Alte Postkarte stand für Bronzeadler Modell

Kriegerdenkmal in Altlandsberg © Stadt Altlandsberg

Altlandsberg und die Region waren trotz einer reichen und vielfältigen Geschichte niemals der Austragungsort großer Schlachten. Auch während der Endphase des zweiten Weltkrieges, die besonders die östlichen Landkreise Brandenburgs zerstörte, blieb Altlandsberg verschont.

Daher präsentieren das sanierte Stadtbild, die Revitalisierung des Schlossgutes sowie die lebenswerten Ortsteile der Stadt ein harmonisches Bild. Drei Denkmale, das Kriegerdenkmal, das Denkmal am Rathaus und das sowjetische Ehrenmal auf dem Marktplatz, sind Bestandteile dieses städtebaulichen Panoramas.

Das 1870/71 errichtete Kriegerdenkmal erinnert an acht Altlandsberger Gefallene im Deutsch-Französischen Krieg. In den Jahren 2007/2008 wurde es im Rahmen der Stadtsanierung und der Neugestaltung des Kirchhofes restauriert. Seither spannt wieder der Bronzeadler 1,20 Meter weit seine Schwingen. Er entstand unter den Händen des Bildhauer Andreas Hoferick und Andreas Rentmeister von der Berliner Firma Steinhof, die auch den Sockelbereich und die Marmorsäule sanierte.

In der Wegendorfer Kunstgießerei Hann flossen 135 Kilogramm glühende Bronze in die Form. Metallbildner André Reichert ziselierte in Feinarbeit die insgesamt 105 Kilogramm schwere Skulptur. Übrigens war die einzige Vorlage für die „Wiedergeburt“ des Bronzeadlers eine alte Postkarte.

Sockel des Denkmals © Stadt Altlandsberg Das Kriegerdenkmal am Kirchplatz 1 in Altlandsberg wurde zu 100 Prozent durch das Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz gefördert. Insgesamt wurden rund 51.700 Euro Städtebauförderungsmittel eingesetzt.

Die Arbeitsgemeinschaft der Städte mit historischen Stadtkernen stellt weitere Informationen zum Denkmal des Monats zur Verfügung. Die Informationen dazu finden Sie rechts unter dem angegebenen Link.