08.08.2019Arbeitsbesuch: Schneider informiert sich über Projekte der Stadtentwicklung in Fürstenwalde/Spree

Pressemitteilung

Die 33.500 Einwohner zählende Stadt Fürstenwalde hat in den vergangenen Jahren viele Stadtentwicklungsprojekte angeschoben. Bauministerin Kathrin Schneider hat sich heute über den Fortgang und die Planung verschiedener Vorhaben informiert. Die Stadt hat bisher aus den Bund-Länderprogrammen Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen, Stadtumbau, Aktive Stadtzentren und aus der Sozialen Stadt Fördermittel erhalten. Weitere Projekte sind geplant. Dank der Unterstützung durch europäische Förderprogramme, z.B. im Rahmen des Stadt-Umland-Wettbewerbs werden neue Vorhaben in Angriff genommen, so die Sanierung des denkmalgeschützten Jagdschlosses. 

Bauministerin Kathrin Schneider: „Fürstenwalde hat in den vergangenen Jahren eine beachtliche Entwicklung genommen. Die Einwohnerzahlen haben sich stabilisiert. Die Stadt hat das integrierte Stadtentwicklungskonzept fortgeschrieben und vor einem Jahr das Konzept Fürstenwalde 2030 beschlossen. Das ist ein gutes Fundament für die Projekte der kommenden Jahre. Wir werden diesen Prozess weiter unterstützen.“ 

Das Projekt Sanierung des Jagdschlosses

Das innenstadtnah gelegene Jagdschloss Fürstenwalde wurde 1699/1700 erbaut. Später war es Sitz des Kommandeurs, beherbergte eine Strumpfwirkerei und wurde später zum Getreidespeicher für die Militärs in den zahlreichen Kasernen der Stadt umgebaut. Seit den 1990er Jahren steht das Gebäude leer, die Freiflächen rund um das Schloss sind brachgefallen. In dem Schloss soll nach Sanierung bis Ende 2021 ein öffentliches Veranstaltungszentrum entstehen, die Freiflächen werden umgestaltet. Eine kulturelle Nutzung durch Theateraufführungen ist ebenso geplant wie repräsentative Räume für Feste und Gastronomie. Das Areal soll zu dem nahe gelegenen Arm der Spree hin geöffnet werden. Die Gesamtkosten für die Schlosssanierung liegen bei über 8,1 Millionen Euro. Der Zuschuss aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) beträgt 6,3 Millionen Euro. Kofinanziert wird das Projekt mit 524.000 Euro aus der nationalen Städtebauförderung, dem Stadtumbauprogramm. Der kommunale Eigenanteil beträgt 262.000 Euro.

Programm Stadtumbau – Aufwertung

Seit 2004 ist die Stadt im Stadtumbauprogramm. Im Programmjahr 2019 werden neben der Kofinanzierung der Sanierung des Jagdschlosses 1,2 Millionen für die Sanierung der denkmalgeschützten Aufbauschule bereitgestellt. Hier wird eine private Akademie für Hotellerie und Gastronomie entstehen.

Programm Soziale Stadt „Fürstenwalde Nord"

Bereits 1999 wurde Fürstenwalde/Spree mit einem nördlich der Bahn gelegenen Stadtteil in das Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“ aufgenommen. Das zentrale Projekt ist das Haus der Vereine. Auf dem sog. Pintsch-Areal in der Trebuser Straße 60 gibt es mehrere denkmalgeschützte Gebäude. Haus 1 soll ein soziokulturelles Zentrum werden, in dem nicht kommerzielle und kommerzielle Angebote eine Adresse haben werden. Für das Haus der Vereine, den Umbau der Kita Burantino zum Grundschulhort und sowie die Arrondierung am Nordpark „Kleine Freizeit“ werden 2019 600.000 Euro Bundes- und Landesmittel bereitgestellt. 

Projekt Drehscheibe Bahnhof

Die Entwicklung des Pintsch-Areals ist eines der Leuchtturm-Projekte der Stadtentwicklung und verknüpft dabei gleichzeitig Mobilitätsthemen. In unmittelbarer Nähe zum Bahnhof soll ein lebendiger Standort mit Wohnen und Gewerbe entstehen. Das Projekt Drehscheibe Bahnhof soll Stadteingang und Eingangstor in die Region sein genauso wie qualifizierter Umsteigepunkt im Öffentlichen Nahverkehr mit verbesserten Bedingungen für den Rad- und Fußverkehr.

Fürstenwalde/Spree hat seit 1991 mehr als 40 Millionen Euro Fördermittel aus mehreren nationalen und europäischen Programmen für die Stadtentwicklung erhalten. Im Rahmen der Wohnraumförderung wurden knapp 105 Millionen Euro für 2.573 Wohnungen bewilligt.

Hintergrund zur Stadt-Umland-Kooperation Fürstenwalde /Spree und Partner

Die Stadt Fürstenwalde / Spree ist Leadpartner einer Kooperation mit der Stadt Storkow, der Gemeinde Grünheide und den Ämtern Scharmützelsee, Spreenhagen und Odervorland.  Im Mittelpunkt der gemeinsamen Strategie steht die Weiterentwicklung des Tourismus als regionaler Wirtschaftsfaktor. In diesem Zusammenhang wird einer multimodalen und nachhaltigen Mobilität besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Für Projekte dieser Stadt-Umland-Kooperation wurden bereits Mittel zur Verfügung gestellt. So wurden für das Mobilitätskonzept Fürstenwalde bereits 71.000 Euro aus EFRE ausgereicht, der Landwirtschaftsfonds ELER förderte vier Vorhaben aller Kooperationspartner mit ca. 440.000 Euro, aus dem Europäischen Sozialfonds wurden 419.000 Euro für Projekte im gesamten Kooperationsraum eingesetzt.

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