Eckhaus in Perleberg wertet Stadtbild auf

Eckhaus Am Hohen Ende 3 in Perleberg © Stadt Perleberg

Perleberg entstand auf einer Insel des Flusses Stepenitz. Dem Grundriss der Altstadt sieht man immer noch an, dass es einmal zwei Siedlungsteile waren. Schon im Mittelalter sind sie zusammengewachsen. Der südliche Teil schließt sich an das „Wallgebäude“ an. Hier befand sich möglicherweise die Burg der Stadtherren. Im Norden wuchs die Siedlung um den Markt. Bereits im 14. Jahrhundert war Perleberg so bedeutend, dass es als Hauptstadt der Prignitz galt. Hier trafen sich die Fürsten der Nachbarländer, wenn wichtige Verhandlungen zu führen und Verträge zu schließen waren.

Über die Stepenitz und die Elbe bestanden Handelsbeziehungen mit den Hansestädten im Nord- und Ostseeraum. An diesem Bund hat sich die Stadt lange Zeit aktiv beteiligt. Viele Bürgerhäuser künden auch heute noch von Wohlstand und Bedeutung Perlebergs.

Als stadtbildprägendes Beispiel gilt das Eckhaus am Hohen Ende 3 im Perleberger Stadtzentrum. In direkter Nähe befinden sich die Stadtmauer und das alte Postamt, unweit von Rathaus und Kirche entfernt. Das Gebäude besteht aus einem zweigeschossigen Wohn- und Geschäftshaus.

Mit der Familienberatungsstelle, der Lebenshilfe, der LEB ländlichen Erwachsenenbildung sowie einer Praxis für Physiotherapie und einer Hebamme ist „Leben“ in das sanierte Eckgebäude eingezogen. Es ist seitdem zu einem wichtigen sozialen Anlaufpunkt für Bürgerinnen und Bürger geworden.

Das Eckhaus wurde beispielgebend saniert. Es trägt zu einer außerordentlichen städtebaulichen und stadtgestalterischen Aufwertung sowie zu einer Belebung der Perleberger Innenstadt bei.

Die Sanierung wurde durch das Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz gefördert. Insgesamt wurden rund 227.000 Euro Städtebauförderungsmittel bei rund 798.000 Euro förderfähigen Gesamtkosten eingesetzt.

Die AG stellt weitere Informationen zum Denkmal des Monats zur Verfügung. Diese finden Sie rechts unter dem angegebenen Link.