25.06.2020Genilke übergibt Förderbescheid für Neugestaltung Uferzone

Pressemitteilung

Baustaatssekretär Rainer Genilke hat heute in Eisenhüttenstadt einen Förderbescheid über 2,6 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) übergeben. Mit dem Geld soll die Brache Mielenzhafen beseitigt, eine Neugestaltung des Geländes einschließlich uferbegleitender Wege geschaffen werden. Das Projekt ist Bestandteil der Stadt-Umland-Strategie „Zukunftsfähige Oderregion: vernetzen-bewegen-erleben“, die die Stadt gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern verfolgt.

Staatssekretär Rainer Genilke: „Mit dem Stadt-Umland-Wettbewerb wollen wir die Zusammenarbeit zwischen Städten und ihren Umlandgemeinden unterstützen. Hier in der Oderregion ist es uns ein wichtiges Anliegen, die Lebensbedingungen für die Menschen zu verbessern, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu steigern und die Attraktivität für Zuzügler und Besucher*innen zu erhöhen. Mit der Neugestaltung der Uferzone des Oder-Spree-Kanals zwischen Mielenzhafen und Inselspitze wird der Kanal als Verbindung zur denkmalgeschützten Planstadt erlebbar. Für die Menschen und die Gäste der Stadt bietet sich damit die Möglichkeit, Erholung innenstadtnah zu finden. Davon soll die ganze Stadt und die Region profitieren.“

Eisenhüttenstadt plant die Reaktivierung des zum Teil durch Nutzungsaufgabe und Gebäudeabriss brachgefallenen Areals (Mielenzhafen/Trockendock/Inselspitze) einschließlich uferbegleitender Wege. Die Entwicklung der Uferzone des Mielenzhafens und der Inselspitze ist ein elementarer Beitrag zur funktionalen Stabilisierung der Innenstadt. Das Projekt soll zur deutlichen Aufwertung der öffentlichen Freiflächen zwischen der denkmalgeschützten Planstadt und dem Oder-Spree-Kanal beitragen und schafft die notwendigen Voraussetzungen für die Verknüpfung und Vernetzung land- und wasserseitiger touristischer Angebote. Damit soll sich die Lebensqualität in Eisenhüttenstadt erhöhen und die touristische Wertschöpfung in der Region nachhaltig verbessert werden.

Es erfolgt ein Ausbau eines ca. 1.388 Meter langen, uferbegleitenden Geh- und Radweges einschließlich konstruktiver Teile des Trockendocks, sowie der Bau zweier Brückenbauwerke, die Instandsetzung der Schiffs- und Bootsanleger sowie die Platzgestaltung entlang des Mielenzhafens und des Oder-Spree-Kanals im innerstädtischen Bereich von Eisenhüttenstadt.

Die beantragte Maßnahme umfasst vier Bauabschnitte. Zwei der vier Bauabschnitte sollen zeitlich parallel umgesetzt werden, um die Bauzeit zu verkürzen. Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben betragen rund 3,3 Millionen Euro. Es werden 2,6 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) bereitgestellt. Die Stadt steuert rund 678.000 Euro bei. Das Vorhaben soll bis Ende Juni 2022 fertiggestellt werden.

Hintergrundinformation

Am Stadt-Umland-Wettbewerb haben sich Ober- oder Mittelzentren, die mit einer oder mehreren Kommunen in ihrem jeweiligen Verflechtungsbereich eine Kooperation bilden, beteiligt. Städte und die sie umgebenden Gemeinden haben Kooperationsprojekte für die Themenfelder Infrastruktur und Umwelt, Energie und Mobilität sowie Wirtschaft und Tourismus entwickelt. Die Vorhaben müssen den Anforderungen der drei Europäischen Fonds für regionale, soziale und ländliche Entwicklung (EFRE, ESF und ELER) entsprechen und werden von den Kooperationspartnern kofinanziert.

Die Stadt Frankfurt (Oder) ist Lead Partner der Strategie „Zukunftsfähige Oderregion: vernetzen-bewegen-erleben“, Kooperationspartner sind die Ämter Lebus, Brieskow-Finkenheerd, Schlaubetal und Neuzelle sowie das Landesamt für Umwelt. Die Kooperation will im Rahmen der Stadt-Umland-Strategie Projekte umsetzen, mit denen die Region für Zuzügler und Investoren, aber auch für die Bevölkerung attraktiver wird. Davon sollen die Orte profitieren, die für die Daseinsvorsorge, die wirtschaftliche Entwicklung sowie für öffentliche und private Dienstleistungen von Bedeutung sind. Die Kooperation wurde im Jahr 2016 bestätigt. Bisher wurden für die Stadt-Umland-Strategie rund 1,2 Millionen EFRE-Mittel, 31 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit 775.000 Euro EFRE-Mittel, rund eine Million Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) sowie 494.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) bewilligt. Eisenhüttenstadt hat seit 1991 mehr als 70 Millionen Euro für Stadtentwicklung, Stadterneuerung sowie Stadtumbau aus der nationalen Städtebauförderung erhalten.

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