03.11.2020Förderbescheide für Bahnhofsvorplatz und Stadtentwicklungsprojekte in Velten

Pressemitteilung

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung hat der Stadt Velten 3,6 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bewilligt. Außerdem wurden rund 345.000 Euro für die Neu- und Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes bewilligt.

Guido Beermann: „Velten arbeitet seit 2015 mit den Kooperationspartnern Hennigsdorf als Leadpartner und der Gemeinde Oberkrämer gemeinsam an der Verwirklichung der Stadt-Umland-Strategie ‚Zukunftsfähig Leben, Wohnen und Arbeiten entlang der Havel ‘. Mit dem integrierten und gebündelten Mitteleinsatz von Fördergeldern aus den europäischen Fonds für regionale Entwicklung, dem europäischen Landwirtschaftsfonds sowie dem Sozialfonds wollen wir diese Zusammenarbeit zwischen Städten und ihren Umlandgemeinden unterstützen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, die Lebensbedingungen für die Menschen zu verbessern. Dazu gehören Investitionen in Kinder und Jugendliche genauso wie die Schaffung von bedarfsgerechtem Wohnraum.“

Mit der Strategie der Stadt Hennigsdorf, der Stadt Velten und der Gemeinde Oberkrämer wird beabsichtigt, unter Beibehaltung der Charakteristika der drei Einzelkommunen den Mittelbereich als attraktiven Standort an der Berliner Stadtgrenze und entlang der Havel zu stärken und zu profilieren. Im Zentrum der Strategie steht die Anpassung und Qualifizierung der Infrastruktur und der Angebote der Daseinsvorsorge an die veränderten Bedarfe, die Schaffung von zukunftsfähigen Mobilitätsangeboten, die Verringerung der Immissionen für mehr Lärmschutz, Luftreinhaltung und weniger CO2-Aussstoß, die Absicherung einer Generationengerechtigkeit und Sicherung des sozialen Zusammenhalts sowie die Schaffung zukunftsfähiger Investitionsmöglichkeiten auf bisher brachliegenden Flächen.

Vorhaben „Rückbau und Altlastenberäumung des ehemaligen Johannesstifts“

Derzeit liegt das ehemalige Industriegelände im nordwestlichen Teil der Stadt Velten brach.

Im Zuge des Rückbaus soll das Areal von allen ober- und unterirdischen Objekten beräumt werden. Die stark baufälligen Gebäude sollen abgerissen und beseitigt werde. Außerdem soll die versiegelte Grundstücksfläche entsiegelt werden. Die Stadt Velten plant im Anschluss zur Umsetzung ihrer städtebaulichen Ziele einen direkten Verkauf des Grundstücks an die Regionale Entwicklungsgesellschaft der Stadt. Anschließend wird ein Bebauungsplanverfahren durchführt, die Erschließung vorgenommen und die erschlossenen Grundstücke zur Nutzung für den individuellen Wohnungsbau verkauft.

Die Gesamtausgaben betragen rund 2,1 Millionen Euro. Es werden fast 708.000 Euro EFRE-Mittel bewilligt. Die Stadt steuert Eigenmittel in Höhe von 1,4 Millionen Euro bei.

Die Fertigstellung ist bis zum Sommer 2021 vorgesehen.

Vorhaben „Barrierefreie Erweiterung der Löwenzahn-Grundschule“

Geplant ist der barrierefreie Erweiterungsbau der Löwenzahn-Grundschule in Velten.  Unter der Maßgabe der Inklusion sollen mit den neuen Räumlichkeiten auch Schüler mit den sonderpädagogischen Förderbedarfen “Lernen“, “emotionale-soziale Entwicklung“ und “Sprache“ gezielter gefördert werden. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Umsetzung der Barrierefreiheit im gesamten Innenbereich. Neben neuen Klassenräumen sind mehrere Gruppen- und Vorbereitungsräume sowie Fachunterrichtsräume, ein Veranstaltungsraum und größere Büros geplant.

Die Gesamtausgaben betragen rund 5,6 Millionen Euro. Es werden 2,96 Millionen EFRE-Mittel bewilligt. Die Stadt steuert Eigenmittel in Höhe von 2,7 Millionen Euro bei.

Bahnhofsvorplatz Velten

„Wir wollen den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel erleichtern und dafür attraktive Angebote schaffen. In Velten wurde eine neue Personenüberführung gebaut und der Mittelbahnsteig erneuert. Damit ist der Bahnsteig von beiden Seiten des Bahnhofs barrierefrei zu erreichen. Das ist ein Gewinn für die Fahrgäste. Nun soll auch der Bahnhofsvorplatz angepasst und mit weiteren Fahrradstellplätzen und E-Bike-Ladestation ergänzt werden. Mit der Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes werden sowohl Funktionalität als auch Aufenthaltsqualität und Sicherheit weiter verbessert. Der Bahnhofsvorplatz wird für den öffentlichen Personennahverkehr als zentraler Knotenpunkt weiterentwickelt,“ sagte Guido Beermann.

Bereits in den Jahren 2009-2010 und 2011-2013 wurde der Bahnhofsvorplatz mit anteiliger Finanzierung aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowohl auf der nordöstlichen als auch auf der südwestlichen Seite neugestaltet. Es wurden unter anderem P+R- und B+R-Anlagen auf beiden Bahnhofsseiten der Gleistrasse gebaut. Insbesondere auf der nordöstlichen Bahnhofsseite stieg der Bedarf für weitere Parkplätze kontinuierlich an. 2017 wurde mit einer anteiligen Finanzierung aus Fördermitteln das P+R-Angebot auf der nordöstlichen Bahnhofsseite am Bahnhof Velten erweitert.

In den Jahren 2018-2019 erneuerte die Deutsche Bahn AG mit Fördermitteln des Landes und finanzieller Beteiligung der Stadt Velten den Mittelbahnsteig und errichtete eine neue Fußgängerüberführung einschließlich barrierefreier Zugänglichkeit zum Bahnsteig. Nach Fertigstellung wurde Ende 2019 die alte Überführung zurückgebaut.

Mit dem neuen barrierefreien Zugang zum Bahnsteig von beiden Seiten des Bahnhofs soll nun aufgrund der Verlagerung gegenüber dem bisherigen Brückenbauwerk der vorhandene Bahnhofsvorplatz angepasst und die Verknüpfung für Reisende an dem Knotenpunkt optimiert werden. Es ist eine Hauptwegeverbindung vom Bahnhof Richtung Stadtzentrum geplant. Durch Baumpflanzungen soll eine optische Orientierung der Laufrichtung zum Treppenübergang angelegt werden. Es sind Erweiterungen und Ergänzungen sowohl am nordöstlichen Bahnhofsvorplatz als auch im südwestlichen Zugangsbereich vorgesehen. Die Zugänge zur Überführung werden barrierefrei hergestellt und aus Richtung Bahnhofstraße erfolgt eine neue Anbindung in direkter Laufrichtung zur neuen barrierefreien Fußgängerüberführung als Zugang zum Zugverkehr. Auf der nordöstlichen Bahnhofsseite wird zudem das Angebot durch neue Fahrradständer erweitert. Die zusätzliche Fahrradüberdachung erhält 2 Ladesäulen mit je 3 Anschlüssen für E-Bikes.

Nordöstlicher Bahnhofsseite

  • Erweiterung und Befestigung Bahnhofsvorplatzfläche
  • Blindenleitsystem
  • barrierefreie Zuwegung zur Fußgängerüberführung, barrierefreie Anbindung an die Bahnstraße
  • B+R Anlage mit 48 Fahrradstellplätzen mit Ladestation für E-Bikes
  • Zaunanlage zur Abgrenzung der Bahnflächen und Gleistrasse
  • Möblierung, Begrünung, Entwässerung, Beleuchtung

Südwestliche Bahnhofsseite

  • barrierefreie Zuwegung zur Fußgängerüberführung
  • Erweiterung und Befestigung Bahnhofsvorplatzfläche
  • 2 Kurzzeitparkplätze
  • Möblierung, Begrünung, Entwässerung, Beleuchtung

Die Gesamtkosten betragen rund 446.000 Euro. Das Land bewilligt rund 345.000 Euro für Planung und Bau.

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