Erste Veranstaltung im neuen Format

Vortrag im historischen Lokschuppen in Wittenberge © Erik-Jan Owerkerk

Der „Ort des Geschehens“ war nicht zufällig gewählt. Die Stadt Wittenberge erhält nämlich für die Neugestaltung ihres Bahnhofsumfeldes zwei Millionen Euro aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus 2020“ und Bundesmittel in Höhe von 30.000 Euro aus dem Soforthilfeprogramm des Corona-Konjunkturpaketes. Hier möchte die BKIBB ansetzen und mit dem neuen Veranstaltungsformat eine nachhaltige und gemeinschaftlich abgestimmte Gestaltung dieser öffentlichen Räume, wie das Bahnhofsumfeld in Wittenberge, unterstützen.  

Seit über einem Jahr, also seit Mai 2019 besteht die BKIBB und wird getragen von der Brandenburgischen Architektenkammer, der Brandenburgischen Ingenieurkammer und dem MIL. Ziel der BKIBB ist, die Baukultur in das öffentliche Interesse Brandenburgs zu rücken und Wahrnehmung und Bewusstsein der Menschen für gebaute Umwelt zu schärfen. Unterstützt wird sie dabei durch die Bundesstiftung Baukultur. 

Passgenau zum Veranstaltungsort stellte Reiner Nagel, Vorstandvorsitzender der Bundestiftung Baukultur, den Baukulturbericht 2020/21 „Öffentliche Räume“ vor. Schwerpunkte sind die Bedeutung und die Potentiale der städtischen und ländlichen Freiräume. 

Der Bauamtsleiter der Stadt Wittenberge, Martin Hahn, nahm die Veranstaltung zum Anlass, das Entwurfskonzept zur Gestaltung des „Öffentlichen Raums – Bahnhofsumfeld Wittenberge“ einem breiten Publikum vorzustellen. Das gesamte Areal soll zu einem modernen und überregional bedeutenden Mobilitätsknotenpunkt umgestaltet werden. Das historische Bahnhofsgebäude wird mit einem neuen Nutzungskonzept in die Planung einbezogen, mit Reisezentrum, Bibliothek, Technologie- und Gewerbezentrum soll es ein Bindeglied zwischen Stadt und Bahnanlagen bilden. 

Anschließend diskutierten Stadt, Bürgerinnen, Bürgern und Gäste über das Planungsverfahren und die Umgestaltungs- und Nutzungsideen für das Bahnhofsumfeld, dabei ging es u.a. um:

  • die Bürgerbeteiligung beim Planungsverfahren
  • die Schaffung von Freiflächen mit Aufenthaltsqualitäten und die Bildung von Stadträumen
  • ein mögliches Freihalten von zukünftigen baulichen Reserveflächen im Zusammenhang mit der demografischen Entwicklung der Stadt
  • Defizite der Wegeverbindungen Bahnhof > Stadt > Elbe

Als Ergebnis dieser ersten Veranstaltung „Baukultur im Ort“ kann Folgendes festgehalten werden:

Die Verständigung zum weiteren gemeinsamen Arbeiten im offenen Diskurs, denn die Gestaltung dieser städtebaulich relevanten Freifläche ist von großer Bedeutung für die zukünftige Nutzung durch die Wittenberger*innen und ihre Gäste.

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