvielfalt unterstützt. Ziel ist die Entwicklung der Zentren zu attraktiven und identitätsstiftenden Standorten für Wohnen, Arbeiten, Wirtschaft und Kultur.

Hennigsdorf hat seit 1991 mehr als 26 Millionen Euro Fördermittel aus mehreren Programmen für die Stadtentwicklung/Stadterneuerung erhalten. Im Rahmen der Wohnraumförderung wurden rund 120 Millionen Euro für knapp 5.000 Wohnungen bewilligt.

Verkehrsentwicklung

„Wir unterstützen die Kommunen bei Investitionen, um einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr anzubieten. Wir wollen vor allem den Umstieg vom Auto oder Fahrrad in Bus und Bahn erleichtern. Die Möglichkeit, das eigene Auto oder Fahrrad sicher und nah am Bahnhof abzustellen, leistet dafür einen wichtigen Beitrag. Ich hoffe, dass die neue fahrgastfreundliche Anlage von den Pendlerinnen und Pendlern gut angenommen wird,“ sagte Guido Beermann.

Am S- und Regionalbahnhof Hennigsdorf steigen viele Pendlerinnen und Pendlern ein und aus. Deshalb plant die Stadt Hennigsdorf die Errichtung eines vollautomatisierten Fahrradparkhauses in Form eines 'Bikesafe' am Bahnhof Hennigsdorf. Bei der geplanten B+R-Anlage handelt es sich um eine Sonderbauform als automatisiertes Fahrradparksystems, bestehend aus einem Turm mit 8 Parkebenen, auf denen insgesamt 122 Stellplätze verfügbar sind. Der Turm ist rund 12 Meter hoch und hat einen Durchmesser von rund 7 Meter. Die Funktionsweise ist so organisiert, dass in einem Übergabebereich, der mit einem Bedientableau ausgestattet ist, der Nutzer sein Fahrrad auf einer Radschiene abstellt und die Einlagerungsabsicht bestätigt. Durch einen Vertikalförderer wird das Rad gefasst, in das Regalsystem eingezogen und auf einen freien Stellplatz im Turm mittels Hubsystem abgestellt. Dafür gibt es dann eine Parkbestätigung. Der Parkvorgang dauert zwischen 20 Sekunden und 1 Minute, so ist auch in Stoßzeiten ein zügiges Einstellen möglich.

Das innovative Parksystem hat durch seine Bauform den Vorteil, dass auf einer kleinen Grundstückefläche eine große Anzahl an Stellplätzen angeboten werden kann. Hinzu kommt, dass die Anlage eine besondere Diebstahlsicherheit für die Fahrräder bietet. Alle gängigen Fahrradmodelle inklusive Pedelecs und E-Bikes können sicher und witterungsgeschützt eingelagert werden. Das System des automatisierten Fahrradparkhauses erlaubt durch eine Autorisierung des Nutzenden lediglich den Zugang zum eigenen Rad, bei zweckentfremdeter Nutzung wird der Zugang blockiert. Die Fahrräder sind damit vor Beschädigung, Vandalismus und Diebstahl gesichert.

Der Standort am Bahnhof befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Rathaus und dem Rathausvorplatz. Zur Einbindung in das städtebauliche Gesamtensemble ist geplant, bei der Fassade im Erdgeschoßbereich des Fahrradparkhauses Gestaltungselemente des Rathauses aufzunehmen. Im oberen Bereich sollen transparente Glaselemente den Bikesafe offener wirken lassen und zudem die Technik erlebbar machen.

Das Projekt umfasst folgende bauliche Bestandteile:

  • Automatisches Fahrradparksystem 'Bikesafe' (122 Stellplätze)
  • Fundament und Medienanschlüsse
  • Fassadengestaltung
  • Verlegung Telekomsäule, Straßenleuchte
  • Ladeinfrastruktur, Ladeschließfächer

Für die Finanzierung der Investitionskosten hat die Kommune eine anteilige Förderung der Bau- und Planungskosten beantragt. Zur Realisierung des Vorhabens ist kein Grunderwerb notwendig, da die betreffenden Grundstücksflächen Eigentum der Stadt sind. Für die Nutzung des Parkhauses soll zur anteiligen Deckung der laufenden Betriebskosten eine Gebühr erhoben werden.

Die Gesamtkosten betragen rund 739.000 Euro. Das Land bewilligt für Planung und Bau 392.000 Euro. Die Fertigstellung ist 2022 geplant.

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