Brandenburgs Städte der „zweiten Reihe“ tagten zu Zukunftsthemen

während der Veranstaltung © MIL

Die Tagung stellte Zukunftsthemen der Stadtentwicklung in den Mittelpunkt. Denn gerade die Städte in der zweiten Reihe haben eine schnelle Regionalverkehrsanbindung nach Berlin gemein bzw. erwarten diese in naher Zukunft. Dadurch haben sie die Chance, durch eine innovative Stadtpolitik ihre günstige Lage und Verkehrsanbindung an die Bundeshauptstadt für eine weitere Entwicklung als Wohn-, Gewerbe- und Infrastrukturstandorte zu nutzen.

Unterstützt wird dies durch den geltenden Landesentwicklungsplan, die Mobilitätsstrategie und die Strategie Stadtentwicklung und Wohnen des MIL. Deshalb hat das MIL die Fachtagung auch inhaltlich begleitet und finanziell unterstützt.

Frankfurts Oberbürgermeister René Wilke eröffnete die Tagung mit einer Positionsbestimmung zur örtlichen Stadtentwicklungspolitik. Stadtentwicklungsministerin Kathrin Schneider und die Luckenwalder Bürgermeisterin Elisabeth Herzog von der Heide, zugleich Vorsitzende des Städtekranzes Berlin-Brandenburg, verdeutlichten in ihren Redebeiträgen die Verantwortung der Städte für die stabile Entwicklung des ganzen Landes.

Brandenburgs Städte in der zweiten Reihe erleben zur Zeit eine (teilweise noch zaghafte) Trendwende in ihrer demografischen und auch wirtschaftlichen Entwicklung, teils bedingt durch den erhitzten Berliner Immobilienmarkt, aber auch durch eigene Anstrengungen der städtebaulichen Entwicklung und Strukturverbesserung. Die Landespolitik unterstützt und begleitet die Städte im Sinne der Stärkung des Achsenmodells für den Ballungsraum und der Entwicklung der zentralen Orte. Sie wirbt gleichzeitig dafür, dass sich die Städte mit eigenen Initiativen um passende und händelbare Entwicklungsimpulse bemühen.

Ein Fachreferat von Prof. Axel Priebs (Universität Wien) stellte interessante Vergleiche zur Entwicklung europäischer Großstadtregionen an und kam im Ergebnis dieses „Blicks von außen“ zu handfesten, stimmigen Empfehlungen für die Brandenburger Städte. Passend dazu wurde eine vorher in den Teilnehmerstädten durchgeführte Umfrage zu den Zukunftserwartungen präsentiert. Sie verdeutlicht, wie stark die Themen „Mobilität“ und „Daseinsvorsorge“ die Stadtpolitik auch in den kommenden Jahren beschäftigen werden. Neue Formen der Arbeit in der Stadt im Zeichen der Digitalisierung und der „Wärmewende“, also weg von einer CO2-emittierenden Versorgungsstruktur in den Städten und ihren Quartieren, waren Themen zweier Arbeitsgruppen, mit denen der Blick auf neue Zukunftsaufgaben gewagt wurde.

Die Frankfurter Fachtagung wurde von den Teilnehmenden als Einstieg in einen weitergehenden Dialog mit und zwischen den Städten gesehen. Dieser Dialog kann Mut machen, Zukunftsaufgaben anzugehen und in die städtischen Konzepte zu integrieren.

Die Veranstaltung wurde von der AG Städtekranz Berlin-Brandenburg anknüpfend an eine Tagung im Juni 2017 am 8. August 2019 in Frankfurt (Oder) durchgeführt.

Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf den Internet-Seiten des Städtekranzes Berlin-Brandenburg. Der Link rechts unter "Externer Link" führt Sie dorthin.

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