04.07.2019Fördermittel für Lübbenau/Spreewald

Pressemitteilung

Bauministerin Kathrin Schneider hat heute in Lübbenau/Spreewald Förderbescheide über 1,2 Millionen Euro für den Ausbau der Robert-Koch-Straße und rund 2,5 Millionen Euro für die Fortsetzung des Stadtumbaus und für Soziale-Stadt-Projekte überbracht.

„Die Stadtentwicklung in Lübbenau ist auf einem sehr guten Weg. In der Altstadt und der Neustadt konnten bereits viele stadtbildprägende Gebäude sowie Straßen und Plätze saniert werden. Die neuen Fördermittel von Bund und Land werden zum Beispiel für die Außenanlagen der Kita Wichtel, die Sanierung der Turnhalle in der Werner-Seelenbinder-Straße und die Sanierung des Hallenbades Delphin eingesetzt. Ein großes Stadtentwicklungsprojekt ist die Beseitigung der Bahnübergänge. Eine Voraussetzung dafür ist der umfassende Ausbau der Robert-Koch-Straße, damit diese als Umleitungsstrecke zur Verfügung steht. Die Sanierung sorgt gleichzeitig für ein attraktiveres Wohnumfeld und für mehr Verkehrssicherheit“, sagte Ministerin Schneider bei der Fördermittelübergabe.

Bürgermeister Helmut Wenzel: „Mit dem grundhaften Ausbau der Robert-Koch-Straße findet in der Lübbenauer Verkehrsinfrastruktur eines der letzten Puzzlestücke seinen Platz. Dieses trägt entscheidend dazu bei, dass wir die Mobilität für unsere Bürgerinnen und Bürger noch besser gewährleisten können - damit meine ich vor allem die gefahrenlosere Nutzung von Geh- und Radwegen. Mit dem Straßenausbau schaffen wir zudem beste Voraussetzungen für Menschen mit mobilen Einschränkungen. Daneben werden aber auch die PKW Nutzer von dem Ausbau profitieren. Die Straße wird gefälliger und durch eine Parkierung im Straßenraum sichern wir den ruhigen Verkehr durch öffentliche Parkplätze. Trotz alledem behalten wir die gegenseitige Rücksichtnahme durch eine individuelle Neugestaltung der Straße bei. Wir sind dankbar für die finanzielle Unterstützung, ohne die die Stadt zum gegenwärtigen Zeitpunkt das Bauvorhaben nicht hätte umsetzen können.“ 

Straßenbau

Die Robert Koch-Straße entstand in den 1960-er Jahren und diente der Erschließung der Neustadt. Mit Beginn der Umsetzung des Niveaufreien Verkehrskonzeptes (NVK) der Stadt Lübbenau/Spreewald und der Beseitigung der Bahnübergänge soll die Robert-Koch-Straße den Umleitungsverkehr der L 49 aufnehmen. Das Vorhaben umfasst den umfassenden Aus- und Umbau der Straße einschließlich der Neugestaltung des Straßenraumes, ausschließlich des Kreuzungs- und Einmündungsbereiche am westlichen Ende. Gleichzeitig mit dem Straßenausbau werden die Regenwasserkanalisation und die Straßenbeleuchtung neu errichtet. Parkflächen werden neugestaltet, barrierefreie Bushaltestellen gebaut, Orientierungs- und Querungsmöglichkeiten für Menschen mit Einschränkungen geschaffen. Die Besonderheit der Querungsstellen liegt in der Verwendung von standardisierten Leitelementen (Noppen-/ Rillenplatten).

Die Baulänge beträgt ca. 820 Meter. Der öffentliche Straßenraum hat eine Breite von rund 18 Meter. Die Fahrbahn wird zweistreifig sechs Meter breit ausgebaut. Die Parkstreifen werden zwei Meter breit. Radweg und Gehweg werden beidseitig (1,60 m + 1,80m) mit 0,75 Meter Sicherheitsstreifen angeordnet. Die Fahrbahn wird mit einer Asphaltdecke hergestellt. Die Rad- und Gehwege werden mit Betonsteinpflaster gebaut.

Die Gesamtkosten betragen knapp drei Millionen Euro. Das Land stellt aus dem Förderprogramm zum Kommunalen Straßenbau (Entflechtungsgesetz zur Verwendung von Fördermitteln zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in Gemeinden des Landes Brandenburg) 1,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Städtebauförderung

Bislang wurden aus dem Bund-Länderprogramm „Soziale Stadt“ für die Lübbenauer Neustadt rund 7,7 Millionen Euro bereitgestellt. Mit dem Förderbescheid 2019 stehen weitere 250.000 Euro Bundes- und Landesmittel bereit. Mit der Bewilligung werden unter anderem die Neugestaltung der Außenanlagen der Kita Wichtel und das Projektbüro Gleis 3 im Kulturzentrum an der Güterbahnhofsstraße unterstützt.

Für den Stadtumbau wurden der Stadt Lübbenau/Spreewald bisher fast 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Mit dem Förderbescheid 2019 werden weitere 2,3 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel bewilligt. Damit sollen weitere wichtige Vorhaben für die Aufwertung und das Zusammenwachsen von Alt- und Neustadt vorbereitet und umgesetzt werden, beispielsweise die Sanierung des Hallenbades Delphin, die Sanierung der Turnhalle Werner-Seelenbinder-Straße, die weitere Entwicklung des Rosengartens am Schlossparkeingang sowie die Umnutzung von Lokschuppen und Wasserturm.

Die Stadt Lübbenau/Spreewald wird seit 1991 mit Städtebaufördermitteln unterstützt. Insgesamt wurden bisher rund 39 Millionen Euro bewilligt.

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