Altlandsberger Schlosskirche ist Begegnungsstätte

Altlandsberger Schlosskirche im Schnee © Erik-Jan Ouwerkerk, Ouwerkerkfoto Berlin

Bei einem Spaziergang entlang der parkartigen Promenade auf den alten Befestigungswällen Altlandsbergs kann man die mittelalterlich-kompakte Form der brandenburgischen Stadt noch heute eindrucksvoll erleben. Von drei Seiten her laden die erhaltenen Mauern und Türme, die kleinen Gassen und Häuser zu einer romantischen Zeitreise ein.

Nach Norden hin fehlen jedoch Stadtmauer, Gassen und Häuser. An dieser Stelle befanden sich in vergangenen Jahrhunderten eine Burg und ein Barockschloss. 1757 zerstörte ein Großbrand sämtliche Bauten des Schlosskomplexes. Nur die Schlosskirche, einst ein Teil des Barockschlosses, blieb übrig.

Die heutige Schlosskirche wurde aus alten Fundamenten und Außenmauerteilen des abgebrannten Schlosses im Jahre 1768 neu errichtet. Bis 1979 stand die Kirche der reformierten Gemeinde Köpenick/Altlandsberg für Gottesdienste öffentlich zur Verfügung. Danach war sie Lagerraum einer landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft. Von 1983 bis 2008 wurde sie als Werkstatt genutzt.

Seit 2008 ist der quadratische Saalbau im Barockstil wieder in städtischer Hand. Die unter Denkmal gestellte Schlosskirche wurde von 2013 bis 2015 umfassend saniert. Heute ist sie ein öffentlicher Veranstaltungsort und Begegnungsstätte für Kommunikation und Gastlichkeit.

Die Sanierung der Altlandsberger Schlosskirche wurde durch das Bund-Länder-Programm Städtebaulicher Denkmalschutz gefördert. Insgesamt wurden rund 2.218.000 Euro Städtebaufördermittel bei rund 2.761.000 Euro förderfähigen Gesamtkosten eingesetzt.

Die Arbeitsgemeinschaft der Städte mit historischen Stadtkernen stellt weitere Informationen zum Denkmal des Monats zur Verfügung. Die Informationen dazu finden Sie rechts unter "Externer Link".