23.10.2020Neuruppin: Soziale-Stadt-Förderung ist erfolgreich

Pressemitteilung

Bauminister Guido Beermann hat heute gemeinsam mit Anne Katrin Bohle, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat die Stadt Neuruppin besucht und sich über die Entwicklung im Stadtteil Neuruppin-Süd (WKI-III) informiert. Seit 1999 wurden fast neun Millionen Euro für die soziale Stadtentwicklung im Quartier bewilligt. Außerdem brachte Minister Beermann einen Förderbescheid über zwei Millionen Euro aus dem Programm „Lebendige Zentren“ mit.

Minister Guido Beermann: „Neuruppin ist es hervorragend gelungen verschiedene Förderprogramme zu bündeln und die Fördermittel erfolgreich einzusetzen. Das kann man überall in der Stadt sehen. Die historische Innenstadt hat einen guten Sanierungsstand erreicht, wertvolle Gebäude wurden erhalten, aber auch die großen Wohngebiete wurden nicht vernachlässigt. Neuruppin-Süd wurde bereits 1999 in das Programm Soziale Stadt aufgenommen. Eines der ersten Projekte war der Umbau der Kita Krümelkiste zum Bürgerhaus. Auch weil die Stadt bewusst auf die Mitwirkung der Menschen im Kiez gesetzt hat, haben die Projekte bis heute eine hohe Akzeptanz. Das war und ist ein Vorbild für viele andere Kommunen im Land.“

Staatssekretärin Anne Katrin Bohle: „Die Stadt Neuruppin hat einen Teil der 20-jährigen Erfolgsgeschichte des Programms ‚Soziale Stadt/Sozialer Zusammenhalt‘ mitgeschrieben. Dabei hat das BMI die Stadt mit rund 4,4 Millionen Euro unterstützt. Dass diese Mittel gut angelegt waren, sehen wir heute am Umbau der „Krümelkiste“ zum Mehrgenerationenhaus. Hier ist es mit einem integriertem Handlungskonzept, viel Engagement und Ausdauer gelungen, ein generationengerechtes und familienfreundliches Quartier zu schaffen, in dem man gerne lebt.“

In den drei Wohnbaugebieten WK I-III aus der DDR-Zeit südlich des Stadtzentrums wohnen in über 4000 Wohnungen rund 8.500 Menschen. Da es kaum Bevölkerungsrückgang gab, konnte auf Abriss verzichtet werden. Durch die Aufnahme in das Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ 1999 hat sich der Stadtteil positiv entwickelt. Neben der Instandsetzung der Bausubstanz hat auch die soziale Infrastruktur und das Wohnumfeld eine deutliche Aufwertung erfahren. Dieser Prozess wurde in Kooperation mit drei Wohnungsunternehmen realisiert.

Die seit Mitte der 1990er Jahre leerstehende Kita „Krümelkiste“ war das Schlüsselprojekt für die „Soziale Stadt“. Von Beginn an wurden die zukünftigen Nutzer*innen und Träger der Einrichtungen im Planungsprozess beteiligt. Seit 2007 wird das Gebäude als zentraler Stadtteiltreff für alle Generationen genutzt. Im Gebäude gibt es einen Anwohnertreff, die Jugendhilfe Nordwestbrandenburg hat Werkstätten eingerichtet, ein Arbeitslosenservice und die Arbeiterwohlfahrt bieten Beratung an. Die Initiative Jugendarbeit Neuruppin bildet Lehrlinge im Bereich Gastronomie aus. Stadtteilbüro und Freiwilligenagentur sind ebenfalls vertreten. Die Umbaukosten von 1,9 Millionen Euro sind zu jeweils einem Drittel vom Bund, vom Land Brandenburg und von der Stadt getragen worden.

Bisher wurden im Programm „Soziale Stadt“ 8,8 Millionen Euro bewilligt. Die Förderung wird bis Ende 2022 fortgeführt.

Förderbescheid Bund-Länder-Programm „Lebendige Zentren“ 

Lebendige Zentren (LZ)

Im Sinne der Zielstellungen der bisherigen Programme „Aktive Stadtzentren“ und „Städtebaulicher Denkmalschutz“ werden mit dem Programm „Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Stadt- und Ortskerne“ die Anpassung, Stärkung und Revitalisierung und der Erhalt von Stadt- und Ortskernen, historischen Altstädten, Stadtteil- und Ortszentren, die Profilierung und Standortaufwertung sowie der Erhalt und die Förderung von Nutzungsvielfalt unterstützt. Ziel ist die Entwicklung der Zentren zu attraktiven und identitätsstiftenden Standorten für Wohnen, Arbeiten, Wirtschaft und Kultur.

Die Stadt Neuruppin erhält im Programmjahr 2020 zwei Millionen Euro. Diese Mittel sollen vorrangig für die Sanierung von Straßen, Wegen und Plätzen, wie z.B. Ernst-Toller-Straße und Friedrich-Engels-Straße eingesetzt werden. Darüber hinaus sollen mit den Fördermitteln Planungsgrundlagen für die Durchwegung Wohnumfeld Klappgrabenblock, die Neugestaltung der Nebenanlagen der Karl-Marx-Straße und der Steinstraße erarbeitet werden.

Neuruppin wurde von 1991 bis 2019 im Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz gefördert. Insgesamt wurden im Rahmen der Städtebauförderung rund 72 Millionen Euro bewilligt.  Damit konnte ein sehr guter Sanierungsstand erreicht werden. Ein Schwerpunkt war die Neugestaltung von Grünflächen mit hohem denkmalpflegerischen Anforderung, beispielsweise der Tempelgarten und die Uferpromenade. Die Sanierung der Stadtmauer konnte abgeschlossen werden.

Durch die Sanierung von zahlreichen kommunalen und privaten Gebäuden konnte eine Verbesserung der Wohnqualität und eine Reduzierung von Wohnungsleerstand erreicht werden. Das Land hat im Rahmen der Wohnraumförderung rund 104 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

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