28.10.2020Neuer Rettungsbus bietet mehr Einsatzmöglichkeiten

Pressemitteilung

Nach fast fünf Jahren erfolgreichem Einsatz des bisherigen Rettungsbusses, rüstete die regiobus nun ein fabrikneuen Citaro zum Rettungsbus der zweiten Generation um. Das Fahrzeug ist nicht nur moderner und umweltfreundlicher, sondern wurde aus den Erfahrungen der bisherigen Einsätze heraus mit erweiterter Ausrüstung und modernster Technik ausgestattet. Dennoch kann es seinen Dienst auch als Linienbus versehen.

Zur Vorstellung des neuen Rettungsfahrzeugs am 28. Oktober 2020 konnte regiobus den Staatssekretär des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung Rainer Genilke als Gast begrüßen.

„Ich freue mich, dass die Erfolgsgeschichte des Rettungsbusses mit neuer, klima- und bedarfsgerechter Ausstattung weitergeschrieben wird. Gerade in den dünner besiedelten Regionen Brandenburgs trägt diese Unterstützung der Feuerwehren und Rettungsdienste dazu bei, Rettungseinsätzen noch schneller und besser durchführen zu können. Der Rettungsbus ist damit ein tolles Beispiel für die kreative, konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der regiobus Potsdam Mittelmark und den Rettungskräften vor Ort. Ich möchte deshalb der regiobus, aber auch allen Rettungskräften für ihr Engagement danken. Dass der Rettungsbus auch im Linienverkehr eingesetzt werden kann, ist ein zusätzlicher Gewinn für den ÖPNV und deshalb ebenso begrüßenswert.“

Neben dem Vorhalten von Rettungsmitteln, wie Material zur medizinischen Erstversorgung und Decken, dient ein solcher Rettungsbus beispielsweise zum Transport unverletzter oder leicht verletzter Personen, als klimatisierte oder beheizte Unterbringungsmöglichkeit und zur Evakuierungen bei Notfällen. Ebenso kann er zum Transport oder als Rückzugsort von Einsatzkräften genutzt werden.

Seit 2015 konnte das bisherige Fahrzeug neben dem Einsatz im Linienverkehr durch die besondere Ausstattung bei Anforderung zusätzlich als Rettungsfahrzeug genutzt werden. Die Anforderung erfolgt dabei ausschließlich über die Regionalleitstelle Brandenburg der örtlichen zuständigen Feuerwehr. Der Bus ist hierfür 24/7 in Bereitschaft. Durchschnittlich war dies bisher einmal im Quartal der Fall. Besondere Schwerpunkteinsätze waren ein Unfall mit einem Gefahrgut-LKW auf der A10, Waldbrände sowie Evakuierungen nach Bränden.

Aktuell haben19 Mitarbeiter der regiobus die Berechtigung das Fahrzeug mit Sondersignal zu führen. Jährlich finden Schulungsmaßnahmen mit anschließenden Übungsfahrten statt.

„Wir sind stolz, die wichtige Arbeit der Rettungskräfte in der Region mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen zu können. Auch wenn wir im Prinzip hoffen, dass der Einsatz nicht nötig ist – die letzten Jahre zeigten, dass es gut ist, ihn zu haben. Mit der neuen Ausstattung können wir nun schneller reagieren und Verunfallten besser helfen“, so Hans-Jürgen Hennig Geschäftsführer der regiobus.

Die gute Zusammenarbeit mit der regionalen Feuerwehr spiegelt sich auch in der Gestaltung des neuen Busses wider – drei Protagonisten der freiwilligen Feuerwehr Bad Belzig werben stolz mit ihrer Abbildung für den wichtigen Dienst im Ehrenamt auf dem Fahrzeug. 

Ergänzende Fakten

Bisherige Grundausstattung des Rettungsbusses:

  • Technik für die Sondersignale
  • Zusatzschrank mit Material zur medizinischen Erstversorgung, Getränke, Decken für alle Fahrgäste sowie ein Kuscheltier zum Trösten und Ablenken von Kindern
  • Eine extra Mobilfunkverbindung (inkl. Freisprechanlage) für die gesicherten Kontakt im Einsatzfall mit der Regionalleitstelle
  • ein Navigationsgerät zur Unterstützung außerhalb des regulären Einzugsgebietes.

Neuerungen am neuen Rettungsfahrzeug:

  • neues Design mit Foto eherenamtlich aktiver Feuerwehrleute, welches von der freiwilligen Feuerwehr Bad Belzig zur Verfügung gestellt wurde
  • integriertes Abbiegeassistentz-System
  • WLAN und USB-Ladebuchsen
  • zusätzliche Hygiene-Schutzscheibe und Dyphox-Versiegelung (Langzeitdesinfektionsmittel) sowie eingebauter Desinfektionsspender zum Schutz vor Covid19
  • Gardinen (Schutz vor neugierigen Blicken, zum Umkleiden, Trennung männlich/weiblich)
  • EURO 6d-Abgasnorm - um diese Norm nochmals zu verbessern, wird das Fahrzeug mit GTLbetankt
  • 100 km/h-Zulassung um noch schneller am Ziel zu sein
  • 37 Sitzplätze jeweils mit Sicherheitsgurt
  • zusätzlicher Rollstuhlplatz, welcher auch als zusätzliche Nutzfläche zur Verfügung steht
  • LED-Rundumleuchten mit weißer Abdeckung (keine Schutzhüllen mehr notwendig, somit Zeitersparnis und mehr Sicherheit für den Einsatzfahrer)

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