11.07.2019Autonom fahrender Kleinbus - Jesse: Chance für bessere Mobilität in ländlichen Regionen

Pressemitteilung

In Wusterhausen / Dosse ist heute der erste autonom fahrende Kleinbus im Land Brandenburg zu einer Testfahrt gestartet. Geplant ist, den Bus im Rahmen eines Pilotprojekts bis Juni 2020 fahren zu lassen. Begleitet wird der Probebetrieb von speziell geschulten Busfahrern, die das System zum autonomen Fahren überwachen. Der Kleinbus verkehrt in Abstimmung auf die Fahrpläne der Regionalbahn RB 73 – Neustadt/Dosse - Kyritz - Pritzwalk und den Regio-Bussen, der Plusbus-Linie 711 Kyritz-Neuruppin und den Linien 704, 707, 713, 714.

„Wir wollen die Mobilität in den ländlichen Räumen verbessern. Die Anpassung an die Fahrpläne der anderen Verkehrsträger im öffentlichen Personennahverkehr und die neuen Haltestellen des Busses zeigen, dass autonom fahrende Busse zu einem Baustein im ÖPNV-System werden können. Sie haben das Potential, das Netz aus Bussen, Rufbussen und Bahnen sehr gut zu ergänzen. Wir begrüßen, dass der Bund sich für dieses Projekt engagiert“, sagte Verkehrsstaatssekretärin Ines Jesse heute in Wusterhausen/Dosse.

Die Geschwindigkeit des Kleinbusses soll im Laufe des Probebetriebs nach und nach erhöht werden. Zunächst sind höchstens 15 Km/h zugelassen, später soll das Fahrzeug bis zu 25 Km/h schnell unterwegs sein. Der Bus wird zu Beginn des Testbetriebs 7 bzw. 12 Haltestellen anfahren. In einer späteren Erweiterung der Strecke soll auch ein Wohngebiet im Norden von Wusterhausen einbezogen werden sowie ein nahegelegener Campingplatz. Die Zahl der Haltestellen - allein auf der neuen Buslinie - erhöht sich dann auf insgesamt 19 Haltestellen. Bislang gab es in Wusterhausen nur 7 Haltestellen für Busse. Für die Fahrgäste ist das ein deutliches Plus. Es verkürzen sich die Wege zu den Haltestellen deutlich, was insbesondere für ältere und mobilitätseingeschränkte Personen ein Zugewinn sein dürfte. Außerdem werden Einkaufsmärkte, Freizeittreffs und die Haltestellen weiterer Linien des ÖPNV angefahren.

Koordiniert wird das Pilotvorhaben von der Technischen Universität Berlin. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur unterstützt die Testphase mit knapp 1,6 Millionen Euro. Etwa 400 Tsd. Euro werden von den weiteren Projektpartnern, der Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft mbH und der Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg mbH getragen.

Ob und wie die Bürger die neue Mobilitätsoption nutzen und welche Bedenken oder Vorschläge noch existieren, will eine mehrstufige Befragung durch die Technische Universität Dresden herausfinden. Verkehrspsychologen der renommierten Fakultät für Verkehrswissenschaften „Friedrich List“ untersuchen dabei Fragen der Nutzerakzeptanz im Rahmen des Projekts.

Das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung und das Brandenburgische Landesamt für Bauen und Verkehr haben das Projekt beratend unterstützt, um eine Ausnahmegenehmigung für das besondere Fahrzeug zu erhalten. Verschiedene Genehmigungen waren notwendig, so auch eine Genehmigung für die autonome Buslinie.

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